Form, Neuzugänge und Rest-Programm

Abstiegskampf: 1860 und die Konkurrenz im Check

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Bei den Löwen überzeugt derzeit vor allem Neuzugang Jannik Bandowki.

München - 1860 München kämpft weiter um den Klassenerhalt. Mit den Löwen hoffen derzeit drei andere Teams auf einen Platz über dem Strich. Der Abstiegs-Check.

Sie ist nach wie vor bedrohlich, die Situation beim TSV 1860 München. Der Gang in die Dritte Liga ist das große Horror-Szenario bei den Löwen - und es ist gefährlich nahe. Derzeit ist es ein Vierkampf im Kampf um den Klassenerhalt im Fußball-Unterhaus. Zwar steht die Mannschaft von Trainer Torsten Fröhling derzeit mit Rang 15 am rettenden Ufer, aber die Wellen des Abstiegs sind näher, als es den Sechzigern lieb sein kann. "Wir müssen alles daran setzen, dass wir den Vierkampf um den Klassenerhalt gewinnen", sagte der kaufmännische Geschäftsführer Markus Rejek. Wir beleuchten die Situation im Abstiegskampf in der Zweiten Liga.

Die Ausgangslage

Ausgehend von der aktuellen Tabellen-Konstellation, haben die Löwen die beste Chancen auf den Liga-Verbleib. Doch Vorsicht: Da unten ist alles verdammt eng beieinander. Die 22 Zähler des TSV sind gerade einer mehr als bei Erzgebirge Aue auf dem Relegationsplatz und dem Vorletzten FC St. Pauli. Und auch Schlusslicht VfR Aalen liegt gerade einmal zwei Punkte hinter dem TSV.

Die Winter-Transfers

Wenn es nicht läuft, müssen neue Leute her. Der normale Usus im Fußball-Geschäft. So schlugen auch die Löwen  auf dem Transfermarkt zu und verpflichteten Anthony Annan als Stabilisator im Mittelfeld, Rechtsaußen Krisztian Simon sowie Linksverteidiger Jannik Bandowski. Alle drei seien Leute, "die uns sofort weiterhelfen können", sagte 1860-Sportchef Gerhard Poschner.

Die Realität sieht anders aus. Denn als Verstärkung erwies sich bislang einzig die Dortmunder Leihgabe Bandowski. In vier von fünf Partien kam er zum Einsatz, mal defensiver, mal offensiver, bringt es dabei schon auf zwei Treffer und eine Vorlage. Bei Spitzenreiter Ingolstadt rettete er dem TSV mit dem Tor zum 1:1 sogar einen Punkt.

Simon dagegen zählt gerade einmal auf 70 Einsatz-Minuten im Trikot der Sechziger, stand zuletzt in Ingolstadt und Sandhausen nicht einmal im Kader. Auch für Annan war in Sandhausen kein Platz auf der Bank, beim Liga-Primus wurde er nicht eingewechselt.

Bobby Wood (vorne) wechselte im Winter von den Löwen zum FC Erzgebirge Aue.

Gleich acht neue Spieler holte der FC Erzgebirge Aue in der Winterpause. In Roman Golobart, Benedikt Krug, Sebastian Hertner und Vladimir Rankovic kamen gleich vier Neue für die Defensive. Darüber hinaus sind Clemens Fandrich, Selcuk Alibaz, Stefan Musoga und Bobby Wood neu hinzugestoßen. Ausgerechnet Ex-Löwe Wood, werden sie sich bei 1860 sagen, war es, der mit zwei Toren großen Anteil am 3:2-Sieg in Düsseldorf gehabt hatte. Eine Woche später zog sich der US-Amerikaner jedoch einen Meniskuseinriss zu und fehlt dem FC Erzgebirge damit.

Abgesehen von Krug hat Trainer Tomislav Stipic auch den übrigen Neuzugängen bereits sein Vertrauen geschenkt - dem einen mit Kurz-, dem anderen mit längeren Einsätzen. Gesetzt scheinen vor allem Rankovic, Fandrich (aktuell verletzt), Alibaz und Mugosa. Letztgenannter legte Wood bei besagtem Sieg in Düsseldorf einen Treffer auf und steuerte selbst einen bei, während Alibaz bei seinem Aue-Debüt beim 2:0 in Leipzig traf.

Julian Koch, Armando Cooper und Waldemar Sobota heißen die Winter-Einkäufe des FC St. Pauli. Auf Koch und Sobota greift Coach Ewald Lienen regelmäßig zurück, während Cooper nur dreimal als Joker zum Einsatz kam.

Auch der VfR Aalen hat im Winter-Transferfenster noch einmal zugeschlagen und nachgerüstet. Lucao, Robert Schick, Ex-Löwe Markus Steinhöfer, Gianluca Korte und Orhan Ademi. Die Braunschweiger Leihgabe ist auch bislang der einzige, der bislang zum Einsatz gekommen ist. Seine Bilanz in fünf Partien: ein Assist.

Die Spiele nach der Winterpause

1:2 gegen Heidenheim, 1:1 in Darmstadt - nach dieser mauen Bilanz war Schluss für Löwen-Trainer Markus von Ahlen. Torsten Fröhling übernahm bei 1860 und holte aus den Partien gegen St. Pauli, Ingolstadt und Sandhausen immerhin vier Punkte. Zu wenig für Sechzig - vor allem aufgrund der Tatsache, dass der TSV die Partie gegen Sandhausen verlor (2:3) und es damit verpasste, einen weiteren Konkurrenzen tiefer in den Abstiegssog zu ziehen. Auch spielerisch haben die Löwen noch viel Luft nach oben. Was allerdings zuversichtlich stimmte, war der Kampfgeist und die Einstellung.

Gut aus den Startlöchern gekommen ist Aue mit Dreier gegen Leipzig und in Düsseldorf. Es folgten allerdings Niederlagen gegen Darmstadt und Ingolstadt sowie ein Remis gegen St. Pauli.

Bei den Kiez-Kickern ist es genau andersherum. Nach nur zwei Siegen aus vier Partien feierte St. Pauli zuletzt einen 2:0-Erfolg bei Eintracht Braunschweig - und es war ein überzeugender mit einer guten Defensivleistung und einem leidenschaftlichen Auftritt. Der VfR dagegen ist mit der mageren Ausbeute von gerade einmal drei Pünktchen nach der Winterpause auf den letzten Rang abgerutscht.

Das Rest-Programm

Die Sechziger sind als Nächstes in Fürth gefordert. Gelingt der Fröhling-Truppe ein Sieg, würde sie den Rückstand auf die Kleeblätter auf drei Punkte verkürzen und sie mit in den Abstiegskampf ziehen. Ansonsten bekommt es 1860 noch mit den direkten Konkurrenten aus Aalen und Aue zu tun kann wichtige Punkte sammeln, um sich zu distanzieren. Allerdings warten etwa mit Braunschweig oder dem KSC auch noch Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte auf die Löwen, die dann die Chance auf Big Points haben, mit denen zuvor vielleicht niemand rechnet. Vorausgesetzt, die Form-Kurve zeigt nach oben.

Ewald Lienen gibt bei St. Pauli den Ton an.

Aalen und Aue treffen gleich am kommenden Spieltag aufeinander. Schon danach geht es für den VfR nach München. Zwei Partien, in der sich für Aalen wohl eine erste Tendenz erkennen lässt. Weitere Gegner sind allerdings auch Schwergewichte wie Braunschweig oder Heidenheim. Auch Aue muss noch zur Eintracht und erwartet noch Karlsruhe sowie Kaiserslautern. St. Pauli hat die Partien gegen die direkte Konkurrenz bereits hinter sich und bekommt es demnach nur noch mit Gegnern zu tun, die über den Hamburgern stehen.

Fazit

Aufgrund der aktuellen Ausgangslage haben die Löwen gute Chancen, am Ende der Saison über dem Strich zu bleiben. Wichtig dafür wären Siege gegen Aalen und Aue - und natürlich die Tatsache, dass es Coach Fröhling gelingt, sein Team weiterzuentwickeln und neben den kämpferischen auch noch die eine oder andere spielerische Note reinzubekommen - vor allem im Spiel nach vorne.

St. Pauli darf dabei aber sicher nicht unterschätzt werden. Wenn Trainer Lienen es schafft, die Defensive so stabil zu halte wie in Braunschweig, dürften die Kiez-Kicker der größte Konkurrenz werden für die Löwen im Kampf um Platz 15 oder mehr. Gegen Aalen spricht die derzeitige Form nach der Winter-Pause. In Aue wird wohl viel davon abhängen, die die Truppe mit dem derzeitigen Verletzungspech - aktuell fehlen in Bobby Wood, Nils Miatke, Clemens Fandrich und Arvydas Novikovas vier Stammkräfte - umgeht.

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