Hofmann: Mayrhofer zu dünnhäutig

Wettberg: Harsche Kritik an Poschner

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Ex-Löwen-Trainer Karsten wettberg.

München - Quo vadis, Löwen? Wohin geht die Reise? Zunächst mal nach Kiel in die Relegation. Und dann? Ex-Trainer Karsten Wettberg gibt die Schuld für die Katastrophen-Saison hauptsächlich Sportdirektor Gerhard Poschner.

Als wäre die Löwen-Saison nicht schon desaströs genug verlaufen, geht das Dilemma nun also auch noch in die Verlängerung: Relegation gegen Holstein Kiel! Selbstredend, dass die Blauen derzeit in aller Munde sind, auch bei vielen ehemaligen Angestellten des Klubs. Denn: Einmal Löwe, immer Löwe. Doch Ex-Trainer Karsten Wettberg lässt an seinen Erben an der Grünwalder Straße überhaupt kein gutes Haar. Als Gast der Sendung "Blickpunkt Sport" im Bayerischen Rundfunk am Sonntagabend lederte Wettberg kräftig los - vor allem gegen eine Person: "Gerhard Poschner trägt eindeutig die Hauptschuld. Er war Profi, er hat aber sicher die Zweite Liga nicht gekannt", kritisierte Wettberg. Poschner habe sich beratungsresistent gegenüber Leuten gezeigt, die "mit dem Herzen beim Verein sind", lautete Wettbergs niederschmetterndes Fazit über die Arbeit des Sportdirektors.

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Die Transfertätigkeiten zu Saisonbeginn mit zehn Neuzugängen fand Wettberg rückblickend fatal. "Die Mannschaft ist völlig verkehrt zusammengestellt. Wo ist die Hierarchie, die man zum Erfolg dringend gebraucht hätte? Man hätte den Kader einigermaßen zusammenhalten sollen und mit vier Topleuten verstärken müssen – für das selbe oder weniger Geld. Es wurde ja gutes Geld vom Investor ausgegeben. Wir sind nicht das Schlusslicht, was das Wirtschaftliche betrifft. Wir waren im oberen Drittel.”

Immerhin: Trainer Torsten Fröhling nahm Wettberg von seiner Kritik aus: "Er hatte keinerlei Schuld an der Zusammenstellung der Mannschaft. Er hat erkannt, dass man kaum offensiv Fußball spielen kann, sondern nur Konterfußball."

"Wenn du so auftrittst, kriegst du in Kiel auf die Fresse"

Trotz der Rundum-Schelte forderte Wettberg aber nun noch einmal, alle Kräfte für die Relegationsspiele zu bündeln und mit positiver Energie in die beiden Spiele zu gehen. "Es wäre fatal, wenn man jetzt nicht Optimismus zeigt."

Ex-Keeper Michi Hofmann sagte mit Blick auf die Zukunft: "Es muss Konsequenzen geben. Wenn man den Kader nicht verändert, wird man die Spieler in der Kurzfristigkeit nicht so umpolen können, dass es Sechzig in der neuen Saison besser geht." Dem ehemaligen Torhüter ist zudem Präsident Gerhard Mayrhofer zu dünnhäutig im Umgang mit Kritik.

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