Stürmer könnte wechseln

Bringt Wolf die derzeit heile 1860-Welt wieder ins Wanken?

+
Bleibt er ein Löwe? Die Zukunft von Marius Wolf beim TSV 1860 ist derzeit noch ungewiss.

München - Beim TSV 1860 läuft es derzeit. Allerdings könnte Marius Wolf eine neue Baustelle bei den Löwen eröffnen. Dabei geht es um die Zukunft von Marius Wolf.

Auch Reiner Calmund ist von den neuen Löwen angetan. Der ehemalige Manager von Bayer Leverkusen hat die jüngsten beiden Auftritte gegen Hoffenheim (2:0 im Pokal) und in Nürnberg (2:2) aufmerksam verfolgt und war schwer beeindruckt: „Die Partie gegen Hoffenheim war eine tolle Leistung und hat für Selbstvertrauen gesorgt.“ Was in Nürnberg deutlich zu erkennen gewesen sei. Calmund zur tz: „Sechzig war klar die dominierende Mannschaft. Spielerisch, läuferisch und athletisch hatten sie den Club klar im Sack. Das war überragend, und dass es 2:2 ausging, war mehr als Pech.“ Zwei starke Spiele, die Calmund zu folgender Überzeugung kommen lassen: „All das deutet darauf hin, dass man auf keinen Fall mehr Angst haben muss.“ In Sachen Abstiegsgefahr. Obwohl Sechzig nach drei Spielen erst einen Punkt auf dem Konto hat.

Die derzeit heile Löwen-Welt – was zumindest Torsten Fröhling und seine Truppe betrifft – könnte aber schon bald wieder ins Wanken geraten, wenn Stürmer Marius Wolf noch die Transfermöglichkeit bis zum 31. August wahrnehmen sollte. Noch spielt der 20-Jährige zu eher bescheidenen finanziellen Bedingungen, und sein aus Regionalligazeiten stammender Vertrag läuft nur noch bis 2016.

Wolf selbst wollte kürzlich im Gespräch mit der tz kein Bekenntnis abgeben, dass er auch noch am 1. September mit Sicherheit an der Grünwalder Straße aufschlägt. „Kein Kommentar“, war seine Antwort in dieser Angelegenheit.

Beim TSV 1860 arbeitet man zwar daran, den Vertrag des gebürtigen Coburgers zu verlängern, bisher aber ohne Erfolg. Für Meisterlöwe Fredi Heiß ein Unding, dass man sich erst jetzt mit dem Riesentalent, das etliche Bundesligisten auf dem Zettel haben, beschäftigt: „Jetzt wird’s schwierig“, glaubt er, „Wolf ist ein sensationell guter und pfeilschneller Spieler, mit dem man schon weitaus früher in die Verhandlungen hätte gehen müssen. Aber seine Fähigkeiten hat man bei uns mal wieder lange nicht erkannt.“

In Sachen Neuzugänge werden derzeit die Namen Timo Gebhart (1. FC Nürnberg) und Michael Liendl (Fortuna Düsseldorf) gehandelt. Wobei Ex-Löwe Gebhart seit Januar 2013 nur zwölf Spiele (ein Tor) für den Club bestritten hat, von Verletzungen geplagt war und zudem vom Nürnberger Amtsgericht Anfang dieses Jahres zu elf Monaten Haft auf Bewährung und 17 500 Euro Geldstrafe verurteilt worden ist, weil er eine junge Frau in einer Disco bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt hatte. Schwer anzunehmen, dass Fröhling, der froh ist, alle Störenfriede aus der vergangenen Saison eliminiert zu haben, einen Spieler mit diesem Hintergrund in sein funktionierendes Gebilde holt.

Im Fall Liendl könnte er anderer Meinung sein. Der Österreicher (ein Länderspiel) wäre sicherlich der gesuchte offensive Mann im Mittelfeld. Düsseldorfs Manager Rachid Azzouzi erklärte gestern: „Wir haben immer gesagt, dass noch etwas passieren kann. Wenn ein Spieler gehen will, dann ist es nun mal so.“ Liendl, dessen Vertrag noch bis 2016 läuft, würde etwas 400.000 Euro Ablöse kosten.

Bilder: Geburtstagsüberraschung beim Löwen-Training

Bilder: Geburtstagsüberraschung beim Löwen-Training

Auch interessant

Meistgelesen

Löwen wollen jetzt zusammenhalten - aber wie?
Löwen wollen jetzt zusammenhalten - aber wie?
Personal, Taktik, Tickets: Die wichtigsten Fragen zur Relegation
Personal, Taktik, Tickets: Die wichtigsten Fragen zur Relegation
Ex-Löwe Pentke im tz-Interview: „Bei uns ist immer Spektakel“
Ex-Löwe Pentke im tz-Interview: „Bei uns ist immer Spektakel“
Ticker: Irre Schlussphase ohne Ertrag - Löwen mit Remis
Ticker: Irre Schlussphase ohne Ertrag - Löwen mit Remis

Kommentare