- Empörung über Duisburger Tor

1860 am Boden: "So geht es nicht"

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So kann es beim TSV 1860 nicht weitergehen.

München - Nach der Niederlage in Duisburg ist 1860 in höchster Not. Fünf sieglose Spiele haben die Möhlmann-Elf Richtung 3. Liga geführt. Der Trainer vermisst „Entschlossenheit“, der Schiri wird attackiert.

Nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie herrscht beim TSV 1860 München maßlose Enttäuschung, diesmal aber auch über die Leistung des Schiedsrichtergespanns. „Es sind jedes Mal Fehler und diesmal auch Fehlentscheidungen, die uns das Genick brechen“, schimpfte Trainer Benno Möhlmann nach dem 1:2 (0:0) der „Löwen“ in der 2. Fußball-Bundesliga bei Tabellenschlusslicht MSV Duisburg am Freitagabend.

Möhlmann bezog sich auf das 1:1 der Duisburger durch Thomas Bröker (73. Minute), als kaum zu erkennen war, ob der Ball tatsächlich die Linie überquert hatte. „Bei aller Liebe: Wie will er das gesehen haben? Von uns wird professionelles Verhalten verlangt, also sollte man es auch von den Schiedsrichtern erwarten können“, polterte Torwart Stefan Ortega, der den Ball selbst von der Linie gekratzt hatte. Zuvor hatte Michael Liendl (64.) die Sechziger in Führung gebracht. Das Siegtor für die Gastgeber schoss Victor Obinna (85.) in der Schlussphase.

Für die „Löwen“ wird es immer enger. Nach dem Sieg des SC Paderborn stehen sie nur noch auf dem direkten Abstiegsplatz 17, punktgleich mit Schlusslicht Duisburg. „Wir sind in einer Situation, die sehr, sehr eng ist“, betonte auch Möhlmann. Er machte seinem Team jedoch auch nach der 15. Saisonniederlage Mut: „Wir sind noch nicht raus.“

Sechzig verliert unglücklich beim MSV - nur zweimal die Note 3

Der 61 Jahre alte Routinier erwartet von seiner Mannschaft eine klare Reaktion. „Wir müssen uns jetzt auf die Brust klopfen und sehen, dass es so nicht geht“, sagte der Trainer. Besonders die Einstellung nach dem sehenswerten Führungstor des Österreichers Liendl machte Möhlmann zu schaffen: „Nach dem 1:0 haben wir nicht genug nachgelegt. Wir führen, bringen es dann aber nicht zu Ende. Das ist es, was uns letztlich die Punkte kostet.“

Für Schlussmann Ortega, der sich angesichts des umstrittenen Treffers zum 1:1 kaum beruhigen konnte („eine absolute Frechheit“), hatte 1860 lange Zeit „ganz ordentlich gespielt“. Doch auch er sah in der Schlussphase seine Vorderleute einbrechen: „Wir müssen uns ankreiden, dass wir aufgehört haben, Fußball zu spielen.“

dpa

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