So läuft's 2015/2016 rund

Fünf Voraussetzungen für eine bessere 1860-Saison

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Feiernde Löwen: So wollen die Fans ihr Team wieder deutlich öfter sehen.

München - Erfüllt der TSV 1860 diese fünf Voraussetzungen, dann kann die Saison 2015/2016 einen deutlich erfreulicheren Verlauf nehmen als die abgelaufene Spielzeit.

Es wird noch eine Weile dauern, bis alle, die es gut mit den Löwen meinen, die Saison 2014/2015 verarbeitet haben. Zu intensiv, zu nervenzerreißend war sie, diese Katastrophenspielzeit, in der es erst die Relegation war, die den TSV 1860 vor dem Absturz in die 3. Liga bewahrte. Es muss ich einiges ändern, soll das nicht noch einmal passieren!

Wir zeigen hier fünf Voraussetzungen, die dafür sorgen dürften, dass  die Saison 2015/2016 einen deutlich erfreulicheren Verlauf nimmt.

1. Trainer Fröhling absolviert komplette Vorbereitung

Es war ein undankbare Aufgabe, die Torsten Fröhling am 18. Februar diesen Jahres übernommen hat. Eine Mannschaft, die er nicht selbst zusammengestellt hatte, die verunsichert und mit dem Rücken zur Wand stand, sollte er übernehmen. Nicht zu vergessen, dass er schon der dritte Chefcoach für diese Truppe war. In diesem Zusammenhang kann man Fröhlings Bilanz gar nicht genug würdigen. 22 Punkte aus 15 Spielen (Liga und Relegation zusammengenommen), Klassenerhalt geschafft.

Dass er ein Händchen für junge Spieler hat und sie formen kann, konnte man schon bei seiner Arbeit in der U21 des TSV 1860 sehen. Er formte Spieler wie Korbinian Vollmann, Maxi Wittek oder Marius Wolf bei 1860 II, machte sie zu Profis. Dass Fröhling auch die Profi-Mannschaft erreicht, hat er in der abgelaufenen Spielzeit mit der Rettung bewiesen.

Nun beginnt er bei Null (Vertragsverlängerung so gut wie perfekt). Der 48-Jährige wird nun eine komplette Vorbereitung mit dem Löwen-Team absolvieren, kann es nach seinen Vorstellungen formen. Der Vorbereitungsplan stammt aus seiner Feder. Beste Voraussetzungen, dass es bei 1860 besser laufen kann.

2. Den Kader gezielt und punktuell verstärken

Die Wurzel allen Übels war die Transferpolitik im Sommer 2014. Sportchef Gerhard Poschner krempelte 1860 komplett um, holte zehn Spieler aus sieben Nationen. Auch die Nachbesserungen im Winter konnten das nicht kaschieren. Poschner gab im Gespräch mit der tz zu, die Situation falsch eingeschätzt zu haben, "als ich die Mannschaft mit einer bunten Mischung aus verschiedenen Kulturen zusammengestellt habe."

Eigentlich ist diese Einsicht die beste Voraussetzung, damit diese Fehler nicht wieder gemacht werden. Das Ziel muss es nun sein, die Mannschaft gezielt zu verstärken und nicht erneut in einen Kaufwahn zu verfallen. Dass mit Torsten Fröhling ein Trainer da ist, der das vorhandene Team und seine Defizite bereits kennt, kann dabei ebenfalls nur von Vorteil sein.

3. Kader ausmisten

Doch genauso wichtig, wie das gezielte Verstärken des Kaders, wird es sein, die Spieler auszusortieren, die dem Neuaufbau im Wege stehen würden. An erste Stelle dürfte hier Rodri genannt werden, der weniger durch Leistung als durch sein divenhaftes Verhalten und die Ohrfeige im Training für Stefan Ortega auffiel.

4. Realistische Zielsetzung

"Wir werden Meister", tönte im Sommer 2014 der damalige Sechzig-Trainer Ricardo Moniz. Das ließ die Erwartungen natürlich in die Höhe schnellen. Dumm nur, dass 1860 in ersten sechs Saisonspielen drei Pleiten kassierte und nicht ein Spiel gewann. Diese Ankündigung ging gründlich nach hinten los.

Die Gefahr, dass sich das wiederholt, ist gleich null. Denn wer erwartet denn vom TSV 1860 jetzt eine wirklich bombige Saison 2015/2016? Und Torsten Fröhling wird auf jeden Fall weder von Aufstieg noch von der Meisterschaft sprechen. Entsprechend werden die Saisonziele deutlich realistischer und auch defensiver formuliert werden. Das erzeugt weniger Druck auf die Mannschaft - und das kann nur förderlich für Sechzig sein.

5. Fan-Unterstützung, egal wann und wo!

Der große Pluspunkt in der abgelaufenen Katastrophensaison waren ganz klar die Fans. Ohne den atemberaubenden Rückhalt, vor allem gegen Nürnberg und Kiel, wäre 1860 wohl in der 3. Liga verschwunden. Alleine in den beiden genannten Partien strömten über 125.000 Fans in die Allianz Arena. Nicht zu vergessen sind auch die über 4000 Fans, die zum letzten Saisonspiel nach Karlsruhe reisten. Mit dieser Unterstützung im Rücken kann die kommende Saison nur besser werden.

Dabei ist dann aber auch wichtig, dass die Anhänger zusammenstehen. In der Vergangenheit kam es nicht selten zu Konflikten innerhalb der Fanszene der Löwen. Deswegen hier zwei Appelle an die Fans:

  1. Es ist egal, ob man Ultra, Kuttenträger, Sitzplatz-Fan, Dauerkartenbesitzer oder VIP ist: Es geht allen nur um das Wohl der Löwen. Ihr seid ALLE aus diesem Grund bei 1860.
  2. Es ist egal, wo 1860 spielt. Ob Allianz Arena, Olympiastadion, Grünwalder Stadion, Sportpark - es geht nicht um die Spielstätte, es geht um Sechzig!

Also, liebe Fans: Zamrücken, anfeuern, feiern - und das gemeinsam!

fw

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