Köllner steht nicht zur Diskussion

1860 im Formtief: „Nützt nichts, den Alarm anzuwerfen“ - Meisterlöwe Heiß baut auf Mölders

Für Fredi Heiß ein unanfechtbares Duo: Goalgetter Sascha Mölders und 1860-Coach Michael Köllner.
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Für Fredi Heiß ein unanfechtbares Duo: Goalgetter Sascha Mölders und 1860-Coach Michael Köllner.

Der TSV 1860 steckt in einem Tief. Aber da kommen die Löwen sicher wieder heraus, sagt Meisterlöwe Fredi Heiß. Er baut auf Köllner und Mölders.

München – Nein, der Trend ist nicht der Friend des TSV 1860. Mit nur vier Punkten aus den jüngsten fünf Spielen sind die Sechziger das formschwächste Team der Dritten Liga. Kein Klub wartet länger auf einen Sieg als die Löwen, die sich zum bislang letzten Mal am 24. August beim leidlich souveränen 3:0 gegen Viktoria Köln über einen Dreier freuen durften.

Am Samstag (14 Uhr) kommt die andere Viktoria ins Grünwalder Stadion. Der überraschend stark gestartete Aufsteiger aus Berlin-Lichterfelde musste zuletzt zwei Niederlagen gegen Freiburg II und den TSV Havelse einstecken – allzu groß dürfte das Selbstvertrauen der „Himmelblauen“ also ebenfalls nicht sein. Aufmunternde Worte in Richtung seiner Löwen gibt’s von Meister-Rechtsaußen Fredi Heiß (80): „Dass sie eine Serie starten können, haben sie letztes Jahr eindrucksvoll bewiesen. Das traue ich ihnen jederzeit wieder zu.“ Entscheidend sei es, in der gegenwärtigen Phase trotz aller Negativerlebnisse die Ruhe zu bewahren. „Es nützt nichts, jetzt den Alarm anzuwerfen“, sagt Heiß. „Wer auf die Tabelle schaut, der sieht, dass bei den Abständen noch lange nichts verloren ist. Die anderen kochen auch nur mit Wasser. Es gibt keine Mannschaft in der Liga, die der Konkurrenz spielerisch entscheidend voraus wäre. Viel wichtiger ist der lange Atem.“

Mölders nicht in Löwen-Startelf: Meisterlöwe Heiß hofft auf Knall-Effekt - „Wieder mehr Adrenalin“

Heiß’ Hoffnung auf Besserung ruht auch auf Kapitän Sascha Mölders, der beim mageren 1:1 gegen Verl nur als Joker zum Einsatz kam. „Jeder Mittelstürmer hat solche Phasen, in denen er nicht trifft, das war zu unserer Zeit nicht anders. Ich finde, dass Mölders in die Startelf muss, wenn er sich gut fühlt. Einmal auszusetzen ist oft gar nicht falsch, um wieder mehr Adrenalin reinzubringen.“ An Trainer Michael Köllner hat Heiß keine Zweifel: „Seine Arbeit ist hervorragend und er hat mit seiner grundsätzlich positiven Art den richtigen Ansatz, um das Ganze wieder ins Rollen zu bringen.“

Über mangelnde Rückendeckung kann sich Köllner nicht beschweren. Von Hasan Ismaik gab’s ein Vertrauensbekunden via Social Media, von Präsident Robert Reisinger in unserer Zeitung: „Unser Trainer ist extrem kritisch und geht die Themen konsequent an. Deshalb in aller Deutlichkeit: Michael Köllner steht nicht zur Diskussion. Wir werden unseren Plan nach einem Viertel der Saison nicht umschmeißen – dafür gibt es andere Klubs in dieser Liga.“ (lk)

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