1860-Geschäftsführer zum Fall Friderici

Rejek: "Wollen niemanden mundtot machen"

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Svend Friderici ­neben Gerhard Mayrhofer.

München - Der Fall Svend Friderici beschäftigt die Sechziger und ihr Umfeld. Der Edel-Fan wurde aus dem Business-Club verwiesen. Inzwischen hat Markus Rejek Stellung bezogen.

Zweifelhaftes Demokratieverständnis oder (wieder) nur ein großes Missverständnis? Die Geschichte um den Business-Club-Verweis für 1860-Langzeitfan Svend Friderici hielt die Löwen am Donnerstag schwer auf Trab. Markus Rejek, der kaufmännische Geschäftsführer der Sechziger, bestellte die Münchner Sport­presse extra in die Geschäftsstelle, um die vermeintliche Lappalie aufzuklären. Ergebnis: Es steht Aussage gegen Aussage. Während Präsident Gerhard Mayrhofer erklärte, er habe Svend vor dem Kaiserslautern-Spiel nicht mit dem Sicherheitspersonal gedroht, den VIP-Bereich zu verlassen, blieb Friderici bei seiner Darstellung, Mayrhofer habe ihn mit Verweis auf die Security aufgefordert, den Raum zu verlassen. Grund sei laut Friderici das tz-Interview vom Mittwoch gewesen, in dem der Dachauer Versicherungskaufmann über die Stimmung bei den Klubverantwortlichen rund um das KSC-Spiel (1:2) gesagt hatte: „Da hört man immer ,Des werd scho‘. Da herrscht eine Gelassenheit, die nicht angebracht ist.“

Für Rejek waren diese Aussagen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. „Wir wollen niemanden mundtot machen. Bei uns ist jeder im VIP-Bereich willkommen”, erklärte Rejek. „Aber Svend soll sich benehmen wie jeder andere Fan auch. Auf der einen Seite will er Privilegien genießen, auf der anderen Seite wird der Öffentlichkeit suggeriert, dass er Insider-Informationen hat, was nicht stimmt. Es kann nicht sein, dass uns Vereine fragen: Welche Funktion hat der eigentlich bei euch? Svend ist bei uns immer willkommen – aber er muss nicht unbedingt hinter Hasan Ismaik sitzen.“ Rejek versicherte, dass er Svend bei einem Anruf am Mittwochmorgen lediglich bedeutet hatte, nicht mehr im Zentralbereich des Business-Clubs aufzutauchen. Von einem Komplett-Verweis sei nie die Rede gewesen. Überdies besitze Svend ja eine Sponsorenkarte und sei zugangsberechtigt. Problem gelöst?

lk

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