Razzia in Augsburg: Terrorverdacht gegen drei Männer

Razzia in Augsburg: Terrorverdacht gegen drei Männer

Fröhling sieht spielerische Fortschritte

Ex-Löwen-Keeper Hofmann glaubt an die Rettung

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Michael Hofmann glaubt an den Klassenerhalt der Löwen.

München - Nur noch sieben Spieltage bis zum Saisonende - der Endspurt droht für 1860 München zum wahren Abstiegskrimi zu werden. Ex-Löwe Michael Hofmann gibt sich optimistisch.

Als Trainer des Landesligisten Kirchheimer SC erlebt Michael Hofmann (42) den Abstiegskampf derzeit hautnah mit. „Wir sind am Wochenende auf den ersten Relegationsplatz gerutscht“, erzählt der ehemalige Löwen-Torwart im tz-Gespräch. „Jetzt haben wir noch sieben Spiele, um wieder über den Strich zu kommen. Das werden harte Prüfungen, die wir bestehen müssen.“

Fröhling: "Sonst können wir uns einbuddeln!"

Sieben Prüfungstermine hat auch 1860 noch, um den GAU des Abstiegs zu verhindern. Noch stehen die Löwen über dem Strich, doch damit könnte es bereits am Freitag vorbei sein. Sollte der wiedererstarkte FC St. Pauli beim KSC gewinnen, würden die Sechziger tags darauf in Braunschweig als Tabellen-Sechzehnter ins Spiel gehen. So oder so – die Lage hat sich sechseinhalb Wochen vor dem Saisonfinale am 24. Mai in Karlsruhe deutlich verschärft. „Jetzt musst du schon gewinnen, das ist wie 2004“, erinnert sich Hofmann an den erfolglosen Abstiegskampf vor elf Jahren, den er als Ersatztorwart hinter André Lenz miterleben musste. So weit soll es dieses Mal nicht kommen.

Hofmann glaubt an die Rettung. „Ich gehe davon aus, dass zehn, elf Punkte reichen, um Platz 15 zu halten“, rechnet er vor. „Die Restprogramme der fünf Mannschaften da unten nehmen sich nicht viel. Direkte Duelle gibt es nicht mehr. Du musst jetzt einfach schauen, dass du in Braunschweig, gegen Bochum, in Düsseldorf und gegen Union richtig zugreifst, damit du ganz am Ende gegen Nürnberg und beim KSC nicht mehr zittern musst. Das wird hart, keine Frage, aber ich traue es der Mannschaft zu. Sie hat genügend Qualität, um die Liga ohne Relegation zu halten.“

Qualität, die sich beim 0:1 gegen Aue fatalerweise nicht in Toren und Punkten ausdrückte. Nun klammern sie sich an der Grünwalder Straße an die fußballerischen Fortschritte. „Im Vergleich zu den Spielen gegen St. Pauli und in Ingolstadt haben wir gegen Aue eine Klasse besser gespielt“, stellte Trainer Torsten Fröhling am Mittwoch mit Nachdruck fest. „Wir müssen den Mut haben, Fußball zu spielen. Wenn wir sagen, es ist alles scheiße, können wir uns gleich einbuddeln.“

Stahl: "Es bringt nichts, sich zu verpissen"

Hofmann glaubt an seine ehemaligen Kollegen. Dass sich die meisten der noch anstehenden Gegner im gesicherten Tabellen-Mittelfeld bewegen, sieht er allerdings – anders als beispielsweise Edelfan Franz Hell – nicht unbedingt als Vorteil. „Bochum spielt unter Trainer Verbeek wieder befreit auf, auch Düsseldorf wird sich vor eigenem Publikum keine Blöße geben wollen. Und Union Berlin, das bisher eine Art Lieblingsgegner von Sechzig war, wird das 1:4 aus dem Hinspiel nicht vergessen haben, als sie das Ding fast noch gedreht haben. Außerdem geht es im Saisonendspurt nicht nur um Prämien, sondern auch um Anschlussverträge.“

Bleibt die Statistik als Abstiegs-Argument. Konfrontiert mit der Tatsache, dass seit Einführung der Drei-Punkte-Regel bisher immer das schlechteste Heimteam direkt abgestiegen sei, konterte Dominik Stahl gestern: „Sollen wir uns das jetzt in die Kabine hängen? Wir kennen unsere Heimbilanz, aber auswärts gibt’s genauso drei Punkte.“ Natürlich belaste ihn die Situation, daraus macht Stahl keinen Hehl. „Aber sollen wir deshalb Panik schieben und sagen, die Welt geht unter? Es bringt nichts, sich zu verpissen. Du musst dich der Situation stellen und den Kampf annehmen. Ziel muss es sein, dass jeder beim Blick in den Spiegel nach der Saison sagen kann, ich habe alles gegeben.“

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lk

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