Leben an Bord

Kreuzfahrt-Mitarbeiter über Rang-Unterschiede an Bord: "Keiner von uns hatte Rechte..."

Koch auf einem Kreuzfahrtschiff. (Symbolbild)
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Koch auf einem Kreuzfahrtschiff. (Symbolbild)

Die Besatzung von Kreuzfahrtschiffen erlebt die Reise gänzlich anders als Passagiere. Ein ehemaliger Mitarbeiter plaudert aus dem Nähkästchen.

  • Mitarbeiter einer Kreuzfahrt* leben an Bord ein so ganz anderes Leben als Passagiere.
  • Dieses Leben ist nicht immer leicht und beinhaltet auch die Unterschiede beim Essen.
  • Ein ehemaliger Mitarbeiter verriet, wie und wo das Personal an Bord essen darf und warum dabei die Rangfolge der Besatzung eine große Rolle spielt.

Kreuzfahrt-Mitarbeiter berichtet von Unterschieden innerhalb der Besatzung

Die meisten Besatzungsmitglieder essen in einem gesonderten Bereich des Schiffes. Dieser Bereich ist nur für Personal, Passagiere sind dort nicht zugelassen. Es gibt jedoch so manche Situation, in der die Regeln etwas gelockert werden, insbesondere wenn es um das Essen geht.

So etwa im Hinblick auf die Rangfolge der Besatzung an Bord: Besatzungsmitglieder mit höherem Rang dürfen von einem üppigeren Speisenangebot essen, wie ein ehemaliger Kreuzfahrt-Mitarbeiter berichtete.

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Rangordnung auf Kreuzfahrtschiffen: Unterschiede bei den Mahlzeiten

Es habe während seiner Arbeit auf dem Kreuzfahrtschiff vier verschiedene Rangstufen gegeben:

  1. Officers Mess: An oberster Stelle kam Deckoffiziere, technische Offiziere sowie höherrangige Mitarbeiter in den Bereichen Unterhaltung und Hotel.
  2. Petty Officers Mess: Danach folgten Ingenieure und Deckoffiziere niedrigeren Ranges.
  3. Staff Mess: An dritter Stelle standen Mitarbeiter aus den Bereichen Unterhaltung und Hotel niedrigeren Ranges. 
  4. Crew Mess: Das Schlusslicht bildete die übrige Besatzung, also Kellner, Maschinenarbeiter, Haushaltspersonal usw.

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Dies seien die Hauptbereiche, in denen auch große Unterschiede hinsichtlich der Mahlzeiten gemacht würden. Mitarbeiter der ersten bis dritten Kategorie "hatten normalerweise Zugang zum Passagierbuffet, zum Café und zur Burger-Bar", so der ehemalige Kreuzfahrt-Mitarbeiter. "Wenn man genug 'Streifen' hatte, durfte man auch das Pizza-Restaurant benutzen. Wir in der Unterhaltungsabteilung nannten sie aus diesem Grund 'Pizzastreifen' - denn das war so ziemlich das einzige, was sie bedeuteten."

Außerdem wurde allen Ebenen der Besatzung der Zutritt zum Hauptgasthaus verboten. "Keiner von uns hatte Rechte auf das Hauptrestaurant, es sei denn, man wurde als Gast eines Passagiers eingeladen."

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sca

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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