Schauspieler Dieter Bellmann verstorben

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1860 und Paderborn im Fernduell am Freitagabend

Löwen mit Claasen statt Okotie gegen Fürth?

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Neuer Reiz durch einen Altlöwen: Ex-Stürmer Winkler (r.) schulte die 1860-Profis zum Thema „Life Kinetik“.

München – Die Löwen wollen gegen Fürth ihren Negativtrend stoppen – im Parallelspiel bekommt es Hauptrivale Paderborn mit Union Berlin zu tun. Ein Fernduell am Freitagabend.

Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit, das kleine Geschenk von Helmut Hack aus der Schublade zu holen. Zur Erinnerung: Das Hinspiel gegen seinen Ex-Klub Greuther Fürth (0:1) hatte Benno Möhlmann verpasst, weil er sich wenige Tage nach seinem Einstand als Löwen-Coach einer Gallen-Operation unterziehen musste. Tee- und Fürth-Guru Hack nahm das damals zum Anlass, seinem alten Freund eine spezielle Kreation überreichen zu lassen. „Gute Besserung“, hieß der Tee. Ob er gewirkt hat, ist nicht erwiesen. Geschadet hat er jedenfalls nicht. Möhlmann ist längst fit und gesund – dafür geht es seinen Löwen mal wieder ziemlich mies.

Ein Wundertee, der Abwehrkräfte stärkt, Angriffslust weckt und die Konzentration erhöht, wäre bei 1860 gerade sehr willkommen. Die Stimmung vor dem Wiedersehen mit Hacks Fürthern ist nämlich mal wieder ganz schön im Keller. Schleichend ging sie dahin, die Zuversicht im Abstiegskampf. Es fühlt sich an, als wäre die historische Neun-Punkte-Woche Dekaden her. Beim 1:2 in Leipzig stimmte noch einiges: Gegenwehr, Zusammenhalt, auch das Spiel nach vorne. Gegen Bielefeld, beim 1:1, stimmte nur noch das Ergebnis, das die schlappe Leistung nicht ansatzweise widerspiegelte. In Karlsruhe, beim 1:3 mit drei Gegentoren binnen sechs Minuten, war dann endgültig ein Rückfall in überwunden geglaubte Krisenzeiten zu beklagen. „Wir hatten nicht die Wachheit und die Griffigkeit, die man braucht, um in der 2. Liga Spiele zu gewinnen“, grantelte Möhlmann.

Neuer Reiz durch einen Altlöwen: Ex-Stürmer Winkler (r.) schulte die 1860-Profis zum Thema „Life Kinetik“.

Doch wo soll sie herkommen, die gute, dringend benötigte Besserung? Die vier Tage zwischen Karlsruhe und Fürth (18.30 Uhr, bei uns im Live-Ticker) taugen den Fans nur bedingt als Mutmacher. Montag liefen die Stammspieler aus und Möhlmann las der Mannschaft die Leviten („So geht es nicht!“). Dienstag gab es eine Einheit „Life Kinetik“ unter der Anleitung von Ex-Stürmer Bernhard Winkler. Mittwoch wurde in Erinnerungen geschwelgt, das neu aufgelegte Meistertrikot präsentiert. Am Donnerstag schließlich gab es ein Nachmittagstraining – aber ohne Chef Möhlmann, der bei einem Gerichtstermin in Bremen weilte. Immerhin: Irgendwo zwischen diesen Programmpunkten sei „Tacheles geredet worden“, meldete er. Keiner sei aufgestanden und hätte dem Kritik übenden Coach widersprochen.

Gefragt seien „elf Kerle“, die sich gegen den Negativtrend stemmen – eine personelle Radikalrotation ist heute aber kaum zu erwarten. In der Viererkette gibt es einen verletzungsbedingten Wechsel (Yegenoglu für Wittek), im Zentrum bekommt Kai Bülow wieder einen echten Sechser als Assistenten (Lacazette, zuletzt gesperrt) – nur vorne zeichnet sich eine kleine Überraschung ab: Rubin Okotie stürmte beim internen Kick am Mittwoch in der B-Elf, Daylon Claasen ersetzte ihn. Könnte bedeuten: Verzicht auf zwei echte Stürmer. Liendl würde dann wohl hängend angreifen. Hinter Mölders – zwischen den Flügelarbeitern Claasen/Aycicek.

„Wir müssen als Einheit auftreten. Keiner kann sich rausnehmen, sonst funktioniert es nicht“, predigte der Trainer, ehe er für 24 Stunden nach Bremen reiste: „Die eine Sache ist das Wissen, was fehlgelaufen ist, die andere, es auf dem Platz umzusetzen.“

Für besondere Spannung ist heute auch gesorgt, weil der große Rivale im Abstiegskampf parallel ran muss: Paderborn bekommt es mit Union Berlin zu tun. Wer sein Spiel nicht gewinnt, auf den kommen schwere Zeiten zu. Abwarten und Tee trinken? Damit ist es dann vorbei.

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