Unzufriedener 1860-Stürmer

Geheimnisvolle Ankündigung von Leonardo

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Leonardo und Ex-Löwen-Trainer Ricardo Moniz kannten sich aus gemeinsamen Tagen bei Red Bull Salzburg.

München - Mit seinem Transfer verbanden sich viele Hoffnungen, doch glücklich wurde Leonardo bei 1860 München noch nicht. Nun hat der Brasilianer eine geheimnisvolle Ankündigung bei Instagram und Facebook getätigt.

Er war einer der Wunschspieler von Ricardo Moniz. Mit vielen Verheißungen kam Leonardo im Juli zu den Löwen, der brasilianische Offensivmann sollte die spielerische Komponente im 1860-Angriff beleben. Doch der erst im Sommer installierte Trainer Moniz ist an der Grünwalder Straße bereits Geschichte. Und sein Nachfolger Markus von Ahlen setzt kaum noch auf die Dienste Leonardos. In allen sieben Spielen unter dem Holländer stand der Offensivmann in der Anfangsformation und erzielte auch zwei Tore.

Nachdem von Ahlen das Ruder anstelle des entlassenen Moniz übernahm, spielte Leonardo keine Rolle mehr. Hin und wieder saß er auf der Ersatzbank, gegen Düsseldorf wurde er für eine Viertelstunde eingewechselt, öfters wurde er nicht mal für den 18er-Kader nominiert. Wie auch am Samstag, an dem ihm die U21-Spieler Mulic und Vollmann vorgezogen wurden.

Zu schwach stuft der Coach die die defensive Mitarbeit des offensiven Brasilianers ein. Gut möglich, dass sich die Wege von Spieler und Verein im Winter trennen. Dazu passt die geheimnisvolle Ankündigung, die Leonardo auf seinem Instagram- und Facebook-Profil gepostet hat.

Bereits am 21. November, um 17:29 Uhr, also vermutlich kurz nachdem er von von Ahlen erfahren hatte, dass er nicht im Kader für das Auswärtsspiel bei Union Berlin stehen würde, ließ der Angreifer im sozialen Netzwerk seinem Frust freien Lauf:

I have been going through a lot in my life and during my soccer carrier. Beautiful moments but also a lot of disappointments and misunderstandings. Aperantly this is how my life should go and I will always try to stay positive. Which does not mean that I am a very sensitive person and I am not happy about my recent soccer carrier with all its critics around my passion. Very symbolic that today my second documentary is going to be released at IDFA in The Netherlands. All peolpe who critizise me may want to see this to really understand who theybare critizising. I am tired of this and will make an important decission soon with my family and people around me who love me. Leonardo.#boanoite#goodnight#beautifultime#beautifulday#trip#TSV1860#Munich#Germany#tour#travell#family#positivo#respect#nr1

Ein von Leonardo Santiago (@leolilsant) gepostetes Foto am

Die wichtigsten Passagen aus dem in etwas brüchigem und teilweise widersprüchlichem Englisch verfassten Statement:

"Ich habe in meinem Leben und in meiner Fußballkarriere schon einiges erlebt. Wunderschöne Momente, aber auch viele Enttäuschungen und Missverständnisse. Offensichtlich soll mein Leben eben so sein und ich werde immer versuchen, die Dinge positiv zu nehmen. Das heißt aber nicht, dass ich zu empfindlich bin oder unglücklich mit der aktuellen fußballerischen Situation, mit all den ganzen Kritikern, rund um meine Leidenschaft. Bezeichnend, dass ausgerechnet heute meine zweite Dokumentation auf der IDFA in den Niederlanden veröffentlicht wird. Alle Leute, die mich kritisieren möchten, sollten das sehen, um wirklich zu verstehen, wen sie kritisieren. Ich habe genug davon und werde bald eine wichtige Entscheidung treffen, zusammen mit meiner Familie und den Leuten um mich herum, die mich lieben."

1860-Sportchef Gerhard Poschner wollte sich zu dem Thema nicht äußern: „1860 nimmt dazu keine Stellung.“ Auch Leonardos Berater Maikel Stevens wollte die Angelegenheit nicht kommentieren. Scheint also ganz so, als gingen Leonardo und 1860 spätestens in der anstehenden Transferperiode während der Winterpause getrennte Wege...

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