Letzte Ausfahrt Relegation …

Wood knipst die Löwen an den Rand des Abgrunds

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In dieser Szene scheiterte Bobby Wood noch am starken Ortega, später knipste der Ex-Löwe sein neuntes Saisontor.

Berlin - Der TSV 1860 München hat auch bei Union Berlin seine Pleitenserie fortgesetzt und bleibt weiter in akuter Abstiegsgefahr.

Die Voraussetzungen waren wohl einfach zu gut für den TSV 1860. Duisburg verloren, Paderborn mit 0:4 von Kaiserslautern abgewatscht. Der Sprung auf Platz 16 wäre drin gewesen mit einem Sieg bei Union Berlin. Doch wie das halt so ist bei Münchens ewigem Leiden: Wenn alle für die Löwen spielen, dann spielen sie garantiert gegen ihr eigenes Wohl. 

Das Spiel zum Nachlesen im Ticker

So auch in der Alten Försterei. 0:3 (0:1) hieß es am Ende gegen die keineswegs übermächtigen Köpenicker.  Der eingewechselte Rubin Okotie vergab in der 79. Minute die größte Chance zum 1:1, im Gegenzug traf Ex-Löwe Bobby Wood zur Entscheidung. Da Fortuna Düsseldorf mit Neu-Trainer Marco Kurz zeitglich 2:1 beim SC Freiburg gewann, trennen die Löwen jetzt schon neun Punkte vom rettenden 15. Platz. Aus dem Vierkampf gegen den Abstieg ist an diesem Wochenende ein Dreikampf um den Relegationsplatz geworden. Ob die Löwen am Ende der noch 13 ausstehenden Spiele die Einäugigen unter Blinden sind? 

„Wir haben die ersten zehn Minuten verpennt, das ist für mich unverständlich. Wir sind da weggerutscht, als ob wir uns gar nicht aufgewärmt hätten“, kommentierte Trainer Benno Möhlmann die Startphase, als sich Jan Mauersberger von Felix Kroos tunneln ließ, der zum 0:1 traf (6.). „Nach 15 Minuten waren wir dann drin im Spiel, haben unsere Chancen bekommen - bis zum 0:2. Wir machen das Ding nicht. Das ist Scheiße - schade wäre schon untertrieben.“ 

Fünf Mal Note 5: So schlecht war Sechzig

Kann man so stehen lassen. Denn wie die Löwen mit ihren beiden Großchancen umgingen, war einmal mehr fahrlässig. Stefan Mugosa hob den Ball nach einer verunglückten Kopfball-Rückgabe von Leistner überhastet links am Tor vorbei (52.), Okotie stand nach einem feinen Steckpass von Levent Aycicek in der 79. Minute frei vor Union-Keeper Busk und schaffte es nicht, die Kugel am Dänen vorbeizubekommen. Ex-Kollege Wood zeigte nach einem weiten Pass von Parensen, wie’s geht. Schindler abgeschüttelt, trocken flach vollendet - 0:2 (80.). Das dritte Berliner Tor fiel schließlich in die Kategorie peinlich. Liendl ließ Trimmel flanken, am langen Pfosten kam der indisponierte Wittek zu spät, Kreilich bedankte sich (88.). 

„Wir haben eigentlich gar nicht so schlecht gespielt“, meinte Liendl nach dem Schlusspfiff. „Aber wenn du vorne keine Tore schießt und dir die Cleverness fehlt, dann kannst du nicht gewinnen. Wir haben jetzt in den zwei Spielen zehn Hundertprozentige gehabt, aber kein Tor gemacht und keinen Punkt geholt. Jetzt müssen wir mit aller Gewalt den Relegationsplatz erreichen, damit wir die Chance bekommen, die Klasse zu halten.“ Zwei Heimspiele nacheinander bieten sich zum Punkten an: am kommenden Sonntag gegen Bochum, am Samstag drauf gegen Düsseldorf. Sechs Pflichtspiel-Niederlagen in Serie (inkl. Pokal) sollten eigentlich reichen. Oder? 

kl, mh

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