Interview zum Start der Reisemesse f.re.e

„Bei uns gibt’s den Urlaub zum Ausprobieren“

+
Interview mit Dr. Reinhard Pfeiffer zum Start der Münchner Reise- und Freizeitmesse f.re.e.

Am Mittwoch beginnt in München wieder die Reise- und Freizeitmesse f.re.e (10.-14.02.). Erklärtes Ziel ist es, so Messechef Dr. Reinhard Pfeiffer im Interview, den Urlaub nach München zu holen und Besuchern die Möglichkeit zu geben, neue Freizeit- und Trendsportarten auszuprobieren. 

Mit dem aktuellen Partnerland der f.re.e wird es heuer ziemlich exotisch auf dem Münchner Messegelände.

Herr Pfeiffer, gleich einmal zum Partnerland der Free, den Seychellen. Wie kam es dazu? Bisher waren ja eher Nahziele in Europa oder im Mittelmeerraum Partnerländer.

Die Grundidee der f.re.e ist, ein Partnerland zu wählen, wo man all das machen kann, was man auf der Messe erlebt, auch an Freizeitaktivitäten. Bei den Seychellen ist das der gesamte Bereich des Wassersports. Aber es gibt dort auch bis zu 1000 Meter hohe Berge, es gibt eine Insel, auf der man sich nur mit dem Fahrrad fortbewegt. Und die Seychellen bieten wesentlich mehr als nur Urlaub im gehobenen Preissegment. Es gibt dort auch die Möglichkeit, kostengünstig in Gästehäusern zu übernachten. Nachdem das Land auf uns zugekommen ist und nach einiger Überlegung haben wir gesagt: Ja, das passt zur f.re.e. Zumal Bayern, das haben Untersuchungen gezeigt, die reisefreudigsten deutschen Fernreisenden sind.

Welche Länder sind heuer sonst noch schwerpunktmäßig auf der f.re.e vertreten?

Die Schwerpunkte liegen schon bei der Alpenregion, den heimischen Gefilden. Oberbayern ist auf einer Fläche vertreten, die doppelt so groß ist wie im Vorjahr. Aber in zunehmendem Maße präsentieren sich auf der f.re.e auch die Fernreiseländer. Wir haben Costa Rica, die Mongolei, es gibt Angebote im Bereich Südafrika, dort vor allem Safari. China ist ganz gut vertreten, selbstverständlich auch Kuba, das ja gerade in der Karibik derzeit boomt.

Wie viele Veranstalter sind heuer auf der f.re.e?

Wir haben 800 Aussteller im Reisebereich. Insgesamt sind es 1200 Aussteller aus 60 Ländern.

Wo liegt der Schwerpunkt im Bereich Freizeit? Was kann ich als Gast an Sportarten ausprobieren?

Der Schwerpunkt liegt auch heuer im Bereich Wassersport und dort ist Stand-up-Paddling ein ganz großes Thema. Wir haben fünf unterschiedliche Boards da, die befinden sich auf einem Luftkissen und sind verbunden mit einem Display, so dass man ein gutes Gefühl dafür bekommt, wie man so steht auf einem Board, ohne dabei nass zu werden. Man muss sich nicht umziehen.

Was man vom Wildwasserkanal nicht behaupten kann. Gibt es den wieder?

Der bleibt genauso wie im letzten Jahr. Wenn man auf dieser Wasserstrecke mit dem Kajak umkippt, wird man in der Tat nass.

Zu den Zahlen und der Größe der f.re.e: Hat sich an den Hallen oder der Ausstellungsfläche etwas geändert?

Es bleibt bei den sieben Hallen, davon sechs für die f.re.e, in einer wird wie im letzten Jahr die Food präsentiert. Drei Hallen sind für den Bereich Tourismus reserviert, dann die Fahrradhalle, der Bereich Caravan mit eineinviertel Hallen und eine Halle mit Wassersport und Outdoor. Es war eine mutige Entscheidung, eine ganze Fahrradhalle zu bestücken, aber der Sport bleibt weiter im Trend. Wir kommunizieren heuer neue Themen wie Navi-Apps für das Smartphone.

Auch im Outdoor-Bereich gibt es die eine oder andere Neuheit. Zum Beispiel kommunizieren wir zum ersten Mal mit dem Bayerischen Golfverband das Thema Golfen für Einsteiger. Es gibt auch die Möglichkeit, das auszuprobieren.

Golfen ist ja doch ein sehr elitärer Sport, sehr teuer, wenn ich in einen Club gehe.

Es geht dem Bayerischen Golfverband gerade darum, aufzuzeigen, dass das nicht so ist. Man will durchaus auch die jungen Leute und Familien ansprechen. Der Golfverband wird sich auch auf der Bühne den Fragen stellen.

Zum Thema Bühne: Welche Promis werde ich treffen und zu welchen Themen?

Wir haben Expeditionsbergsteiger da wie Alix von Melle und Luis Stitzinger. Aber wir wollten bewusst weggehen von den Prominenten, die für sich stehen, ohne Bezug zu einem bestimmten Thema. Wir haben letztes Jahr gesehen, bei 118 000 Besuchern: Einfach Leute herzuholen, die nur wegen einem Prominenten kommen, das wird gerade am Wochenende zu viel.

Wollen Sie sagen, die f.re.e hat mit 118.000 Besuchern ihre Grenzen erreicht?

Nein, das nicht. Aber wir wünschen uns eine bessere Verteilung, dass der Schwerpunkt nicht nur am Wochenende liegt. Deswegen haben wir auch bewusst die Thementage auf die Wochentage gelegt.

Die da wären?

Mittwoch ist der Solotag, wo sich Alleinreisende über Angebote informieren können. Es gibt wieder die Litfaßsäule, über die man einen Reisepartner finden kann. Der Donnerstag ist der f.re.e-Genusstour gewidmet unter dem Motto: Kulinarisch die Welt entdecken. Spanien wird einen Koch da haben. In Bayern geht es um 500 Jahre Reinheitsgebot. Freitag ist der Family-Tag.

Wo bleibt der Kreuzfahrttag?

Das Thema liegt so im Trend, dass wir die Kreuzfahrten an allen fünf Tagen bespielen. Auf einer Wasserreisenbühne bekommen Besucher auch Antworten auf die Frage: Welche Kreuzfahrt passt eigentlich zu mir?

Wie sieht es im Caravan-Bereich mit Neuheiten aus?

Innerhalb des Caravanbereichs gibt es zum ersten Mal eine Campingwelt, die genau in die Richtung der Familien geht. Zelte, die ich zusätzlich aufstelle, wenn ich mit der Familie unterwegs bin zum Beispiel. Das klassische Caravan-Publikum ist längst nicht mehr das Ehepaar ab 40, das durch Europa fährt. Der Trend geht hier zunehmend zu Familienreisen.

Das absolute Caravan-Highlight, der Größte, der Teuerste, den wir sehen können?

Das 800.000-Euro-Modell, das wir letztes Jahr präsentierten, werden wir nicht haben. Wir setzen diesmal mehr auf Markenvielfalt.

Wie viele Fahrzeuge sind zu sehen?

Etwa 120 Aussteller mit 50 Marken und an die 200 Fahrzeugen.

Herr Pfeiffer, auf was freuen Sie sich besonders auf der f.re.e, wo werden wir Sie antreffen?

Ich werde mir dieses Jahr mehr Zeit für den Bereich Fernreisen nehmen. Wir haben für den Sommerurlaub noch keine konkreten Ideen. Da lassen sich meine Familie und ich gerne inspirieren und beraten. Vielleicht gehen wir auf Safari nach Afrika. Meine Kinder sind gerade 13 und 11 Jahre alt, die Zeit muss man nutzen, solange wir noch als Familie komplett in den Urlaub fahren. Das Alter ist sehr schön, sie sind neugierig auf alles. Letztes Jahr waren wir in den USA, und dann im Herbst noch in Kroatien. Auch da haben wir uns vom letzten Partnerland der f.re.e inspirieren lassen.

Über die f.re.e

Die Münchner Reise- und Freizeitmesse f.re.e findet von 10. bis 14. Februar auf dem Münchner Messegelände in Riem statt. Eineinhalb Hallen sind dem Thema Caravan und mobile Freizeit gewidmet, eine dem Thema Rad, knapp zwei Hallen gehören den Nah- und Fernreisezielen, ein Teil dem Gesundheits- und Wellnesstourismus und eine Halle dem Thema Wassersport. Thementage sind: am Mittwoch Singlereisen, am Donnerstag Kulinarik, am Freitag Familienurlaub. Das Tagesticket kostet zehn Euro, im Onlineverkauf unter www.free-muenchen.de sieben Euro, für Kinder (6 bis 14 Jahre) vier Euro. Öffnungszeiten täglich 10 bis 18 Uhr.

Auch interessant

Meistgelesen

Gruselig-schön: Einst strahlende Hotels sind heute verfallen
Gruselig-schön: Einst strahlende Hotels sind heute verfallen
Pikante Botschaft auf diesem scheinbar unverfänglichen Foto
Pikante Botschaft auf diesem scheinbar unverfänglichen Foto
Weihnachtsmärkte 2017: Wo ist der schönste in Deutschland?
Weihnachtsmärkte 2017: Wo ist der schönste in Deutschland?
Wie nah dürfen sich Flugzeuge kommen?
Wie nah dürfen sich Flugzeuge kommen?

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.