Nach Siegtreffer gegen Bochum

Darum geht's für Hain jetzt erst so richtig los

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Stephan Hain bei seinem Siegtreffer.

München - Er traf in der Nachspielzeit zum 2:1 der Löwen gegen Bochum. Und hatte erst einmal Angst - vor dem Abseits. Doch nun soll es für Stephan Hain erst so richtig losgehen.

Zwei, drei Sekunden lang nach seinem Tor hatte Stephan Hain nur Angst. Angst, dass sein Siegtreffer wegen Abseits nicht anerkannt werden würde. „Das war erst mal meine größte Sorge“, verriet der Löwenstürmer, der nach der Pause für den erst indisponierten und dann auch noch angeschlagenen Rodri ins Spiel gekommen war.

Ein Pfiff von Schiedsrichter Schmidt war auch zu hören. Aber nur als Signal, dass Schluss ist. Nach Hains Siegtreffer gab’s nicht mal mehr Anstoß für Bochum. Game over! Für Stephan Hain soll’s jetzt erst richtig losgehen.

Der Treffer am Samstag nämlich war sein erster in der Zweiten Liga für den TSV 1860. Im Sommer 2013 war er vom damaligen Sportchef Florian Hinterberger verpflichtet worden, aber immer wieder ließen den 26-Jährigen Verletzungen in München nicht richtig Tritt fassen.

 In der Vorrunde fiel er wegen seiner anhaltenden Probleme im linken Knie vollständig aus. Vorbei die Leidenszeit. Jetzt kann Hain wieder das tun, wofür er von den Löwen verpflichtet wurde: Tore schießen. Wie er das am Samstag gemacht hat, wusste Hain aber selbst nicht so genau: „Oberschenkel, ein bisschen Hüfte oder so. Keine Ahnung.“

Von der Ästhetik her sicher kein Tor des Monats, von der Wichtigkeit aber allemal. Deshalb wurde der Löwenstürmer am Sonntagabend auch ins Studio von Blickpunkt Sport eingeladen, wo Hain seinen ehemaligen Manager aus der Zeit beim FC Augsburg, Stefan Reuter, wiedertraf. Den FCA hatte Hain ja einst mit seinem Siegtor zum 2:1 gegen den FSV Frankfurt in die Bundesliga geschossen.

Der gebürtige Niederbayer hat das Fußballspielen dort gelernt, wo sich mit Klaus Fischer einst auch ein ehemaliger Löwenstürmer aufmachte, ein ganz Großer zu werden: beim SC Zwiesel im Bayerischen Wald. Hain: „Ich kenne Klaus gut. Hin und wieder helfe ich in seiner Fußballschule mit aus, wo mir Fischer schon als kleiner Bub ein paar Sachen beigebracht hat.“

Auch seine berühmten Fallrückzieher? „Ja“, sagt Hain. „Aber an Klaus komme ich da nicht ganz ran.“ Er ist halt mehr ein Mann für die Dinger mit „ein bisschen Hüfte oder so“.

cm

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