FCN-Ausgleich gegen 1860 aberkannt

Betrugsvorwürfe gegen Schiri im Netz: "Ich Drees Dir!"

München - Das nicht gegebene Ausgleichstor des 1. FC Nürnberg beim TSV 1860 sorgt für eine Welle der Empörung im Netz. Betrugsvorwürfe machen die Runde.

Diese Entscheidung könnte für die Vorentscheidung im Abstiegskampf gesorgt haben - und zwar zugunsten des TSV 1860. Als der 1. FC Nürnberg im Derby am Sonntag in der 86. Minute den Ball ins Tor bugsierte, schien der Klassenerhalt für Sechzig in weite Ferne gerückt zu sein. Doch nach einigen Minuten großer Verwirrung und Diskussion nahm Schiedsrichter Dr. Jochen Drees nach Rücksprache mit seinem Assistenten Christian Gittelmann das Tor zurück - und die Löwen sprangen einen Spieltag vor Schluss durch den Sieg ans rettende Ufer auf Rang 15.

Nach der Partie breitete sich im Internet eine Welle der Empörung aus. Wut, Häme, aber auch Betrugsvorwürfe waren dort zu finden - vor allem seitens der Nürnberger Fans.

Ein weiterer Twitter-User hofft gar auf die Anforderung einer Stellungnahme seitens der betroffenen anderen Abstiegskandidaten.

Schiedsrichter Jürgen Drees (Mitte) nimmt nach dem Gespräch mit seinem Assistenten Christian Gittelmann (r.) den Ausgleich des Clubs zurück.

Aber wäre ein Protest gegen die Wertung der Partie überhaupt möglich bzw. sinnvoll? Wenn, dann könnte nur der 1. FC Nürnberg als unmittelbar beteiligter Verein das tun. Allerdings geht es für den Club in dieser Spielzeit um nichts mehr. Außerdem handelt es sich bei der Aberkennung des Treffers um einen sogenannte Tatsachenentscheidung, das heißt, dass die Maßnahme des Schiedsrichters endgültig ist, auch wenn der Spielleiter sich offensichtlich geirrt haben sollte.

Drees selbst hatte den Fehler nach der Partie zugegeben. "Das war kein Abseits, es wäre ein korrektes Tor gewesen", sagte er Sport1. Dies aber sei das Tagesgeschäft der Referees, "daran werden wir gemessen. In dem Fall muss man sagen, dass die Entscheidung leider falsch war. Mein Assistent saß ziemlich bedröppelt in der Kabine."

Die Löwen-Fans selbst waren natürlich erleichtert über das nicht gegebene Tor und den 2:1-Erfolg über den Club. Außerdem sahen sie darin auch ausgleichende Gerechtigkeit. Facebook-User Fabian R. schrieb: "Der zweite Elfer wurde auch nicht gegeben, obwohl es ein klarer Elfer war. Also ist es wieder gleich." Kann man so sehen, denn vier Minuten vor dem FCN-Treffer wurde Rama im Strafraum  regelwidrig gelegt. Schiedsrichter Jochen Drees entschied hier auf Weiterspielen. User Philip O. schiebt hinterher: "Wir können auch Mal Dusel haben."

fw

Bilder: 1860 schlägt Nürnberg - nur einer bekommt Note 2

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Rubriklistenbild: © Christina Pahnke / sampics

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