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1860-Albtraum: Nur diese sechs Verträge gelten für die 3. Liga

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Von: Florian weiß

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10.12.2016, Fussball 2.Liga: Bochum - 1860 München
Von diesen Spielern hat nur Jan Mauersberger (Mitte) einen gültigen Löwen-Vertrag für die 3. Liga. © MIS

Der eventuelle Abstieg des TSV 1860 hätte eine Massenflucht an Spielern zur Folge - und die Löwen könnten nichts dagegen tun. Bei nur sechs Spielern gelten die Verträge auch in Liga drei.

München - Noch zwei Tage, dann rollt für den TSV 1860 der Ball im ersten der zwei Schicksalsspiele in der Relegation gegen den SSV Jahn Regensburg (bei uns im Live-Ticker). Das Rückspiel in der Allianz Arena findet am kommenden Dienstag statt. Ein Abstieg der Löwen wäre der absolute Super-GAU: Ginge es für die Profis runter in Liga drei, müsste die U21 aus der vierten in die fünfte Liga zwangsabsteigen - als Vizemeister. Zur Erinnerung: Die U19 und die U17 sind bereits abgestiegen.

Der rasche Wiederaufstieg in die 2. Liga wäre der große Wunsch der blauen Fan-Gemeinde - doch mit welcher Mannschaft? Die würde nach einem Abstieg komplett auseinanderfallen, denn nach Informationen der Bild haben im derzeitigen Kader der Löwen nur sechs (!) Akteure einen für die 3. Liga gültigen Vertrag. Namentlich sollen das Jan Mauersberger, Ersatztorwart Max Engl und die U21-Kicker Kilian Jakob, Nico Karger, Felix Weber und Marin Pongracic sein.

Das heißt: Alle anderen Verträge verlieren ihre Gültigkeit, alle anderen Spieler könnten gehen - und das ablösefrei. Stefan Aigner, Christian Gytkjaer, Amilton, Sascha Mölders, Florian Neuhaus - sie alle könnten die Grünwalder Straße verlassen, ohne Sechzig auch nur einen Cent an Transfererlösen zu bringen.

Erschwerend kommt hinzu, dass im Sommer sowieso zahlreiche Verträge und Leihen auslaufen, der TSV 1860 somit auf jeden Fall auf dem Transfermarkt aktiv werden muss. Geschäftsführer Ian Ayre, dessen Vertrag Gültigkeit in der 2. Liga hat, hätte somit schon mehr als genug zu tun, aber bei einem Abstieg würde das ganze zu einer wahren Mammutaufgabe mutieren.

Auch die Trainerfrage dürfte dann auf den Tisch kommen. Vitor Pereira hat bereits betont, dass er grundsätzlich nicht für die 2. Liga gekommen ist, sondern langfristig mit den Löwen in der Bundesliga spielen möchte. Der Abstieg wäre für ihn höchstwahrscheinlich das Ende seines erst fünfeinhalb Monate dauernden Löwen-Engagements.

Kurios: Der bis Sommer 2018 datierte Kontrakt von Kosta Runjaic, dem im November beurlaubten Vorgänger Pereiras, gilt auch für die 3. Liga. Er müsste also auch bei einem Abstieg weiterbezahlt werden.

fw

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