Es war ein (fast) "perfekter Tag"

1860 bangt: Wie schwer ist Valloris Knie-Verletzung?

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Den Schmerz einfach wegdrücken: Guillermo Vallori ging gegen Nürnberg an die Grenze.

Der Löwen-Held muss gut regenerieren, um in Karlsruhe dabei zu sein. München – Es schaute aus, als käme Guillermo Vallori geradewegs aus einer Schlacht.

Schwer gestützt auf 1860-Pressesprecher Thomas Blazek humpelte er zur wartenden Presseschar, das rechte Knie war bandagiert, über der Augenbraue wölbte sich eine dicke Beule. Valloris Kampfgeist ist bekannt, doch diesmal wuchs der 1,91 m große Spanier sogar noch ein Stückchen über sich hinaus. „Die zweite Halbzeit war ein Traum für mich“, sagte er.

Spätestens nach dem 0:1-Rückstand schien es für den Verteidiger kein Halten mehr zu geben. Vallori war überall zu finden, im defensiven Getümmel, in Luftkämpfen im Mittelfeld – und immer wieder auch im gegnerischen Strafraum. „Ich wollte unbedingt ein Tor machen“, erzählte er. Schon beim 2:1 gegen Bochum hatte Vallori die Vorlage für das Siegtor in letzter Sekunde geliefert. Diesmal traf der Hüne selbst ins Netz. Nach einer Freistoß-Flanke von Daniel Adlung stieg er am höchsten, rammte die Stirn gegen die Kugel – 1:1. „Für mich war das das schönste Heimspiel bei 1860. Die vielen Zuschauer, der Sieg, das Tor – ein perfekter Tag“, so Vallori.

Dabei galt der Spanier vor dieser Saison bereits als so gut wie ausgemustert. Sportdirektor Gerhard Poschner hatte ihm nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen. Doch Vallori entschloss sich, um seine Rückkehr ins Team zu kämpfen. Seit dem 12. Spieltag gehört er wieder zur Stammformation. Sein Credo: „Im Fußball musst du an dich glauben.“ Das macht Vallori auch im Hinblick auf die Partie in Karlsruhe. „Ich habe noch sieben Tage, um mich zu erholen“, sagte er zum Zustand seines lädierten Knies. Noch unklar ist auch seine sportliche Zukunft. Der Vertrag läuft aus. Über eine Verlängerung ist noch nicht gesprochen worden. Vallori erklärte: „Mein Traum ist, hier zu bleiben.“

Nun bangen die Löwen aber um ihren Abwehrmann. Im schlimmsten Falle hat sich der Spanier das Kreuzband gerissen. Sein Kollege Gary Kagelmacher wird in Karlsruhe gesperrt sein . Ein Ausfall Valloris täte Sehzig unheimlich weh ...

Armin Gibis

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