1860-Präsident zufrieden

Mayrhofer lobt: "Fröhling tut uns sehr gut"

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1860-Präsident Gerhard Mayrhofer ist zufrieden mit der Arbeit von Torsten Fröhling.

München - Mit Torsten Fröhling scheint ein neuer Wind bei den Löwen zu wehen - die Punktausbeute kann sich jedenfalls sehen lassen. Auch Präsident Mayrhofer lobt den neuer Trainer.

Nach dem 3:0 in Fürth ist Durchatmen angesagt an der Grünwalder Straße. Aufatmen können sie beim TSV 1860 bestenfalls nach zwei Siegen in den anstehenden Heimspielen gegen den VfR Aalen und Erzgebirge Aue.

Fröhling "kommt gut an bei der Mannschaft"

„Der Sieg in Fürth war ein wichtiges Element auf einem langen Weg“, sagt Präsident Gerhard Mayrhofer. „Es freut mich, dass Krisztian Simon und Korbi Vollmann ihre ersten Tore geschossen haben, auch Daniel Adlung sollte sein wunderschöner Treffer weiteren Auftrieb geben.“ Natürlich sei mit einem Sieg „nicht alles großartig“, so Mayrhofer, „aber ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft mehr zusammengewachsen ist und als Einheit auftritt.“

Auch ein Verdienst von Trainer Torsten Fröhling, der dabei ist, dem Team die Verzagtheit zu nehmen und neuen Mut einzuimpfen. „Er gibt uns ein gutes Gefühl, ist sehr direkt und sagt, wenn etwas Scheiße ist. Das kommt gut an bei der Mannschaft“, erklärt Daniel Adlung. Mayrhofer kann da im Namen des TSV nur zustimmen. „Fröhling tut uns sehr gut mit seiner pragmatischen, offenen Art. Er ist ein durch und durch positiver Mensch, hat einen guten Zugang zur Mannschaft und spricht die Dinge an wie Sie sind – ohne Schnörkel und Rücksicht darauf, was wer wie hören möchte.“

Fröhling: Mit Bruce Springsteen nach Hamburg

Der Coach weiß das von überall her auf ihn einprasselnde Lob richtig zu nehmen. „Ich kann das realistisch einschätzen“, sagt er. „Wir haben noch nichts erreicht. Wenn wir gegen Aalen und Aue nichts reißen, dann ist alles schlecht. Ich weiß schon, dass ich in einem Haifischbecken sitze.“ Nur dass die Haie ziemlich zahnlos daherkommen, solange die sportliche Bilanz stimmt. Sollte Fröhling der Klassenerhalt gelingen und die Horrorsaison für 1860 tatsächlich mit einem blauen Auge enden, dürfte sich niemand trauen, einen neuen Cheftrainer ins Gespräch zu bringen – weder in München noch in Abu Dhabi.

Ob sich an Fröhlings Wohnsituation mit einem neuen Vertrag als Proficoach etwas ändern würde? Derzeit kein Thema für den 48-Jährigen. Seine Frau und die beiden Kinder wohnen weiterhin in Hamburg („zentrumsnah in einer wunderschönen Genossenschaftswohnung“), man sieht sich in den Schulferien und/oder falls es der Spielplan irgendwie zulässt. So wie am kommenden Wochenende.

„Ich werde mich am Freitag nach unserem Spiel gegen Aalen ins Auto setzen und nach Hamburg fahren“, sagt Fröhling. „Hoffentlich mit einem positiven Ergebnis.“ Wie er die sechseinhalb Stunden Autobahn (Selbsteinschätzung) ermüdungsfrei durchhalten will? Mit Adrenalin und Bruce Springsteen. „Die Live-in-Dublin-Scheibe von 2007 läuft bei mir rauf und runter. Damit lässt sich gut fahren.“

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lk

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