1860-Coach trägt's mit Fassung

Fröhling: "Ich steh' am Montag auf dem Platz!"

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Fröhling auf dem Trainingsplatz: So soll’s ab Montag wieder aussehen.

München - Nur noch wenige Tage sind’s bis zum Trainingsstart am Montag um 15 Uhr – und das Bild, das der TSV 1860 derzeit abgibt, könnte abschreckender kaum sein.

Präsidium und Verwaltungsrat versuchen Investor Hasan Ismaik mit Engelszungen davon zu überzeugen, dass der Klub ohne Gerhard Poschner attraktiver (für einen Verkauf) sei als mit dem Sport-Geschäftsführer. Ismaik will sich allerdings nicht drängen lassen und bittet um Bedenkzeit, die der Klub nicht hat. Auch ein Rücktritt des Präsidiums steht weiterhin als vermeintliche DFL-Drohkulisse im Raum. Und zu allem Überfluss muss auch der Spielbetrieb weitergehen, womit wir bei Torsten Fröhling wären, dem Trainer der quasi im luftleeren Raum (und mit dem Namen Felix Magath im Nacken) eine Saisonvorbereitung angehen darf, von der er nicht weiß, ob er am Ende noch das Kommando hat. Grandiose Voraussetzungen für einen durchschlagenden blauen Erfolg…

Fröhling trägt’s mit Fassung. Klar sei die Lage nicht gerade zum Lachen, sagte er, als ihn die tz am Mittwoch am Handy in Hamburg erreichte. „Aber für mich ist klar, dass ich am Montag auf dem Trainingsplatz stehen werde. Die Vorbereitung ist durchgeplant. Und mein Vertrag bei den Profis läuft ja noch bis zum 30. Juni.“

Wird die Mitgliederversammlung abgesagt?

Ab 1. Juli träte wieder Fröhlings bis 2017 datiertes Arbeitspapier bei der U 21 in Kraft. Eine Verlängerung des Profivertrags wurde dem 48-Jährigen von Sportchef Poschner zwar in Aussicht gestellt, doch von den Gesellschaftervertretern (Präsident Mayrhofer & Investor Ismaik) noch nicht abgesegnet. Die Vereinspolitik lähmt den Sport, schädigt das Produkt, das die Fußball-KGaA des TSV 1860 ihren Sponsoren und Anhängern verkaufen will. „Ich hab schon viel erlebt bei 1860, aber so ein Chaos hat es noch nie gegeben“, sagte Meisterlöwe Hansi Rebele (72) neulich bei der Fan-Demonstration auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße.

Wie die Gaudi weitergehen wird, kann derzeit kein Mensch vorhersagen. Mittwoch war von einem unmittelbar bevorstehenden Poschner-Rauswurf ebenso zu hören wie von einem Rücktritt des Präsidiums noch in dieser Woche. Auch eine Verschiebung der für Sonntag angesetzten Mitgliederversammlung (zu der am Mittwoch die Medien-Einladungen rausgingen) stand im Raum. Nicht ganz abwegig. Was soll man den Mitgliedern schon antworten, wenn nichts geklärt ist?

Torsten Fröhling registriert die Wasserstandsmeldungen mit Lakonie: „Ich werde niemandem die Pistole auf die Brust setzen. Die Unruhe ist auch so schon groß genug.“ Was er glaubt, wie es weitergeht? „Naja, irgendwas muss ja passieren.“

lk

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