Katastrophenstart der Löwen

1860-Kapitän Schindler: "Nicht in Schönheit sterben"

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Kapitän ­Christopher Schindler mit frustrierten Fans in Aalen.

München - Seit vier Jahren ist Christopher Schindler (24) jetzt Profi beim TSV 1860. Und in dieser Zeit hat der gebürtige Münchner bereits einiges erlebt.

Fünf Cheftrainer zum Beispiel: Reiner Maurer, Alexander Schmidt, Friedhelm Funkel, Ricardo Moniz und aktuell Markus von Ahlen, wobei bei Letzterem noch offen ist, ob er sich den Job tatsächlich antun wird. Was Schindler noch nicht erlebt hat bei den Löwen, sind Erfolg & Konstanz.

Auch die neue Saison bildet da keine Ausnahme. Neun Punkte nach neun Spielen, Niederlagen gegen Kaiserslautern, Leipzig, Sandhausen und Aalen – schlechter standen die Sechziger seit dem Abstieg 2004 noch nie da nach dem ersten Saisonviertel. Sportchef Gerhard Poschner spricht neuerdings von einer „Übergangssaison“.

Viel zu bereden: Schindler mit Trainer Markus von Ahlen.

Schindler wehrt sich gegen Schwarzmalerei: „Am Freitag in Aalen, das war kein Scheißspiel in meinen Augen“, sagt der Kapitän. Was den Fans zu Recht stinke, sei das Endergebnis und die geringe Zahl an herausgespielten Chancen. „Wir hatten für unseren Ballbesitz viel zu wenig Torchancen. Es nützt nichts, wenn wir uns in der Viererkette 50 Mal den Ball zupassen und nicht gefährlich werden. Wir dürfen nicht in Schönheit sterben.“ Wobei: Schönheit und 1860…

Die Konsequenz: viel Arbeit im Training. Zwei Einheiten am Montag, zwei am Mittwoch, kein freier Tag bis Samstag, dazu am Freitag ein Testspiel gegen Zweitliga-Tabellenführer FC Ingolstadt (Ort und Anstoßzeit werden noch bekanntgegeben). Die Länderspielpause bietet die Gelegenheit, sich neu auf- und einzustellen. Schindler erklärt: „Wir üben neue Angriffsmuster ein, müssen den Gegner auch mal mit langen Bällen überraschen. Es geht darum, die richtige Mischung zu finden.“ Einen Mix aus Zupacken und feinem Füßchen, wie er bislang lediglich beim 2:0 gegen Greuther Fürth zu erkennen war.

Bilder: Diese Ex-Sechziger steigerten ihren Wert

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Erzgebirge Aue, der nächste Löwen-Gegner am übernächsten Sonntag (13.30 Uhr), wird den Löwen taktisch dabei kaum entgegenkommen. Schindler erwartet die Sachsen ähnlich defensiv wie Aalen. „Wir müssen alles probieren, auch mal einen gezielten Fehlpass einstreuen, um den zweiten Ball zu erobern. Unser Kader ist so zusammengestellt, wie er ist – und das ist auch gut so. Wir sind als Mannschaft, die die Initiative ergreift, gefordert, was draus zu machen.“

Zurückhaltend ist der Kapitän, was die Cheftrainer-Entscheidung angeht. „Natürlich wird man oft gefragt, wie es denn aussieht“, sagt er. Von Reportern, Fans – auch von Stüberlwirtin Christl? Schindler muss schmunzeln: „Wir Spieler wissen es nicht und darum brauche ich jetzt auch nicht zu spekulieren. Sonst ist die Christl hinterher noch sauer auf mich.“

lk

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