Löwen freuen sich über Pokal-Sensation

"Wir haben gezeigt, dass wir keine Blinden sind"

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Ausgelassene Freude bei den Löwen nach dem Sieg über Hoffenheim.

München - Die Pokal-Sensation gegen 1899 Hoffenheim hat für strahlende Gesichter bei den Löwen gesorgt. Vor allem auf ihre läuferische und taktische Leistung sind die Sechzger stolz.

Update vom 26. Oktober: Können die Löwen nach dem starken Sieg über den Erstligisten Hoffenheim in der zweiten Runde des DFB-Pokals einen nachlegen? Am Dienstagabend muss der TSV 1860 München beim FSV Mainz 05 ran. Es wird eine harte Nuss für die Löwen. Wie Sie das Spiel Mainz 05 gegen 1860 München live im TV und Live-Stream sehen können, haben wir bereits zusammengefasst.

Endlich haben die Löwen ihren Fans mal wieder ein Strahlen ins Gesicht gezaubert. Freilich, der geglückte Klassenerhalt am Ende der vergangenen Saison machte auch viele Anhänger froh, doch der Last-Minute-Sieg gegen Holstein Kiel hatte vielmehr für Erleichterung gesorgt. Jetzt die Pokal-Sensation gegen den millionenschweren Erstligisten 1899 Hoffenheim - der Jubel nach Abpfiff der Partie war entsprechend ausgelassen.

„Man darf zufrieden sein, wenn man gegen einen Bundesligisten gewinnt. Wir haben gezeigt, dass wir keine Blinden sind. Wir wollten beweisen, was in der Mannschaft steckt. Am Ende waren wir effektiver", analysierte Torhüter Stefan Ortega die Partie auf der Webseite der Löwen trotzdem recht nüchtern. Es spricht für die Leistung der Sechzger, dass der Keeper nur einmal ernsthaft eingreifen musste, seine Vorderleute hielten die gefährliche Hoffenheim-Offensive um den Ex-Löwen Kevin Vollands stets weit vom eigenen Tor weg. "Es ist natürlich noch schöner als Torwart, wenn du zu Null spielst. Die Viererkette und die beiden Sechser haben das gut gemacht, ohne Ende geackert. Das Erfolgsgeheimnis ist der 'Spirit' in der Mannschaft", geriet der Keeper, der im Pokal für Stammkeeper Vitus Eicher ran darf, dann doch noch ins Schwärmen.

Eine 2+ und eine 4 - die Noten für die Pokal-Löwen gegen Hoffenheim

Kapitän Christopher Schindler fand, „dass wir uns endlich für den Aufwand belohnt haben. Trotz der beiden Niederlagen zu Saisonbeginn sind wir nicht von unserem Konzept abgerückt, sondern haben nochmals eine Schippe draufgelegt." Vor allem taktisch und läuferisch zeigten die Blauen Qualitäten, von denen man beinahe nicht mehr geglaubt hatte, dass sie existieren. "Es waren immer zwei, drei von uns in Ballnähe. Dann ist es auch egal, wenn auf der anderen Seite Spieler wie Kevin Volland oder Kevin Kuranyi stehen", sagte Schindler.

Marius Wolf, der früh im Spiel die erste Torchance für die Sechzger hatte und so den Seinen den Weg wies, gab hinterher zu, wie sehr die Energieleistung geschlaucht habe. "Ich bin ganz schön kaputt", sagte der 20-Jährige, „der Trainer hat gesagt, ich soll mich quälen, so lange es geht."

Gegen wen der TSV 1860 in der 2. Runde des DFB-Pokals anzutreten haben wird, wird am nächsten Freitag (14. August) ausgelost. Der frechen Unterstellung von Sky-Reporter Marc Hindelang, er würde sich doch jetzt sicherlich den FC Nöttingen (der Viertligist spielt am Sonntag gegen den FC Bayern) als Gegner wünschen, entgegnete Trainer Torsten Fröhling mit seiner typisch norddeutsch-coolen Art. "Über so etwas mache ich mir keine Gedanken. Dazu ist es viel zu schön und wichtig, den heutigen Sieg zu genießen."

Die Partie im Ticker nachlesen.

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