Vertrag von Relegationsheld aufgelöst

Keine 1860-Rückkehr: Fröhling übernimmt Drittligisten 

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Torsten Fröhling hielt mit den Löwen am Ende der vergangenen Saison die Klasse in der Relegation.

München - Kein 1860-Anhänger wird je vergessen, was Torsten Fröhling für die Löwen geleistet hat: den Last-Minute-Klassenerhalt in der Relegation gegen Holstein Kiel. Eine Rückkehr nach München wird es für den beurlaubten Trainer aber vorerst nicht geben.

Torsten Fröhling wird neuer Trainer beim Drittligisten SV Wehen-Wiesbaden. Der Verein bestätigte am Montag entsprechende Medienberichten. Damit gibt es kommenden Sommer auch keine Rückkehr Fröhlings zum TSV 1860 München.

"Torsten Fröhling ist mit der Bitte auf uns zugekommen, den Vertrag vorzeitig aufzulösen", sagte 1860-Sportchef Oliver Kreuzer. "Diesem Wunsch haben wir entsprochen. Wir sind Torsten für seinen Einsatz und seine Verdienste um den Klassenerhalt in der letzten Saison sehr dankbar und wünschen ihm für seine neue Herausforderung in Wiesbaden viel Erfolg und alles Gute.“

Fröhling erst der Held, dann beurlaubt

Am Ende der ergangenen Saison rettete der 49-Jährige die Sechzger vor dem Absturz in die Drittklassigkeit. In den beiden Relegationsspielen gegen Holstein Kiel schaffte Fröhling mit den Löwen den Last-Minute-Klassenerhalt und sicherte sich so einen festen Platz in der Vereinshistorie der Blauen.

Nach schwachem Start in die aktuelle Spielzeit wurde Fröhling vergangenen Oktober vom Verein freigestellt und durch Benno Möhlmann ersetzt. Ursprünglich wollten die 1860-Verantwortlichen den verdienten Trainer kommenden Sommer wieder zurück nach München holen und ihn wieder in die Nachwuchsarbeit des Klubs einbinden. Daraus wird jetzt aber nichts.

Fröhling soll seine Retterqualitäten zum Einsatz bringen

Fröhling steigt beim SV Wehen Wiesbaden ein. Die Hessen hatten sich in der vergangenen Woche von Chefcoach Sven Demandt getrennt. Mit nur 31 Zählern sind die Wehener auf den vorletzten Platz der Dritten Liga abgerutscht. Fröhlings Retterqualitäten sind also gefragt. Acht Spiele bleiben ihm noch, um den Klassenerhalt mit dem SVWW zu schaffen.

Für die Löwen hat Fröhlings neues Engagement einen Vorteil: von der Gehaltsliste, auf der Fröhling nach seiner Beurlaubung noch bis zum 30. Juni 2017 stand, können sie den Trainer nun streichen.

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