Willkommen im Abstiegskampf!

1860 nach Pleite gegen Braunschweig ganz unten

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Rubin Okotie und 1860 München sind nach der Heimpleite gegen Eintracht Braunschweig nun Tabellen-Letzter.

München - Der TSV 1860 München steckt weiter in der Krise. Das Team von Trainer Markus von Ahlen kann den Bock auch gegen Eintracht Braunschweig nicht umstoßen.

Und wieder nix! Dritte Niederlage in Folge für die Löwen am Sonntag beim 1:2 (1:1) gegen Eintracht Braunschweig – die Lage wird immer prekärer. Tabellenletzter nach elf Spieltagen, das hat mit Zufall oder der oft zitierten Momentaufnahme nichts mehr zu tun. Herzlich willkommen im Abstiegskampf!

Es haut einfach nichts mehr hin. Selbst gegen die bis dahin schwächste Auswärtsmannschaft (Braunschweig hatte erst einen Punkt in der Fremde geholt) langte es für den TSV 1860 in der Allianz Arena nicht mal zu einem Unentschieden.

Und auch nicht zu einem guten Spiel. Okay, der Wille war da, am Ende kam sogar noch richtig Stimmung und Hektik in die Bude, als man sich bei einigen Szenen in der Schlussphase von Schiedsrichter Kempter benachteiligt fühlte – aber was hilft' s?

Einige Fangruppierungen hatten aus Protest gegen die unterirdische Leistung beim 1:4 in Aue erst kurz nach dem Anpfiff die Nordkurve betreten, Transparente waren am Zaun angebracht worden, auf denen es u.a. hieß: : „Kein Kampf, keine Leidenschaft. So vergrault ihr noch die letzten Fans.“

Da passte es wie die Faust aufs Auge, dass es nach achtzehn Minuten 0:1 stand. Zuck hatte nach Doppelpass mit Hedenstad getroffen, wobei vor allem Classen im Defensivverhalten einiges zu wünschen übrig. Der Südafrikaner stand ebenso in der Startelf wie der in dieser Saison bis dahin noch gar nicht zum Zug gekommene Sebastian Hertner. Wojtkowiak, Wood und Steinhöfer hatten ebenso wie einmal mehr Leonardo erst gar nicht Verwendung für den 18er-Kader gefunden.

„Man hat in der Anfangsphase gemerkt, dass wir noch nicht so frei waren“, sagte Löwencoach Markus von Ahlen.

Hoffung kam nach dem Ausgleich durch Schindlers Kopball nach Adlung-Flanke auf (38.), aber nachdem Korte mit einem herrlichen Schlenzer Ortega überlistete, war die Sache frühzeitig besiegelt. Von Ahlen: „Dabei hatten wir zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, wieder gut im Spiel zu sein. Aber wir haben uns in dieser Situation nicht clever genug verhalten.“

Die Löwen sorgten zwar nochmal zwischen der 59. und 62. Minute für eine aufregende Phase, als sowohl Okotie wie auch Schindler knapp vorbeiköpften und Stark den Pfosten traf, aber insgesamt fehlte gegen biedere Braunschweiger der Druck über längere Phasen.

„Fortschritte waren dennoch zu erkennen“, glaubte von Ahlen, „und wir haben uns anders verhalten als in Aue. Nach dem 0:1 haben wir diesmal Moral, Charakter und Nervenstärke gezeigt.“

Aber eben wieder nichts Zählbares mitgenommen. Mit Schönreden ist der Sache sicherlich nicht gedient. Es scheint fast so, als ignoriere der Trainer die Gefahr, in der man sich befindet.

1860 gegen Braunschweig desolat: Sechs Mal Note 5

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tz

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