DFB-Sportgericht verurteilt Sechzig

Pyro-Ärger! Jetzt droht Löwen ein Zuschauerausschluss

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Pyro im Block: Die Fans von 1860 München zündelten in der vergangenen Saison mehrmals.

Frankfurt/Main - Sechzig spielt in den nächsten Monaten auf Bewährung, weil die Fans mehrmals für Ärger sorgen. Geschäftsführer Rejek kündigt Konsequenzen gegen die Übeltäter an.

Den Löwen droht wegen Verfehlungen einiger Anhänger ein Heimspiel vor verkleinerter Kulisse. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Giesinger wegen Pyrotechnik-Vorfällen in vier Spielen nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss zu einem Zuschauerteilausschluss auf Bewährung verurteilt. Die Bewährungszeit beträgt acht Monate. Das teilte der DFB am Montag mit.

Löwen verlieren letzten Test

Die Vollstreckung des Zuschauerteilausschlusses erfolgt dann, wenn es innerhalb der Bewährungszeit zu einem „schwerwiegenden Wiederholungsfall“ kommt. Dann dürften beim darauffolgenden Zweitliga-Heimspiel nur 12 000 Eintrittskarten für den Heimbereich verkauft werden. Zwei Fanblöcke müssten ganz geschlossen bleiben, es dürften dort auch keine Banner, Plakate oder Transparente aufgehängt werden.

1860 unterliegt Swansea im Grünwalder - die Bilder des Spiels

"Unsere Fans waren in der letzten Saison absolut erfolgsentscheidend, als es um den Klassenerhalt ging", lobt Löwen-Geschäftsführer Markus Rejek die Supporter, mahnt aber zugleich an: "Abgesehen von der starken Unterstützung unserer Fankurve mussten wir leider erleben, dass diese Plattform bei einigen Spielen für den Einsatz und das Werfen von Pyrotechnik missbraucht wurde." Für dieses Verhalten habe der Verein "keinerlei Verständnis. Gegen identifizierte Täter werden wir dementsprechend konsequent vorgehen."

Löwen müssen 40 000 Strafe zahlen

Neben der Bewährungsstrafe wurde Sechzig auch zur Zahlung von 40 000 Euro verdonnert, bis zu 30 000 Euro davon können die Löwen für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, müssen dies dann aber dem DFB bis zum Ende der Bewährungszeit nachweisen. Der Verein hat dem Urteil laut Verband zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig.

Holt Sechzig einen Ex-Nationalspieler?

Die Sechzig-Spiele beim SV Darmstadt 98 am 15. Februar und beim Karlsruher SC am 24. Mai mussten jeweils zweimal kurzzeitig unterbrochen werden, weil im Münchner Zuschauerblock vermehrt Pyrotechnik gezündet und zum Teil in den Innenraum geworfen wurde. Auch während der Begegnung beim FC Ingolstadt 04 am 2. März und während des Relegationsspiels bei Holstein Kiel am 29. Mai fielen Münchner Zuschauer durch das Abbrennen von Pyrotechnik auf.

"Ich muss nicht ausführen, wie groß der Schaden wäre, wenn die Bewährungsstrafe widerrufen wird. Deshalb kann es nur das Ziel von uns allen sein, Vernunft zu beweisen und dieses Szenario gemeinsam zu verhindern, indem wir uns auf die positiven Seiten des Fansupports konzentrieren", hofft Rejek auf die Vernunft der Fans. Er verspricht: "Wir werden unseren Teil durch eine weitere Verstärkung der Fanarbeit dazu beitragen."

dpa/mol

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