Schwere Aufgabe für 1860

Löwen gegen Fortuna: Rock 'n' Roll oder tote Hose?

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Können sie heute wieder jubeln? Markus von Ahlen (l.) und Gerhard Poschner.

München - Die Löwen haben beim Spiel gegen Düsseldorf am Montagabend starke Konkurrenz: Nicht weit entfernt spielen zeitgleich Motörhead ein Konzert. Die Frage ist: Wo wird die bessere Musi gespielt?

Das Konkurrenzprogramm könnte stärker kaum sein. Während die Löwen am Montag Abend in der Arena gegen Fortuna Düsseldorf ihren zweiten Saison-Heimsieg anstreben, hauen zweieinhalb Kilometer südlich im ausverkauften Zenith die unverwüstlichen Motörhead in die Saiten. Wer den härteren Rock’n’Roll anzubieten hat, steht außer Frage, aber vielleicht springen ja ein paar Funken von Freimann nach Fröttmaning über.

Die Stärke des 1860-Gegners aus der Heimatstadt der Toten Hosen lässt sich an der Tabelle ablesen. „Mit Düsseldorf kommt der Tabellendritte, der vor zwei Jahren noch in der Bundesliga gespielt hat“, sagt Sechzigs Coach Markus von Ahlen. Die Fortuna sei im Gegensatz zu seiner Mannschaft „gespickt“ mit erfahrenen Spielern. Zusammen mit Spitzenreiter Ingolstadt und dem FSV Frankfurt (!) stellen die Rheinländer das erfolgreichste Auswärtsteam der Liga. Drei Siege und drei Unentschieden holte das Team von Trainer Oliver Reck auf fremden Plätzen. Eine Niederlage gab’s nur im Pokal bei den Würzburger Kickers (2:3 n.V.). „Wir wissen, dass wir an unser Limit kommen müssen, um gegen Düsseldorf ein gutes Spiel zu machen und als Sieger vom Platz zu gehen“, meinte von Ahlen am Sonntag. Die „große Herausforderung“ für seine Mannschaft liege darin, „die guten Phasen, die wir gegen Braunschweig, Freiburg und Bochum hatten, weiter zu stabilisieren“.

Live-Ticker: Wichtiges Heimspiel für die Löwen

Wie fragil das Gebilde 1860 trotz des 3:0-Sieges in Bochum nach wie vor ist, muss man von Ahlen und Sportchef Gerhard Poschner nicht erzählen. „Wegen einem Spiel ist nicht alles toll und positiv, das wäre Augenwischerei“, meinte Poschner. Der Ex-Bundesligaprofi weiß, wie schnell sich bei einem Misserfolg gegen Düsseldorf die Stimmung eintrüben würde; die Möglichkeit zur Wiedergutmachung bestünde erst in zwei Wochen bei Union Berlin. Dazwischen: Länderspielpause (Gibraltar, Spanien).

Geduld und Konstanz sind die Lieblingsworte an der Grünwalder Straße. „Wir sagen nach einem Sieg nicht, jetzt marschieren wir durch die Liga. Wir müssen unsere Leistungen konstant auf den Platz bekommen, dann kommt auch Konstanz in die Ergebnisse“, sagt von Ahlen. „Mit kleinen Serien kannst du Quantensprünge machen.“ Den Spaniern Edu Bedia (Leiste) und Rodri (Sprunggelenk) würden kleine Schritte schon reichen. Doch auch danach sieht es zurzeit nicht aus. „Man kann nicht ausschließen, dass sie dieses Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagte von Ahlen. Poschner klang nicht optimistischer: „Ziel ist es, dass sie zum Vorbereitungsstart im Januar wieder einsteigen können.“

lk

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