Urlaub mit dem Auto: Ein paar Tipps

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Damit Sie nicht in die Röhre schauen: Wir haben Tipps und Tricks zusammen gestellt, wie sie die Fahrt auf ausländischen Autobahnen möglichst stressfrei überstehen

Man braucht nur einen Autoreifen über die Grenze setzen und schon gelten andere Regeln. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, damit Sie den Durchblick auf ausländischen Straßen behalten.

Übrigens fahren die Deutschen am liebsten ans Meer, das hat eine Umfrage im Auftrag des Versicherungsunternehmens Europ Assistance ergeben: 35 Prozent bleiben zwischen der Ostsee und den Alpen. 16 Prozent zieht es in die Berge.

Alles Ziele, die man mit dem Auto gut erreichen kann. Doch oft wird man auf ausländischen Straßen mit ganz anderen Verkehrsregelungen konfrontiert - ganz zu schweigen von tückischen Tankstellen und betrügerischen Abzockern. In der Fotostrecke können Sie sich durch unsere Tipps, wie man die Fahrt im Ausland stressfrei übersteht, klicken.

Mit dem Auto in den Urlaub: Tipps und Tricks zum europäischen Ausland

Anders als in Deutschland muss man auf vielen Autobahnen Europas Gebühren zahlen - entweder, indem man sich eine Vignette kauft oder an einem Schalterhäuschen. Zur Kasse gebeten werden Urlauber in Österreich, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Slowenien, Tschechien, der Schweiz und der Slowakei für Schnellstraßen und Autobahnen. Je nach Streckenlänge auch in Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Kroatien, Norwegen, Serbien, Mazedonien und Polen. Achtung: „Mautflüchtlingen“ drohen oft saftige Bußgelder. © Jantz
Achtung an den Zapfsäulen in Frankreich: Dort gibt es - in einigen Regionen sogar schon flächendeckend - den Biokraftstoff E 10 (angeboten unter dem Namen SP95 E10). E 10 ist nicht für alle Fahrzeuge geeignet und kann zu Motorschäden führen. Frankreich-Urlauber mit Benzinmotor sollten also aufpassen und im Zweifelsfall lieber Super Plus tanken. © dpa
Wer mit seinem Autogasfahrzeug an einer Tankstelle im Ausland hält, könnte eine böse Überraschung erleben. Denn nicht überall kan n man den deutschen Adapter verwenden. Es gibt drei verschiedene Arten: ACME  (u. a. in Deutschland, Belgien, Luxemburg, Irland, Teilen Österreichs und der Schweiz), Dish Coupling (u. a. in Frankreich, Italien, Griechenland und Portugal) und Bajonett (u. a. in Großbritannien, Norwegen, Spanien und den Niederlanden). Teilweise haben Tankstellen, die Autogas anbieten, allerdings mehrere Adapter-Arten vorrätig. © dpa
Mit der Autobahnmaut allein ist es oft nicht getan. Es können zusätzlich Tunnel- und Brückengebühren anfallen. So muss man etwa Österreich auch für den Tauern-, Katschberg- und Arlbergtunnel zahlen. Auch in Italien, Spanien, Belgien, Frankreich, Kroatien, Norwegen, der Schweiz und den Niederlanden gibt es gebührenpflichtige Tunnel. In Deutschland kostet der Warnowtunnel in Rostock und der Herrentunnel in Lübeck etwas. Für einige Brücken wird man in Dänemark , Kroatien, Norwegen, Portugal, Schweden, Spanien, Frankreich, Polen und den Niederlanden zur Kasse gebeten. © dpa
In den meisten europäischen Staaten gilt innerorts ein Tempolimit von 50 km/h. Ausnahmen sind Großbritannien (48 km/h), Bosnien und Herzegowina, Russland, Serbien, Ukraine, Weißrussland (alle 60) und Mazedonien (40 oder 60). Die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen und Autobahnen variert dagegen. Meist ist sie auf Landstraßen auf 80 oder 90 beschränkt. In Norwegen darf man 90 km/h fahren, in Großbritannien 112 und in Schweden 70, soweit die Beschilderung nichts anderes vorschreibt. © dpa
Andere Sitten herrschen im Ausland auch bei der Lichtpflicht. In Deutschland nicht vorgeschrieben, muss man in folgenden Ländern auch am Tag die Beleuchtung an haben: Dänemark, Estland, Finnland, Island, Litauen, Lettland, Mazedonien, Montenegro, Norwegen, Polen, Portugal (Schnellstraße IP 5), Schweden, Slowenien und Tschechien. In Italien , Russland und Ungarn ist Abblendlicht nur auf Autobahnen und Landstraßen vorgeschrieben. © dpa
In Deutschland wird lediglich empfohlen, eine Warnweste im Auto dabei zu haben, in vielen europäischen Ländern dagegen ist das Tragen nach einem Unfall oder einer Panne Pflicht. Die Regelungen dazu können aber ganz unterschiedlich sein. So muss der Fahrer (in einigen Ländern alle Insassen) die Weste in Belgien, Bulgarien, Frankreich, Italien, Kroatien, Luxemburg, Österreich, Portugal, der Slowakei, Slowenien und Spanien nach einem Unfall oder einer Panne anlegen. © dpa
Was tun, wenn es im Urlaub wirklich mal kracht? Zunächst einmal sollte man die Polizei verständigen (Achtung, Blaulichtsteuer in Österreich!). Die Polizei kommt in vielen Ländern allerdings nur, wenn eine Person verletzt wurde. Vor allem in Osteuropa sind Unfälle jedoch meldepflichtig. Mitführen sollten man einen so genannten Europäischen Unfallbericht, den die Beteiligten zusammen ausfüllen können. © dpa
In Österreich gibt es eine „Blaulichtsteuer“ für unnötige Einsätze. Wer bei einem Verkehrsunfall die Polizei wegen eines kleinen Blechschadens ruft, muss eine Unfallmeldegebühr (36 Euro) bezahlen. Tipp: Einfach telefonisch bei der Polizei nachfragen, ob in dem betreffenden Fall eine Gebühr fällig wird. © Westermann
Falsche Polizisten in Bulgarien kassieren Touristen gerne wegen angeblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen ab. Solche Geldstrafen werden allerdings nie direkt an die Kontrolleure gezahlt. Wird man dennoch zur sofortigen Zahlung aufgefordert, sollte man sich die Kennnummer des Polizisten (befindet sich an der Uniform) und den Namen notieren und bei der nächsten Dienststelle melden. © dpa
Vorsicht an der bulgarischen Grenze: Dort kommt es immer wieder zu Betrugsfällen. Korrupte Grenzbeamte haben schon mehrfach von Touristen ein Gesundheitsattest verlangt, das nachweist, dass sie nicht an Schweinegrippe erkrankt sind. Kann ein solches nicht vorgelegt werden, wird ein angebliches Bußgeld fällig. Unter www.mfa.bg/berlin kann man ein zweisprachiges Dokument "Bescheinigung zur gesundheitszeugnisfreien Einreise nach Bulgarien" herunterladen. Es bestätigt, dass kein Attest erforderlich ist. © dpa
Zwar gilt die 0,5-Promillegrenze in vielen europäischen Staaten, aber bei weitem nicht in allen. Besonders aufpassen sollte man in Estland, Moldawien, Rumänien, Ukraine, Ungarn, Slowakei, Tschechien und Weißr ussland - dort gibt es die Null-Promille-Grenze. In Polen, Norwegen und Schweden ist 0,2 Promille vorgeschrieben, in Russland und Bosnien-Herzegowina 0,3 Promille und in Litauen  0,4 Promille. Eine Grenze von 0,8 Promille ist in Großbritannien, Irland, Liechtenstein und Malta vorgeschrieben. © dpa

Um die Urlaubskasse zu schonen, sollte man sich auf jeden Fall überflüssige Bußgelder sparen ...

Handy-Bußgeld in Europa

Handy am Ohr - Bußgeld 2009
Handy am Ohr - Bußgeld 2009 © 
Handy am Ohr - Bußgeld 2009
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Handy am Ohr - Bußgeld 2009
Handy am Ohr - Bußgeld 2009 © 
Handy am Ohr - Bußgeld 2009
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Handy am Ohr - Bußgeld 2009
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Handy am Ohr - Bußgeld 2009
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Handy am Ohr - Bußgeld 2009
Handy am Ohr - Bußgeld 2009 © 

dpa/mol

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