Erfolgsserie der Löwen gegen die Eisernen

Gegen Union sind 1860 drei Punkte sicher...

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Gegen ­Union klappt’s: Stahl traf 2013.

München - Eisern Union? Von wegen! Zumindest wenn es gegen den TSV 1860 geht, ist nur eins eisern: Die Erfolgsserie der Löwen gegen die Berliner.

In bisher elf Aufeinandertreffen seit 2009 feierten die Blauen acht Siege, es gab drei Unentschieden und noch keine einzige Niederlage. Torverhältnis: 21:7. Und: alle fünf Heimspiele in der Allianz Arena wurden gewonnen. Ein Gegner also, wie man ihn sich im Abstiegskampf nicht besser malen könnte.

Torsten Fröhling vernahm die Zahlen am Freitag mit einem zufriedenen Lächeln und sagte: „Die Statistik sieht ja sehr gut aus. Dann hoffen wir mal, dass sie weiter so hält.“ Verlassen allerdings will sich der Löwen-Coach nicht drauf: „Ich lebe im Hier und Jetzt und nicht in der Vergangenheit. Am Sonntag beginnt alles wieder bei null.“

Eine andere Statistik allerdings führt Fröhling selbst ins Feld, auch die dürfte den Löwen durchaus recht sein: „Union ist zu Hause stark, auswärts allerdings haben sie nach wie vor Probleme.“ Viertletzter sind die Berliner in der Auswärtstabelle.

Eins allerdings sollte man tunlichst unterlassen, warnte Fröhling: „Zu glauben, dass die Berliner nicht mehr alles geben. Das wäre gefährlich.“ Vor allem wenn man Union kennt. „Die spielen mit allen Mitteln“, sagt Fröhling. „Sehr hart. Ich erwarte, dass es am Sonntag richtig krachen wird. Und wir müssen es auch richtig krachen lassen!“

Hoffnung auf Okotie

Schließlich herrscht Abstiegskampf. Hinein bis ins Privatleben. „Den Gedanken daran kann man nicht immer ausblenden“, gibt Dominik Stahl zu. „Da müsste ich lügen. Andererseits finde ich es schon gut, wenn man sich mit der Situation auch dann noch auseinandersetzt, wenn man das Trainingsgelände verlassen hat. Eine gewisse Anspannung ist ja auch nicht schlecht in solch einer Lage.“ Wobei er davon langsam schon genug hat. Stahl: „Ich würde gerne so schnell wie möglich ein gewisses Polster auf die anderen Klubs da unten haben.“

Vielleicht hilft ja wieder Rubin Okotie, der zweifache Torschütze vom Hinspiel, als die Löwen in Berlin 4:1 gewonnen haben. Fröhling wollte noch nicht so richtig mit der Sprache raus, ob er seinen besten Torjäger (13 Saisontreffer) am Sonntag von Beginn an ranlässt, nachdem Okotie vor einer Woche beim 1:1 in Düsseldorf nach achtwöchiger Verletzungspause erstmals wieder als Einwechselspieler zum Zug kam.

Der Löwen-Coach: „Rubin hat in dieser Woche alles mitgemacht, und wir haben vor allem an zwei Tagen sehr intensiv trainiert. Da hat man allerdings auch gemerkt, dass es für ihn sehr anstrengend war. So wie wir spielen wollen am Sonntag, weiß ich nicht, ob Okotie das neunzig Minuten durchhält.“ Muss er ja auch nicht. Die Möglichkeit des Auswechselns ist schließlich auch gegeben, und mit Stephan Hain hat man spätestens seit dem Sieg über den VfL Bochum einen Angreifer parat, der auch als Joker durchaus seine Qualitäten hat.

tz

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