Verhandlungen bei 1860 laufen weiter

Magath bot sich selber den Löwen an

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Felix Magath lebt schon lange in Grünwald.

München - Kommt Felix Magath zum TSV 1860? Verkauft Investor Ismaik seine Anteile an den Löwen? Nach wie vor sind viele Fragen offen. Klar ist: Magath ist interessiert an einem Einstieg beim Traditionsklub.

"Wenn ich etwas suche, dann einen wirklich gut und solide geführten Verein.“

Felix Magath in einem Interview mit spox.com am 22. Dezember 2014

Ein Zitat, bei dem es doch einige Mühe macht, den TSV 1860 München als Bezugspunkt einzubauen. Wie geht’s also weiter beim TSV? Verkauft Hasan Ismaik seine Anteile, kommt Felix Magath als neuer Trainermanager oder macht’s am Ende doch Stefan Raab? Fragen über Fragen, auf die es auch am Donnerstag keine befriedigenden Antworten gab. Immerhin hatte die Münchner Ausgabe der Bild-Zeitung mit ihrem Magath-Titel genügend Staub aufgewirbelt, um Ismaiks Statthalter Noor Basha zu einem Dementi zu veranlassen. Der Cousin des Investors sagte dem kicker: „Alles, was da gemeldet wird, ist falsch. Es gibt kein Angebot, es gibt keine Einigung.“

Ex-Löwe: "Es macht vielleicht Sinn, so einen Mann zu installieren"

Zumindest mit letzterem Halbsatz liegt Basha nach tz-Informationen richtig. Wie aus informierten Kreisen verlautete, seien die Gespräche mit Ismaik und einem anonymen Investoren-Konsortium zwar weit fortgeschritten, doch der Ball sei noch nicht über der Linie. Jede weitere Kommunikation wird als kontraproduktiv erachtet. Schließlich gehe es um das Wohl und Wehe des Klubs. Felix Magath war auch am Donnerstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Nach tz-Informationen ist er allerdings sehr interessiert an einem Einstieg, der 61-Jährige soll vor einigen Wochen sogar einen Bekannten damit beauftragt haben, sein Interesse an einem Engagement beim TSV 1860 zu hinterlegen.

Torben Hoffmann, Ex-Profi bei 1860 und inzwischen als Reporter für den Abosender Sky unterwegs, würde Magaths Einstieg begrüßen, nicht nur aus journalistischen Motiven. „Es macht vielleicht Sinn, so einen Mann zu installieren, der die Richtung vorgibt. Bei Sechzig gibt es seit vielen Jahren die Situation, dass viele reden.“ Ja, Hoffmann hat bei den Löwen noch die Wildmoser/Lorant-Zeit erlebt, wenngleich auch nur die Phase des sportlichen Niedergangs ab 2001.

Interessierte Profis sagen ab - wegen des Chaos

Mit seiner Meinung zur aktuellen Lage dürfte Hoffmann vielen Fans aus der Seele sprechen: „Der Verein muss sich jetzt positionieren. Ich habe die Info, dass der eine oder andere Spieler schon abgesagt hat, weil die Situation so undurchsichtig ist. Wenn ich noch aktiver Spieler wäre und eine Anfrage hätte, dann würde ich doch auch sagen, bringt erst mal euren Laden zum Laufen. Dieses Vakuum ist eine absolute Vollkatastrophe.“

lk, tz

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