Löwen machen leicht Boden gut

1860 im Abstiegskampf: "Keiner sagt mehr Aua"

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Die Löwen lassen sich für ein gutes Spiel feiern, aber Rubin Okotie (re.) trauert seiner großen Chance nach.

München - Wie viel der Punkt in Düsseldorf für die Löwen wert ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Coach Fröhling sieht jedenfalls einen Trend zum Besseren, vor allem in Sachen Einstellung.

Sonntag Nachmittag saß Torsten Fröhling allein zu Hause vor dem Fernseher und verfolgte die Zweitligakonferenz. Rubin Okotie, dessen Mama zu Besuch aus Wien da war, zog einen Ausflug mit der Familie in den Englischen Garten vor, hielt sich aber per Smartphone auf dem Laufenden über die Zwischenergebnisse von St. Pauli und Aalen. Ebenso wie Dominik Stahl, bei dem die Schwiegermutter aus dem Schwäbischen angereist war. „Ich kann’s eh nur bedingt beeinflussen, wie’s ausgeht“, sagte er. Nur bedingt? Selbst das wären ja schon übersinnliche Kräfte…

Konkurrenz im Tabellenkeller siegt nicht

Aber wer weiß. Allzu übel waren die Ergebnisse am Sonntag jedenfalls nicht für den TSV 1860 und Dominik Stahl. Nachdem am Freitag schon Greuther Fürth 1:2 in Karlsruhe verloren hatte und nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Löwen aufweist, verlor am Sonntag der FC St. Pauli 1:2 in Heidenheim, und der VfR Aalen holte dank eines Treffers des Ex-Löwen Markus Steinhöfer auch nur einen Punkt beim 1:1 in Frankfurt. Aue spielt Montag Abend in Braunschweig.

Es bleibt weiterhin knapp. „Was der Punkt in Düsseldorf wert ist, zeigt sich ja ohnehin nicht heute, sondern erst nach dem 34. Spieltag“, sagte Torsten Fröhling, für den vor allem der gute Auftritt seiner Mannschaft bei der Fortuna wichtig war. „Schließlich haben wir ja nicht gegen Kleinkleckersdorf gespielt, sondern gegen Düsseldorf.“

Fröhling lobt Mentalität der Mannschaft

Dem Trainer gefiel, „dass wir ordentlich gespielt haben“, aber auch, „dass wir nach dem Ausgleich wieder zurückgefightet haben. All das müssen wir als positive Erkenntnis mitnehmen.“ Die kleine Schwächeperiode rund um das 1:1 verzieh er, denn: „Wenn wir neunzig Minuten wie gewünscht durchspielen könnten, dann wären wir ganz oben…“

So aber sei man „nicht achtsam gewesen beim Gegentor, zumal auch Gary Kagelmacher gerade draußen behandelt wurde und wir nur zu zehnt waren. So ein Treffer wirft dich erst mal fünf, zehn Minuten zurück, aber dann waren wir wieder da“.

"Da sagt keiner, ich kann nicht mehr, weil ich Aua habe"

Fröhling, der jetzt seit knapp zweieinhalb Monaten als Cheftrainer im Amt ist, sieht eindeutig „einen Trend“ zum Besseren: „Was vor allem richtig gut wird bei uns, ist unsere Kompaktheit“, freut sich der 48-Jährige, „und wir haben jetzt eine Mannschaft beisammen, die nicht aufgibt. Da sagt keiner, ich kann nicht mehr, weil ich Aua habe.“ Und zufrieden mit dem Punkt sei gegen Ende des Spiels auch keiner gewesen. Fröhling: „Die Spieler wollten mehr, das haben sie gezeigt.“

Chancen genug waren eigentlich vorhanden. Auch Rubin Okotie, der nach achtwöchiger Verletzungspause für eine knappe halbe Stunde eingewechselt wurde, hatte eine auf dem Kopf. Rensing verhinderte den 14. Saisontreffer des Löwentorjägers mit tollem Reflex. Okotie anerkennend: „Den hat er super gehalten. Aber für mich wäre es natürlich super gewesen, wenn ich sofort nach meiner Rückkehr wieder getroffen hätte. Aber auch sonst hatten wir noch genug Möglichkeiten, um das Spiel zu gewinnen.“

Auch Okotie wies wie Fröhling auf die Reaktion nach dem Düsseldorfer Ausgleich hin: „Da kannst du als Mannschaft schon auch zusammenbrechen. Wir aber haben uns nur kurz geschüttelt, und dann ging’s weiter.“ Am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Union Berlin muss allerdings unbedingt ein Dreier her. Womöglich endlich wieder mit Okotie-Toren. Beim 4:1-Sieg im Hinspiel traf er ja auch zweimal...

Noten: Richtig gut war keiner - richtig schlecht aber auch nicht

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tz

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