Ministerpräsident Sellering tritt von allen Ämtern zurück

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tz-Experten-Kolumne

1860-Delegierter Hell: Kirmaier hat kein Gegenkonzept

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Franz Hell, Fan und Delegierter bei 1860.

München - Der 1860-Delegierte und langjährige Löwen-Fan Franz Hell schreibt in seiner tz-Experten-Kolumne über die Versammlung am Montag und bezieht Stellung zur Klage von Helmut Kirmaier.

Ich war am Dienstag bei der Delegiertenversammlung in Taufkirchen und habe für Gerhard Mayrhofer gestimmt, weil ich das Votum der Vereinsmitglieder aus dem Juli 2013 respektiere. Natürlich ist die sportliche Lage bei den Profis besorgniserregend, auch wenn die Mannschaft meiner Ansicht nach genügend Substanz hat, um am Ende im gesicherten Mittelfeld zu landen – aber darum ging es bei dieser Entscheidung am Dienstag gar nicht. Es ging darum, wieder Rechtssicherheit in den e.V. zu bekommen – und damit auch die Lage in der KGaA zu stabilisieren. Dieser Weg, die Uhr zurückzudrehen, ist nun beschritten worden, das Votum war eindeutig.

Wenn Herr Kirmaier jetzt weiter klagen will, dann stellt sich mir die Frage nach dem Motiv mehr denn je. In der neuen Satzung ist ja vorgesehen, dass die Mitglieder ein Misstrauensvotum gegen das Präsidium anstrengen können, von daher müsste Kirmaier doch eigentlich zufrieden sein. Also was will er jetzt noch bezwecken? Wie soll eine Lösung im Sinne von 1860 aussehen?

Dieter Schneider kann nach dem Rücktritt seiner beiden Vizes Hauner und Maget nicht mehr Präsident sein, das sind haltlose Behauptungen des Herrn Veauthier. Einen Notvorstand Mayrhofer akzeptiert er auch nicht. Hätte auf die Schnelle jemand anders Präsident werden sollen? Und was, wenn dann das Oberlandesgericht im nächsten Jahr entscheidet, dass Mayrhofers Wahl im Juli 2013 doch gültig war? Dann hätten wir zwei Präsidenten – ein Szenario, das an Peinlichkeit wirklich nicht mehr zu überbieten wäre.

Delegiertenversammlung des TSV 1860 - Bilder

Delegiertenversammlung des TSV 1860 - Bilder

Nein, nach meinem Demokratieverständnis sollte Herr Kirmaier die Beschlüsse, wie sie jetzt gefasst wurden, akzeptieren, wenn er weiteren Schaden vom TSV 1860 abwenden will. Jedem ist der Abstieg 2004 noch in Erinnerung. Damals war ein Teil des Untergangs auch dem sogenannten Stadionskandal geschuldet. Auf eine Wiederholung mit anderen Mitteln kann ich verzichten.

Von Franz Hell, Fan und Delegierter bei 1860

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