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Widerliche Aktion bei 1860-Sieg: Fiese Spuckattacke auf Torschütze Karger

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Von: Florian weiß

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Beim Sieg des TSV 1860 beim 1. FC Saarbrücken hat es gleich mehrere unschöne Szenen gegeben. Die widerlichste leistete sich sich aber ein Auswechselspieler der Gastgeber.

Völklingen - So etwas geht einfach gar nicht! Beim 3:2 (1:1)-Auswärtserfolg des TSV 1860 München beim 1. FC Saarbrücken im Hinspiel der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga hat sich ein Auswechselspieler der Hausherren einen bösen Aussetzer erlaubt. Der Schiedsrichter übersah die Aktion. Was war passiert?

Nur 67 Sekunden nach dem Anpfiff der zweiten Hälfte ging Sechzig durch Nico Karger mit 2:1 in Führung, der Angreifer drehte jubelnd in Richtung des feiernden 1860-Fanblock ab. Auf dem Weg umkurvte er auch Saarbrückens Auswechselspieler - darunter auch Abwehrspieler Pierre Fassnacht. Als Karger an ihm vorbei lief, spuckte der 22-Jährige in dessen Richtung (im Video bei etwa 1:36). Bei genauerem Hinsehen ist zu erkennen, dass Fassnacht vor und nach der Lama-Aktion Kaugummi kaut - den hat er also nicht ausgespuckt. Der Löwen-Torschütze bemerkte die Attacke jedoch nicht oder ignorierte sie gekonnt. Fassnacht jedenfalls kam ungeschoren davon.

Vor dem Spiel rauchte es im Löwen-Block, ...
Vor dem Spiel rauchte es im Löwen-Block, ... © MIS / Bernd Feil/M.i.S.

Es war aber nicht der einzige Aufreger am Rande der Partie. Wenige Minuten nach dem Platzverweis gegen Saarbrückens Kevin Behrens (25.) wurde Dr. Rainer Koch, der Präsident des Bayerischen Fußballverbandes, auf der Haupttribüne des Hermann-Neuberger-Stadions in Völklingen von einem FCS-Anhänger bepöbelt und von einem Becher am Kopf getroffen. Koch verschwand vorübergehend von seinem Platz, kehrte dann aber zurück. Die Polizei führte den Unruhestifter zur Halbzeit ab.

... in der 60. Minute brannte er dann vollends.
... in der 60. Minute brannte er dann vollends. © MIS / Bernd Feil/M.i.S.

In der 60. Minute sorgten einige Anhänger der Löwen für eine kurze Spielunterbrechung, da sie in ihrem Block bengalische Feuer abbrannten. Das wird den TSV 1860 einmal mehr wertvolles Geld kosten. Auch kurz vor dem Anpfiff rauchte es in der weiß-blauen Kurve. Schade, denn der Großteil der Fans verhielt sich vorbildlich, feuerte die Mannschaft lautstark an und ließ den Saarbrücker Anhang über weite Strecken blass erscheinen.

fw

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