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Niemand hat auswärts mehr Fans als die Löwen

Fan-Boykott und blauer Sonderzug: 1860 darf sich auf „Heimspiel“ in Münster freuen

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1860 darf sich auf zahlreiche Fans in Münster freuen.

Der TSV 1860 München gastiert am Samstag bei Preußen Münster und darf sich auf eine Heimspiel-Atmosphäre tief im Westen freuen - aus mehreren Gründen.

München/Münster - Wenn der Löwe auswärts brüllt, reisen ihm die Massen hinterher. Was die Fans des TSV 1860 in dieser Saison in der 3. Liga bei den Auswärtsspielen abliefern, ist beispiellos. Mit einem Schnitt von 3264 mitreisenden Anhängern sind die Löwen auf Rang eins der inoffiziellen Auswärtsfahrer-Tabelle, die liga3-online.de führt - noch vor Kaiserslautern (1871), Osnabrück (1521) und Rostock (1384).

Auch beim Gastspiel bei Preußen Münster am Samstag wird der TSV 1860 wieder eine lautstarke Unterstützung erfahren. 1500 Tickets schickte der SCP nach München, doch man darf davon ausgehen, dass noch viel mehr Blaue im rund 14.000 Zuschauer fassenden und fast ausverkauften Preußenstadion dabei sein werden. Die Anhänger reisen teilweise mit einem Sonderzug in den Westen. Doch nicht nur diese Tatsache nährt die Hoffnung auf ein 1860-Heimspiel in der Ferne, denn Preußen Münster hat ein Stimmungsproblem. Seit der Ausgliederung der Fußballabteilung haben beide Münsteraner Ultra-Gruppierungen jegliche Untersützung eingestellt. msl24.de* hatte darüber kritisch berichtet.

Preußen Münster: Ausgliederung der Fußball-Abteilung als Knackpunkt

„Wir wollen und werden kein Teil dieses Fußballs sein!“, hatte die Gruppierung „Deviants“ nach der Entscheidung für die Ausgliederung auf ihrer Homepage geschrieben. „Ultra steht angesichts des inzwischen völlig ökonomisierten Fußballs am Scheideweg. Vor dem Hintergrund der diskutierten Veränderungen sind Fanszenen deutschlandweit gezwungen, ihre roten Linien zu definieren.“ Und weiter: „Eine gemeinsame Zukunft mit den Menschen, die die Ausgliederung bejahten, kann und wird es für uns nicht geben.“

Weiteren Ärger hatte es gegeben, als Preußen Münster zu Beginn der Saison sein Vereinslogo ändern wollte. Nach heftigen Protesten des Anhangs wurde dies allerdings revidiert, wie msl24.de berichtete.

Für die Anhänger des TSV 1860 bedeutet das nun, dass zumindest auf den Rängen wenig „Gegenwehr“ zu erwarten ist. Auf dem Rasen wird das ganz anders sein, denn der SCP agiert derzeit als Tabellenzweiter mit breiter Brust.

fw

*msl24.de ist Tel des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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