Geschäftsführer appelliert an Gemeinsinn

Basha-Ärger & Abstiegsangst: Rejek fordert mehr Disziplin

+
Markus Rejek ist kaufmännischer Geschäftsführer bei 1860.

München - Gleich mehrere Baustellen tun sich derzeit auf bei den Löwen: die Angst um die Lizenz, der Ärger um Noor Basha und natürlich die drohende Gefahr des Abstiegs. Markus Rejek appelliert an den Gemeinsinn.

Am Tag nach der Sandhausen-Pleite herrschte mal wieder Baustellenlärm an der Grünwalder Straße 114a. An einer neuen Lüftungsanlage werde gewerkelt, erklärte Medienchef Thomas Blazek – und lieferte damit das Stichwort des Tages. Denn Luft zum Atmen braucht der TSV 1860 dringend im Abstiegskampf der Zweiten Liga. Dicke Luft herrscht nach dem jüngsten Twitter-Theater um Möchtegern-Sportdirektor Noor ­Basha. Und mit (heißer) Luft wird sich die DFL nicht begnügen, wenn die Löwen bis Montag, 15.30 Uhr den Lizenzantrag für die kommende Saison einreichen müssen. Aber der Reihe nach.

Sport: Nach dem 2:3 gegen Sandhausen haben die Sechziger ihre Saisonziele verändert. Nicht mehr Fünfzehnter wollen sie jetzt werden, sondern Erster. Zwar nur in der neu definierten Liga mit Aue, St. Pauli und Aalen, trotzdem klingt’s irgendwie besser – Stichwort positive Psychologie. „Es hat sich herauskristallisiert, dass wir eine eigene Liga haben, die wir gewinnen müssen, um das rettende Ufer zu erreichen“, sagte der kaufmännische Geschäftsführer Markus Rejek am Montag. Und Torsten Fröhling stellte fest: „Die Mannschaft lebt, die Saison ist noch lange nicht vorbei. Die erste Halbzeit gegen Sandhausen war das Beste, seit ich hier Trainer bin.“

Basha: Von einem Machtkampf mit Präsident Mayrhofer wollen sie offiziell nichts wissen bei 1860. Dabei gibt’s zwischen dem Ismaik-Cousin und dem Präsidenten inzwischen nicht nur im Stadion einen Graben (siehe oben). Basha fordert nach dem Quasi-Verkauf von Vermarkter H.I. Squared einen Job in der 1860 KGaA mit kolportierten 150 000 Euro Jahresgehalt. Was er dort indes genau machen will, ist die ungeklärte Frage. Rejek sendete am Montag ein deutliches Signal in Richtung des Pharmazeuten: „Natürlich gilt es, für Noor eine passende Aufgabe zu finden, aber das ist jetzt nicht das erste Thema. Wir müssen uns disziplinieren, wir können keine Nebengeräusche gebrauchen. Wer das Gegenteil tut, der handelt nicht im Sinne von 1860.“

Lizenz: Laut Rejek sind die „Hausaufgaben gemacht“, für beide Ligen gebe es „Lösungen“. Durch den Infront-Deal habe sich die Lage verbessert. Fragt sich nur, was passiert, wenn Ismaik die neuerlichen Verluste nicht ausgleichen wird. Rejek sagt: „Ich gehe nicht schlafwandlerisch durch die Gegend. Wir sind in ständigem Austausch mit Hasan Ismaik.“

lk

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Rekord-Löwe Ribamar feiert Debüt - „Er hat’s gut gemacht“
Rekord-Löwe Ribamar feiert Debüt - „Er hat’s gut gemacht“
Lacazette: „Mein Ziel heißt Stabilität“
Lacazette: „Mein Ziel heißt Stabilität“
Taktikexperte erklärt: Darum ist das Pereira-System gut für 1860
Taktikexperte erklärt: Darum ist das Pereira-System gut für 1860
Auf diesen Positionen müssen die Löwen nachbessern
Auf diesen Positionen müssen die Löwen nachbessern

Kommentare