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OB Reiter lockt die Löwen: Er will 60 im Olympia-Stadion sehen

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Von: Uli Kellner

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Dieter Reiter, Michael -Köllner, Stefan Lex und -Brauerei-Boss Andreas -Steinfatt im Hackerzelt.
Dieter Reiter, Michael -Köllner, Stefan Lex und -Brauerei-Boss Andreas -Steinfatt im Hackerzelt. © sampics Photographie/Stefan Matzke

In der dritten Liga belegt 1860 den zweiten Platz, da kann man auch schon an den Aufstieg denken. Doch das leidige Stadion-Thema ist ja auch noch aktuell.

München - Fesch sahen sie aus, die Löwen, als sie gestern gegen 18 Uhr, angeführt von Michael Köllner, dem aktuell bestgelaunten Trainer Münchens, im Hackerzelt einliefen. Alle hatten ihre neue Wiesn-Tracht an, viele weibliche Begleitung an ihrer Seite, dazu kamen Sponsoren, Vertreter beider Gesellschafterseiten (Vizepräsident Hans Sitzberger herzte Ismaik-Bruder Yahya) – und drei geladene Gästen aus dem Rathaus, die gleich mal angemessen ausgestattet wurden.

OB Dieter Reiter, Verena Dietl und Katrin Habenschaden bekamen feierlich grüne Wiesn-Trikots überreicht. Der OB erzählte beschwingt, dass im Hause Reiter die Farbe Blau dominiert („Ich bin in der Familie umzingelt von Löwen-Fans“) und man sich nach Derbys sehnt – getrübt wurde die Stimmung des roten Reiter erst, als das leidige Stadionthema zur Sprache kam.

1860 München: Mehr Zuschauer sind bei Stadionausbau nicht möglich

Die leicht genervte Forderung des OB: 1860 muss endlich sagen, was jetzt Sache ist punkto Grünwalder Stadion – vor allem mit Blickrichtung 2. Liga. Ausbau ja oder nein? Und wenn ja: mit Zustimmung für die Obergrenze von 18.105 Plätzen? „Ich warte immer noch auf eine klare Aussage des geschätzten TSV 1860“, sagte Reiter und bekräftigte, dass ein Ausbau für mehr Zuschauer wegen des Bestandsschutzes unmöglich sei.

Vehement warb Reiter für einen Umzug ins Olympiastadion: „Bei uns würden sie da Drehtüren einrennen“, sagte er: „Ich war bei den European Championships draußen – im Grunde ist es ein Irrsinn, dass keiner in diesem Stadion spielt. Schließlich geben wir als Stadt dreistellige Millionenbeträge aus, um es zu erhalten.“ Er sei beim Thema Olympiastadion „zu jedem Gespräch bereit“ und würde es zum „günstigsten“ Preis vermieten, der rechtlich vertretbar sei. Leider sei Sechzig „in der Mitte gespalten“.

OB Reiter fordert „strukturierte“ Verhandlungen

Reiters Wunsch: „Sie sollten endlich mal strukturiert mit uns in Verhandlungen gehen. Nicht diese Woche so, dann hört man wieder fünf Monate nichts – und dann kommt der Nächste und sagt das Gegenteil.“

Ein Fall für Köllner, der bekanntlich mit allen kann. Noch während seiner ersten Mass versprach der Trainer, sich der Sache anzunehmen. „Kriegen wir schon hin“, versprach er augenzwinkernd: „Spätestens bei der zweiten Mass.“ Ende offen …

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