Naturliebe gegen Viehzucht: Streit um Bisons im Yellowstone

Die Bisons waren in den USA beinahe ausgerottet. Heute bewegen sich allein im Yellowstone-Nationalpark wieder rund 4000 Exemplare durch die Wildnis. Foto: Wyoming Office of Tourism
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Die Bisons waren in den USA beinahe ausgerottet. Heute bewegen sich allein im Yellowstone-Nationalpark wieder rund 4000 Exemplare durch die Wildnis. Foto: Wyoming Office of Tourism
Nicht selten trifft man im Yellowstone-Nationalpark nahe heißer Quellen auf Bisons, wie hier in Mammoth Hot Springs. Foto: Michael Juhran
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Nicht selten trifft man im Yellowstone-Nationalpark nahe heißer Quellen auf Bisons, wie hier in Mammoth Hot Springs. Foto: Michael Juhran
Die Bisons im Yellowstone vermehren sich fleißig. Sie überqueren die Grenzen des Nationalparks und trampeln über Weideflächen - sehr zum Unmut der Rinderzüchter. Foto: Wyoming Office of Tourism
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Die Bisons im Yellowstone vermehren sich fleißig. Sie überqueren die Grenzen des Nationalparks und trampeln über Weideflächen - sehr zum Unmut der Rinderzüchter. Foto: Wyoming Office of Tourism
Bustour zwischen einer Bisonherde: Bei Fahrten durch den Yellowstone-Nationalpark treffen Besucher so gut wie sicher auf die gewaltigen Präriebewohner. Foto: Wyoming Office of Tourism
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Bustour zwischen einer Bisonherde: Bei Fahrten durch den Yellowstone-Nationalpark treffen Besucher so gut wie sicher auf die gewaltigen Präriebewohner. Foto: Wyoming Office of Tourism
Die Bisons kommen den Besuchern ganz nah - manchmal zu nah. Der Sicherheitsabstand zu den kräftigen Tieren sollte eigentlich 100 Meter betragen. Foto: Michael Juhran
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Die Bisons kommen den Besuchern ganz nah - manchmal zu nah. Der Sicherheitsabstand zu den kräftigen Tieren sollte eigentlich 100 Meter betragen. Foto: Michael Juhran
Um die heißen Pools vulkanischen Ursprungs machen die Bisons lieber einen Bogen. Foto: Michael Juhran
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Um die heißen Pools vulkanischen Ursprungs machen die Bisons lieber einen Bogen. Foto: Michael Juhran
Vorsicht Bison auf der Straße! Die Tiere können an manchmal regelrechte Staus verursachen. Foto: Wyoming Office of Tourism
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Vorsicht Bison auf der Straße! Die Tiere können an manchmal regelrechte Staus verursachen. Foto: Wyoming Office of Tourism
Naturschauspiel im Yellowstone-Nationalpark: Am Geysir Old Faithful hat sich eine staunende Schar Touristen versammelt. Foto: Wyoming Office of Tourism
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Naturschauspiel im Yellowstone-Nationalpark: Am Geysir Old Faithful hat sich eine staunende Schar Touristen versammelt. Foto: Wyoming Office of Tourism

Cody (dpa/tmn) - Um 1900 waren die amerikanischen Bisons nahezu ausgerottet. Heute kann man im Yellowstone Nationalpark wieder rund 4000 Giganten der Prärie in freier Wildbahn bewundern. Doch das führt zu Problemen.

Die Geschichte des Bisons im Yellowstone ist für Al Nash eine Erfolgsstory. "Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat man mit zwei Dutzend Bisons angefangen, heute zählen wir im Yellowstone Nationalpark über 4000 Tiere", sagt der PR-Chef des Parks. Es ist der wohl größte freilebende Bisonbestand in den USA. Al Nash weiß, dass die Tiere inzwischen genauso viele Besucher anziehen wie die Geysire, Vulkangase und andere Naturschauspiele im Nationalpark.

Der Tourist bekommt die majestätischen Bisons hier an vielen Orten zu Gesicht. Besonders im Gebiet nördlich des Lower Geysir Basin und im Lamar Valley kommt es regelrecht zu Bisonstaus, wenn die Tiere unbeeindruckt von den Autos die Straßen überqueren. Sie sind dann ein beeindruckendes Fotomotiv.

Doch nicht allen gefällt die Bewegungsfreiheit der Bisons. Die Tiere finden im Park gute Lebensbedingungen vor und vermehren sich rasant. Die Herden suchen neue Lebensräume. "Gerade im Winter drängen sie in tiefer gelegene Gebiete, wo sich leichter Nahrung findet lässt", erzählt Al Nash. "Und diese Gebiete liegen oft außerhalb des Nationalparks, womit die Probleme beginnen."

Denn außerhalb des Parks treffen die Bisons auf Rinderzüchter, die ihr Weideland gefährdet sehen. Sie streiten sich mit Naturschützern und Bisonfreunden. Nash und seine Kollegen stehen zwischen den Lagern. Zwar gesteht man den Tieren inzwischen einige Weideflächen außerhalb des Nationalparks zu, doch den ausgewanderten Herden droht im günstigsten Fall der Rücktrieb in den Park - und im ungünstigsten Fall die Schlachtbank.

Die Bisons bedrohen aber nicht nur die Weiden der Rinderzüchter, sondern auch unvorsichtige Touristen: Mittlerweile gelten die Tiere als gefährlicher als Bären und die vor einigen Jahren ausgesetzten Wölfe. "Doch das ist nicht die Schuld der Bisons, sondern derjenigen, die sich zu nahe an sie heran wagen", sagt Nash.

Dabei könnte alles so harmonisch sein im Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Der Sicherheitsabstand sollte 100 Meter betragen. Selbst aus dieser Entfernung bieten sich unvergessliche Bilder. Zum Beispiel wenn die Bisons am Morgen durch die Nebelfelder ziehen, sich den wärmenden Geysiren nähern oder am Abend im Licht der untergehenden Sonne auf den sattgrünen Wiesen äsen.

Spricht der Urlauber mit den amerikanischen Besuchern des ältesten Nationalparks der USA, bemerkt er schnell deren Verbundenheit zur Natur. Doch manchmal ist da auch Unsicherheit. Schließlich wurden die Bisons in Amerika beinahe ausgerottet.

Öffnungszeiten und Eingänge zum Yellowstone-Nationalpark (Englisch)

Rocky Mountain International Tourismusagentur (Englisch)

Anreise: Mit einem internationalen Flug etwa über Newark und Denver zum Regionalflughafen Cody. Von dort mit dem Leihwagen zum Yellowstone National Park.

Öffnungszeiten: Die Witterungsbedingungen im Park können schnell umschlagen. Vor der Anreise sollte man sich unbedingt erkundigen, ob die Parkzugänge geöffnet sind.

Informationen: Rocky Mountain International c/o LMG Management, Bavariaring 38, 80336 München, Telefon 089 45218619

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