So sehen also Europäer aus?

Wirbel um "rassistischen" Airline-Werbespot

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Die Karikatur eines Klischee-Europäers in dem Werbespot hat der Airline viele Beschwerden beschert.

London - Blonde Haare, lange Nase, blaue Augen: So würden viele Japaner wohl den durchschnittlichen Europäer beschreiben. Ein Werbespot, der dieses Klischee auf die Spitze treibt, sorgt jetzt für Ärger.

Die All Nippon Airways hat kein schlechtes Image: In einer aktuellen Studie belegt sie Platz zwölf der sichersten Fluggesellschaften weltweit. Ein Werbespot hat der Airline allerdings jetzt ziemlichen Schaden zugefügt. Das berichtet unter anderem der britische "Guardian".

In dem englischsprachigen Halbminüter, der am Samstag erstmals ausgestrahlt wurde, unterhalten sich zwei Japaner. Offensichtlich handelt es sich bei den beiden um Marketing-Experten der Fluggesellschaft, was man an ihren Uniformen erkennen kann. Sie beraten sich, wie man mehr Japaner für die weltweiten Flugziele interessieren könnte, die die Airline anbietet. Der eine schlägt vor: "Wir könnten das Bild ändern, das die Welt von Japanern hat." Der andere stimmt zu und wendet sich seinem Gesprächspartner zu: Plötzlich trägt er eine strohblonde Perücke mit Scheitel, eine lächerlich lange Plastik-Nase und hat strahlend blaue Augen.

Sehen Sie hier den umstrittenen Clip auf Youtube

Ob die Macher des Clips wohl "How I Met Your Mother" gesehen haben? Deren Produzenten mussten sich neulich entschuldigen, weil sie ihre (weißen) Schauspieler in einer Szene als Asiaten verkleidet hatten - Kimono, Schlitzaugen und Fu-Man-Chu-Bart inklusive. Nach "Yellowfacing", wie diese stereotype Darstellung eines Vertreters einer anderen Hautfarbe genannt wurde, sahen viele (vor allem ausländische weiße) Internet-Nutzer in dem Clip einen Fall von "Whitefacing" und ließen ihrer Empörung vor allem über die sozialen Netzwerke freien Lauf.

Stellvertretend für viele andere ein Zitat von Facebook-User "Gary Bailey". Der Australier in der ersten Generation schreibt auf dem Facebook-Profil von ANA, seine Mutter sei Japanerin gewesen, und wettert: "Der Humor der Werbung, der sich über weiße Menschen lustig macht, ekelt mich an. Wären die Rollen vertauscht, wäre der Aufschrei in Japan enorm. Es ist unglaublich, dass Sie so etwas erlaubt haben."  

Doch es gibt auch nicht wenige, die die Angelegenheit nicht so ernst nehmen. "Entspannt Euch, Leute!", fordern sie.

Planking, Baguetting, Supermanning: Internet-Trends im Bild

Internet-Trend BeeChallenge
Wieder ist das Netz um einen kuriosen Trend reicher: Unter dem Hashtag "BeeChallenge" veröffentlichen derzeit zahlreiche Frauen Bilder mit BH auf den Augen und blanken Brüsten. Die Gründe und Ziele der Aktion sind bislang unklar. © Screenshot Twitter
Das aktuellste Phänomen der Internet-Trends ist der "Harlem Shake". Dabei zappeln die Protagonisten völlig enthemmt zu Elektromusik, als würden sie Schocks aus einem Defibrillator erhalten. Immer mehr Internet-User stellen ihre Choreografie des neuen Trendtanzes bei YouTube online. © youtube.com
Wir stellen Ihnen die schrägsten und teilweise gefährlichsten Internet-Trends der letzten Jahre vor.
Mit dem "Planking" startete die Flut von Online-Trends im Jahr 2009. Vielen ist das Phänomen auch als "Lying Down Game" bekannt. Der Name leitet sich vom von englischen "planking" (= "Beplankung", "Planken") und "to plank" (= "beplanken") ab. Dabei legt sich die Person mit dem Gesicht nach unten und angelegten Armen auf den Boden oder einen Gegenstand. Leider kam es dabei bereits zu tödlichen Unfällen. © dpa
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In der Bezeichnung "Owling" steckt bereits die Grundidee dieser Aktion: Der Protagonist immitiert eine Eule (englisch: "owl"). In der Haltung des Tieres wird die Person dann in Alltagssituationen oder an skurrilen Orten fotografiert. Das Foto zeigt die Owling-Aufnahme, die als Startschuss für den Hype gilt. © buzzfeed.com
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"Plowling" ist die Mischform aus Planking und Owling, wofür zwei Personen benötigt werden. Während sich die eine wie beim Planking flach auf den Boden legt, setzt sich die andere in der Eulen-Position auf sie drauf. Die Differenz zwischen dem Komfort der beiden Positionen beim "Powling" dürfte allerdings äußert groß sein... © tumblr.com/tagged/plowling
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"Kamehameha" - wen sie das aussprechen können, dann kennen Sie die japanische Comic-Serie "Dragon Ball". Das "Kamehameha" (auch Hadoukening genannt) ist dort ein Kampfangriff, in dem der Gegner durch eine Art Energiestoß noch hinten geschleudert wird. So geht's: Der Angreifer positioniert sich mit ausgestreckten Armen, der oder die Gegner springen nach oben und strecken dabei Arme und Beine dem Angreifer entgegen - fertig ist die Kamehameha-Simulation! © hadoukening.net
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Willkommen bei "Star Wars": Beim "Vadering" geht es um die nachgeahmten Fähigkeiten von Darth Vader. Beispielsweise deutet er an, dass er seinem Kontrahenten die Kehle zudrücken möchte und dieser den Griff spürt, obwohl er einige Meter entfernt steht. Das lässt sich wunderbar für Schnappschüsse imitieren. Möge die Macht mit ihnen sein... © www.backstageol.com
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Weniger populär, dafür umso gefährlicher ist das sogenannte "Supermanning". In diesen Videos wird vorgegauckelt, dass beispielsweise ein Autofahrer während der Fahrt von einem Superman überholt wird. Der ist allerdings nur ein Mitinsasse, der sich von der Rückbank erhoben und aus dem Fenster nach vorne geschoben hat. © youtube.com
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Diesen Superhelden gibt es ja auch noch. Und auch er muss für einen Netz-Trend herhalten. Beim "Batmanning" hängen sich die Darsteller kopfüber an allerlei Dingen auf - ebenso wie die berühmte Fledermaus. Herhalten müssen dabei Parkhäuser, Türen, Schränke oder auch Verkehrsschilder. Stilecht toppten einige User das Ganze, indem sie sich wie Batman verkleideten. © tumblr.com/tagged/batmanning
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Wer fühlt sich nicht manchmal kopflos? Beim "Horsemanning" wird das bildlich umgesetzt,. Möglichst kreativ werden hier Bilder geschossen, die dem Betrachter suggerieren, dass sich nur eine Person auf dem Bild befindet, deren Kopf vom Körper entfernt wurde. Natürlich sind es in der Realität zwei Perosnen, die die Illusion perfekt machen. © horsemanning.com
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Beim "Hallway Swimming" befinden sich der oder die Hauptdarsteller auf einem Flur, bei dem die beiden gegenüberliegenden Wände nicht allzu weit auseinander liegen. Sie legen sich seitlich auf den Boden und "schwimmen" von Wand zu Wand, die passende Wende inklusive. Den Reinigungskräften der Gebäude dürfte dieser neue Trend durchaus gefallen, sammeln die Schwimmer doch einige Schmutzpartikel bei dieser Aktion auf... © Screenshot youtube
Bemerkenswert viele Nachahmer, wenn auch bevorzugt in den USA, findet im Netz auch der sogenannte "Cup Song". Die Schauspielerin Anna Kendrick ("Up in the Air") machte den Klatsch-Singsang im Film "Pitch Perfect" berühmt. Die Kopie der Teenagerin Cal & Ray wurde besonders beliebt: Über 8,5 Millionnen mal wurde ihr Video angeschaut. © youtube.com
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Ziegen und Schafe, die wie Menschen klingen, sind der Brüller - das nennt der Internet-User "Goating" (englisch: Ziege). Doch dem nicht genug: Die schreienden Tiere werden in Musikvideos integriert (beispielsweise in Bon Jovis "Living On A Prayer") und übernehmen ganze Textpassagen. © youtube.com
Das tut schon beim Hinsehen weh: "Frosting" oder "Icing" nennt sich dieser wirklich "coole" Trend, der witterungsbedingt natürlich zeitlich begrenzt ist. Gefragt sind Fotos im Tiefschnee, und zwar so knapp bekleidet wie möglich. © facebook.com
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"Mit Essen spielt man nicht" lautet eine goldene Regel aus der Kindheit. Doch beim "Baguetting" ist das dann doch der Fall. Hierbei wird die französische Backware zum Geigenbogen (Foto), einem Anschnallgurt oder auch einer Hantelstange. Der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. "Mon Dieu", würde da der Franzose sagen. © tumblr.com/tagged/baguetting
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Achtung, nackte Haut! "Scarlettjohanssoning" heißt dieser Trend und entstand nach dem Nackt-Foto-Skandal um Schauspielerin Scarlett Johansson. Eines der Bilder zeigte Johansson mit entblößtem Hintern, wie sie sich vor einem Spiegel selbst fotografiert - und das stellen die User seither nach. © scarlettjohanssoning.com
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Ein Phänomen, das vor allem in britischen Universitäten Gefallen gefunden hat, ist das "Milking". Dabei übergießen sich die Hauptdarsteller an einem beliebigen Ort mit Milch - und das war's. Gründe oder ein witziger Aha-Effekt zur Auflösung sind bisher nicht bekannt. © youtube.com
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Nein, "Tebowing" ist keine asiatische Kampfsportart. Sie beschreibt folgende Pose: Auf die Knie gehen, ein Bein anwickeln und mit geballter Faust in die Denkerpose gehen. Tim Tebow, Profi aus der American-Football-Liga NFL, ist der Begründer dieses Trends, denn er betet bei jedem Spiel in dieser Stellung. © tebowing.com
Beim sogenannten Cat-Bearding versuchen Katzenbesitzer, sich ihr Haustier so vor das Gesicht zu halten, dass es auf Fotos so wirkt, als wären diese ihr Bart. Klingt komisch, ist aber mit Blick auf das Foto oben sehr einfach zu verstehen. © http://www.inspirefusion.com/
Bei Yiking handelt es sich um eine Art Gesäßtanz, der im Mai/Juni 2013 immer mehr Anhänger fand. YouTube hat einige Videos gesperrt, weil sie zu heiß sind. © youtube.com

Der Sprecher von ANA sah sich jedenfalls gezwungen, öffentlich Abbitte zu leisten: Man habe niemanden beleidigen wollen. Zeil des Clips sei es gewesen, die Japaner zu mehr Reisen außerhalb der eigenen Landesgrenzen zu ermutigen. Der Werbespot wird jetzt überarbeitet.

hn

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