Am Sonntag gibt‘s das zweite Heimspiel im Grünwalder

Biero fordert Biss-Qualitäten gegen Uerdingen und appelliert an die Fans wegen Aigner

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Er ist immer bissig: Daniel Bierofka.

Optimal lief die Vorbereitung der Löwen vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Uerdingen bislang nicht. Für Coach Daniel Bierofka aber zählen keine Ausreden.

München - Dank eines technischen Problems des Fliegers, musste das Team den halben Donnerstag am Flughafen verbringen. Aber Daniel Bierofka betont: „Das darf keine Ausrede sein!“

Das unglückliche, aber am Ende verdiente 2:2 in Osnabrück vom Mittwoch ist abgehakt. „Zufrieden bin ich nicht mit dem Ergebnis“, sagt der Trainer. „Wir hätten gewinnen müssen.“ Die Gründe für den späten Punktverlust sind klar: fehlende Cleverness in den Schlussminuten und die mangelnde Chancenverwertung. Die Löwen hätten nach der 2:0-Führung oder am Ende des Spiels mit dem 3:1 den Deckel drauf machen müssen. „Die Jungs müssen sich daran gewöhnen, dass es nicht mehr so viele Chancen gibt“, sagt ­Bierofka. „Die Mannschaft muss sich da reinbeißen!“

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Großkreutz, Aigner, Beister und Schorch kommen ins Grünwalder

Mit Uerdingen kommt am 4. Spieltag eine bemerkenswerte Mannschaft ins Grünwalder Stadion. Ein Weltmeister (Kevin Großkreutz), ein Spieler, der schon für Real Madrid gespielt hat (Christopher Schorch kickte zumindest für die zweite Mannschaft), und mit Stefan Aigner ein Vollblut-Löwe stehen im Kader des Aufsteigers. Bierofka appelliert an die Fans in Sachen Aigner: „Ich würde mir wünschen, dass es zu keinen negativen Reaktionen von den Rängen kommt.” Vorne haben die Krefelder mit Maximilian Beister einen weiteren Ex-Löwen. „Sie können jeden Spieler eins zu eins ersetzen“, warnt der Löwen-Trainer. „In der Startelf haben sie richtig Erfahrung.“ Mit 27 Jahren im Durchschnitt hat Uerdingen den ältesten Kader der Liga, mit einem Marktwert von 6,38 Millionen Euro (laut transfermarkt.de) den viertteuersten.

Von A wie Aigner bis Z wie Ziegenbein: Auf diese Ex-Löwen trifft der TSV 1860 in der 3. Liga

TSV 1860 München - FSV Frankfurt 1:1 Marvin Pourie
„Marvin, wir gehen!“ Dieser Satz wird auf ewig mit Marvin Pouries Engagement beim TSV 1860 München in Verbindung gebracht werden. Er ist nur einer von zahlreichen Spielern, mit denen es in der aktuellen Drittligasaison ein Wiedersehen geben wird ... © picture-alliance/ dpa / Frank Leonhardt
Karlsruher SC - FC Erzgebirge Aue Marvin Pourie
Mittlerweile spielt Pourie beim Karlsruher SC. Der Eklat um Pourie fand 2009 statt: Der damalige Interimstrainer Uwe Wolf stellte klar, dass der Stürmer nie mehr für die Löwen spielen werde, falls er nach einem Trainingszoff mit Torben Hoffmann der Aufforderung seines Vaters folgen und das Training verlassen würde. Das tat er - was gleichzeitig das Ende der Löwenkarriere des erst 18-Jährigen bedeutete - und das nach nur fünf Pflichtspielen für den TSV (0 Tore). Nach dem TSV spielte Pourie für Schalke und Koblenz, außerdem in verschiedenen Klubs in Dänemark, Belgien und Russland. © picture alliance / Uli Deck/dpa / Uli Deck
Karlsruher SC - FC Hansa Rostock
Auch Anton Fink (r.) spielt mittlerweile wieder beim KSC. Dorthin wechselte der 31-Jährige auch 2008 von den Löwen, bei denen er einige Jugendmannschaften durchlief. Für die Profis lief er nie auf, seine Stationen nach 1860 waren Haching, Karlsruhe, Aalen und Chemnitz. Der gebürtige Dachauer lief 61 Mal für die Zweite der Löwen auf. 2009 (für Haching) 2013 (für Chemnitz) wurd er jeweils Drittliga-Torschützenkönig. © picture alliance / dpa / Uli Deck
1. FC Union Berlin - TSV 1860 München
Maximilian Beister mit seinem damaligen Trainer Benno Möhlmann. Beister spielte nur von Feburar bis Juni 2016 für den TSV, damals war er von Mainz ausgeliehen. Er absolvierte nur acht Spiele (0 Tore) für Sechzig. © dpa / Annegret Hilse
KFC Uerdingen 05 - Waldhof Mannheim
Mittlerweile kickt der ehemalige U-Nationalspieler für KFC Uerdingen. © picture alliance / Roland Weihra / Roland Weihrauch
Fussball 2. Liga : Heidenheim - TSV 1860 Muenchen
Uerdingen? Ja, da war doch was. Stefan Aigner, eines der Gesichter der Abstiegsmannschaft von vor zwei Jahren, hat es auch zu den Krefeldern verschlagen. © Christina Pahnke / sampics / sampics
1860 München - Hansa Rostock
Eine Rückkehr des ehemaligen Mitspielers von Löwen-Legende Benny Lauth und dem aktuellen Coach Daniel Bierofka hatte sich zerschlagen. Dabei war Ur-Löwe Aigner schon einmal zurückgekehrt, bevor er sich auf das Abenteuer USA (Colorado Rapids) gewagt hatte. Seine stolze Bilanz bei Sechzig: 129 Pflichtspiele, 29 Tore. Links im Bild: Mathieu Beda. © picture alliance / dpa / Frank Leonhardt
Testspiel TSV 1860 München- Werder Bremen
Stefan Wannenwetschs Bilanz für den TSV ist auch nicht schlecht: 58 Pflichtspiele, 3 Tore. Damals galt er noch als großes Talent, doch der große Durchbruch blieb aus. © sampics / Stefan Matzke / sampics
Hansa Rostock - Hertha BSC
Nach einem Zwischenstopp in Ingolstadt (und der Zweitliga-Meisterschaft) spielt Wannenwetsch seit 2016 für Hansa Rostock. © picture alliance / Axel Heimken/ / Axel Heimken
TSV 1860 München - Borussia Dortmund
Kai Bülow hielt sehr lange für den TSV 1860 die Knochen hin: 187 Spiele und 15 Tore stehen für den Norddeutschen zu Buche. © dpa / Andreas Gebert
FC Hansa Rostock - Energie Cottbus 0:0
Der gebürtige Rostocker kam vom FC Hansa und spielt heute an der Seite von Wannenwetsch wieder für den FCH. Zwischenzeitlich kickte er für den KSC. © picture alliance / dpa / Bernd Wüstneck
Karlsruher SC - Eintracht Braunschweig 1:3
Matthias Fetsch (l.) spielte nur zweimal überhaupt für die erste Mannschaft der Löwen (0 Tore), doch ganze 46 Mal für die zweite Mannschaft. Seitdem er die Löwen in Richtung Braunschweig verließ ... © picture alliance / dpa / Uli Deck
SG Dynamo Dresden - FC Energie Cottbus
... ist er ganz schön herumgekommen. Augsburg, Offenbach, Cottbus, Dresden, Kiel - und seit 2017 spielt er beim Halleschen FC. © picture alliance / dpa / Thomas Eisenhuth
1. FC Magdeburg - Hallescher FC
Rechtsverteidiger Tobias Schilk (r.) kickt mittlerweile in Halle. Für die Zweite der Löwen spielte er fünf Mal, für die U19 ganze 42 Mal. Der gebürtige Münchner durchlief die Sechzig-Jugend, wechselte nach einer Leihe nach Heidenheim zum Mainz und 2016 nach Halle.  © picture alliance / Ronny Hartman / Ronny Hartmann
TSV 1860 München - Holstein Kiel
Ein Foto aus dem Relegations-Rückspiel der Löwen von 2015: Damals kickte Manuel Schäffler (r., gegen Vitus Eicher) noch für Holstein Kiel.  © dpa / Sven Hoppe
SV Wehen Wiesbaden - Erzgebirge Aue
Mittlerweile spielt er für Wehen-Wiesbaden. Davor waren seine Stationen Ingolstadt und eine Leihe nach Duisburg. © picture alliance / Frank Rumpenh / Frank Rumpenhorst
VfL Osnabrück - 1860 München
Der gebürtige Fürstenfeldbrucker Schäffler lief genau sechzig Mal für die Profis des TSV auf und traf dabei fünfmal ins Netz. © picture-alliance/ dpa / Friso Gentsch
FC Erzgebirge Aue - TSV 1860 München
Björn Ziegenbein im Trikot des TSV: Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2006. 30 Pflichtspieleinsätze und zwei Tore kann „Ziege“ für Sechzig aufweisen. © picture-alliance/ dpa/dpaweb / Thomas Eisenhuth
Hallescher FC - Eintracht Braunschweig
Der ehemalige U21-Nationalespieler Ziegenbein grätscht jetzt für den FC Energie Cottbus. Zwischenzeitlich spielte er für Wehen und Rostock, war aber 2012 mal für ein paar Monate vereinslos. © picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt
Regionalliga Bayern TSV 1860 München - Saison 2017 / 2018
Moritz Heinrich spielte 28 Mal für die zweite Mannschaft des TSV, nie für die Profis. 13 Jahre lang, von 2004 bis schnürte Heinrich (2.v.r.) für die Löwen die Fußballschuhe und wurde 2016 Torschützenkönig der A-Junioren Bundesliga Süd/Südwest. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
05.07.2017, Fussball Regionalliga Bayern, TSV 1860 München Testspiel
Seit Juli letzten Jahres spielt der 21-jährige Heinrich (r.) für Preußen Münster. © MIS / Bernd Feil/M.i.S.
1 FC Nürnberg - TSV 1860 München
Stephané Mvibudulu (l.) bejubelt einen Löwen-Treffer von Kollege Daniel Adlung. Der Deutsch-Kongolese (25) lief elfmal für die Profis des TSV auf (0 Tore) und ganze 66 Mal für die zweite Mannschaft. Rechts: Marius Wolf. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
SV Wehen Wiesbaden - FC Schalke 04
Seine Stationen nach den Löwen waren die Stuttgartert Kickers und Wehen-Wiesbaden - seit diesem Sommer spielt er für die SG Sonnenhof Großaspach. © picture alliance / Arne Dedert/d / Arne Dedert
Korbinian Burger ist Stammspieler bei der SG Sonnenhof Großaspach. Er stammt aus der Sechzig-Jugend, lief 17 Mal für die zweite Löwen-Elf auf, spielte aber nie für die Profis. Sein Weg führte ihn über den FC Bayern und Fürth nach Großaspach. © SG Sonnenhof Großaspach
Bayern München - Sonnenhof Großaspach
Julian Leist (l., gegen Bayerns Tolisso) ist sogar Großaspachs Kapitän. 57 Mal war der 30-Jährige für die Löwen-Reserve in Pflichtspielen aktiv (2 Tore), für die erste Mannschaft reichte es damals noch nicht. Nach seiner Zeit beim TSV 1860 spielte er für die Zweite der Bayern und die Stuttgarter Kickers. © picture alliance / Andreas Geber / Andreas Gebert
Testspiel TSV 1860 München - FK Ufa
Ulrich Taffertshofer spielte zwar nie für die erste Mannschaft der Löwen - dafür aber sieben Mal für die zweite und 48 Mal für die U19.  © Christina Pahnke / sampics / Christina Pahnke / sampics
08.08.2018, Fussball 3. Liga : Osnabrück - 1860 München
Mittlerweile kickt er für den VfL Osnabrück (hier im Duell mit Adriano Grimaldi). Zwischenzeitlich spielte Taffertshofer (26) für Burghausen und Unterhaching. © MIS / Cathrin Müller /M.i.S.
Trainingslager des TSV 1860 München
Ein Foto aus dem Trainingslager in Waidring in der Saison 2014/15. In der Mitte: Stephan Hain (rechts Markus Steinhöfer, links Christopher Schindler). Mit Hain gibt es bald ein Wiedersehen ... © sampics / Stefan Matzke / sampics
SpVgg Unterhaching - 1. FC Heidenheim
Hain (29) spielt mittlerweile in Unterhaching. Für die Löwen traf er in 29 Pflichtspielen genau ein Mal. Für die SpVgg ist er treffsicherer, wurde 2016 Regionalliga-Torschützenkönig mit 32 Treffern. © picture alliance / Tobias Hase/d / Tobias Hase
13.07.2018, Fussball 1.u 2.Bundesliga: Testspiel Unterhaching - Hoffenheim
Und noch ein Ex-Löwe im Trikot der Hachinger: Dominik Stahl (29). Ihn zog es 2016 in die Münchner Vorstadt. © MIS / Bernd Feil/M.i.S.
TSV 1860 München - Erzgebirge Aue
Stahl kickte ganze 131 Mal in Pflichtspielen für die Löwen, traf dabei zehnmal ins Netz. Hier klatscht er mit seinem damaligen Trainer Friedhelm Funkel ab. © dpa / Andreas Gebert
SpVgg Unterhaching - VfL Bochum 1:4
Nach Unterhaching ist es nicht weit - das dachte sich auch Markus Schwabl. Der Rechtsverteidiger (27) spielt nach einem Ausflug nach England (Fleetwood Town) wieder in der Münchner Vorstadt. Zwischenzeitlich war er auch in Aalen. © picture alliance / dpa / Andreas Gebert
Fussball 2.Bundesliga : TSV 1860 Muenchen - 1 FC Kaiserslautern
Für die erste Mannschaft der Löwen war er nur viermal in Pflichtspieolen aktiv. Schon vor seiner Zeit beim TSV hatte er in Haching gespielt. © sampics / Stefan Matzke / sampics
TSV 1860 München
Und, wenn wir schon dabei sind: Der wohl prominenteste Ex-Löwe der dritten Liga ist auch ein Hachinger: Manni Schwabl (r., mit Karsten Wettberg), Präsdient der Spielvereinigung und Vater von Markus Schwabl. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Manfred Schwabl und Horst Heldt
90 Spiele absolvierte Schwabl (l., mit Horst Heldt) für den TSV 1860, dreimal traf er dabei ins gegnerische Netz. Schwabls größter Erfolg als Spieler: zwei deutsche Meisterschaften mit dem FC Bayern - und ein legendärer Hallenmasters-Triumph mit dem TSV. © picture-alliance / dpa / Stefan_Kiefer
DFB-Pokal - Viertelfinale - FC Bayern München - TSV 1860
Einen haben wir noch! Pokal-Viertelfinale 2008: Benjamin Schwarz (l.) zeigt seine vielleicht beste Karriereleistung gegen Franck Ribéry vom FC Bayern. Schwarz sieht in der Verlängerung Gelb-Rot, Ribéry trifft in der 120. Minute zum Bayern-Sieg. © picture-alliance/ dpa / Matthias Schrader
TSV 1860 München - SC Freiburg
Schwarz war stets von Verletzungspech geplagt, bracht es aber auf insgesamt 30 Pflichtspiele für den TSV 1860. Heute spielt er bei Preußen Münster, zwischenzeitlich kickte er für Haching und war vereinslos. © picture-alliance/ dpa / Frank Leonhardt

Möglich macht das Star-Ensemble der Investor Mikhail Ponomarev. 2015 stieg der Russe beim Traditionsverein ein, seit 2016 ist er Präsident. Nach zwei Aufstiegen in Folge ist der Pokalsieger 1985 seit dieser Saison in der Dritten Liga – das soll aber nach Aussage des Investors nicht das Ende sein.

Zwei Siege für Uerdingen nach Fehlstart

„Ich bin Geschäftsmann. Also ist es mein großes Ziel, den Verein profitabel zu machen, dass er alleine auf gesunden Füßen stehen kann. Das kann er aber nicht in der vierten und auch nicht in der dritten Liga, sondern nur in der zweiten oder ersten Liga“, sagte Ponomarev zur Rheinischen Post. „Vielleicht schaffen wir es in drei Jahren, vielleicht in zwei Jahren, vielleicht in vier Jahren. Wichtig ist, dass ich eine positive Entwicklung sehe.“

Der Saisonstart lief gut. Der Auftakt ging zwar mit dem 1:3 gegen Haching in die Hose, danach folgten aber zwei Siege. Bierofka ist das ziemlich wurscht. „Momentan schaue ich nicht auf die Konkurrenz“, sagt der Löwen-Trainer. „Erst nach dem zehnten Spieltag.“ Adriano Grimaldi, der in Osnabrück mit Krämpfen rausmusste, dürfte am Sonntag wieder spielen. Lediglich Aaron Berzel, der gestern wieder ins Mannschaftstraining einstieg, und Nono Koussou stehen Bierofka nicht zur Verfügung.

Florian Fussek

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