Reaktion auf Investor-Kritik

Nach Ismaik-Attacke auf Rejek und Basha: 1860 nimmt Stellung

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Peter Cassalette und Hasan Ismaik (M.) sind nicht zufrieden mit der Entwicklung in der KGaA.

München - Bei seinem Besuch am vergangenen Wochenende sorgte 1860-Investor Hasan Ismaik für einigen Wirbel mit seinen Aussagen zu den Geschäftsführern, zum Stadion und der sportlichen Lage. Nun hat der Löwen-Beirat Stellung dazu genommen.

Ein neues Stadion in Riem inklusive angeschlossenem Löwen-Gehege, die erfolglosen Geschäftsführer Markus Rejek und Noor Basha, die ihres Amtes enthoben werden sollen, Vorwürfe gegen Trainer Benno Möhlmann, unter dem die sportliche Entwicklung stagniere - Löwen-Investor Hasan Ismaik sorgte am vergangenen Wochenende bei seinem Besuch in München mit seinen Aussagen für einigen Wirbel.

Von Seiten des Vereins gab es, trotz Ankündigung, am Montag keine offizielle Reaktion zu den teilweise abenteuerlichen Ausführungen des Jordaniers. Seit Dienstagmittag steht aber nun eine Stellungnahme des Beirats auf der Homepage des TSV 1860 München online. Dem Beirat gehören folgende Personen an: Hasan Ismaik, Yahya Ismaik, Peter Cassalette und Karl-Christian Bay.

In der Stellungnahme findet sich zum einen das klare Bekenntnis zum Trainerteam um Benno Möhlmann. Die beiden Geschäftsführer Rejek und Basha bekamen hingegen einen Rüffel und wurden aufgefordert, sich "auf die derzeit drängenden Probleme des Klubs zu konzentrieren". Außerdem wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die das Konstrukt der KGaA analysieren und "Rückschlüsse aus dem ausbleibenden Erfolg der vergangenen Spielzeiten" ziehen soll.

Natürlich darf auch die obligatorische Medienschelte nicht fehlen. Die "kontinuierlich negative und inakkurate Medienberichterstattung" schade dem sportlichen Erfolg.

Die Stellungnahme des 1860-Beirats im Wortlaut

Der Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH hat sich am Sonntagabend getroffen und eine sehr positive Diskussion zu den drängenden Problemen, die 1860 betreffen, geführt.

Bei dem Treffen wurde die derzeitige Entwicklung auf und neben dem Platz angesprochen. Außerdem wurde die nächste Saison besprochen und vereinbart, einen Plan dafür auszuarbeiten. Mit sofortiger Wirkung werden die Mitglieder eine Arbeitsgruppe einsetzen, welche die derzeitige Situation der KGaA analysiert und Rückschlüsse aus dem ausbleibenden Erfolg der vergangenen Spielzeiten zieht. Ziel ist es, Maßnahmen zu ergreifen und notwendige Strukturen einzuführen, um die Entwicklung der KGaA zu optimieren. Die neue Struktur wird sich, sobald sie implementiert ist, auf die Bewertung von Ergebnissen fokussieren.

Der Beirat unterstrich seine Unterstützung für die Mannschaft und das Trainerteam sowie die Absicht, alles zu tun, um Erfolg auf dem Platz zu erreichen und den Verbleib in der Zweiten Liga zu sichern.

Der Beirat bedauert die kontinuierlich negative und inakkurate Medienbericht­erstattung über den Verein. Diese Berichterstattung führt leider ausschließlich dazu, den Interessen des Klubs zu schaden. Die Mitglieder gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sich die Medien hinter das Team stellen und ein positives Umfeld schaffen, damit sich dies förderlich auf die Leistung der Mannschaft auswirkt. Die Fans werden dazu ermutigt, die Webseite des Klubs für offizielle Neuigkeiten und Updates zu Rate zu ziehen.

Zum Abschluss hat der Beirat seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht, in welcher Notlage sich die KGaA sowohl auf als auch abseits des Feldes befindet. Außerdem wurden die Positionen der Geschäftsführung diskutiert und der Beirat hat diese aufgefordert, sich auf die derzeit drängenden Probleme des Klubs zu konzentrieren und sich nicht von der Medienbericht­erstattung ablenken zu lassen. Sobald die Rettung von 1860 geschafft worden ist, wird man die Saison analysieren und Entscheidungen für die Zukunft treffen.

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