Aufbruchstimmung bei den Löwen

Glückbringer Cassalette hat schon für Leipzig gebucht

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Peter Cassalette.

München - Der in Kaiserslautern gezeigte Kampfgeist der Löwen soll auch gegen Sandhausen fruchten. Präsident Peter Cassalette vertraut derweil auf seine Glücksbringerfähigkeiten.

Benno Möhlmann, 61, gibt sich gern als Fußballtrainer der alten Schule. Als einer, der kaum preisgibt, was sich unter seiner harten Schale abspielt. Und so ließ der Coach des TSV 1860 die Frage, wie er sich fühle nach den jüngsten Erfolgserlebnisse, mehr oder weniger an sich abprallen. „Ich habe auch vorher gut geschlafen“, sagte er. Allerdings konnte sich in der gestrigen Pressekonferenz selbst Möhlmann ein – für seine Verhältnisse – fast schon strahlendes, die momentane Erleichterung offenbarendes Lächeln nicht verkneifen. Den Grund seiner unübersehbaren Entspanntheit nannte er selber: „Wir haben in Kaiserslautern eine großartige Mannschaftsleistung mit viel Kampf und Laufintensität auf den Platz gebracht.“

Harte Schale, sanftes Lächeln: Der entspannte Benno Möhlmann gestern in der Pressekonferenz. 

Das Ergebnis dieser gemeinschaftlichen Bemühungen war bekanntlich ein hart erkämpfter 1:0-Sieg auf dem – gerade für 1860 – so schwer zu erstürmenden Betzenberg. Auch Vereinschef Peter Cassalette war Augenzeuge dieses Kraftakts. Sein Gesamteindruck: „Ein dreckiger Sieg. Nur so kommt man unten raus.“ Das sieht auch Möhlmann so: „Dieses Erlebnis sollten wir nicht so schnell vergessen. Meine Spieler sind gefordert, diese Einstellung auch gegen Sandhausen auf den Platz zu bringen.“

Schon heute haben die Löwen in dieser geballten Englischen Woche (drei Spiele in sechs Tagen) ihre kleine Erfolgsserie (zwei Siege, ein Remis) fortzusetzen. „Wir wollen das Optimale, wir wollen den Fans und auch den Skeptikern zeigen, dass wir es begriffen haben“, sagte Möhlmann vor dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen (18.30 Uhr, Allianz Arena). Wobei es der 1860-Trainer natürlich nicht versäumte, eindringlich vor den Gästen aus der Fußball-Provinz in der Oberrheinischen Tiefebene zu warnen: „Wir wissen, dass das eine ganz schwierige Aufgabe wird.“ Seine Forderung: „Wir müssen uns – wie in Kaiserslautern – so miteinander einsetzen, wie es sich gehört in der Zweiten Liga.“ Personell gibt es derzeit nur ein aktuelles Fragezeichen. Der defensive Mittelfeldspieler Dominik Stahl, der in Kaiserslautern fehlte, laboriert noch ein wenig an seiner Achillessehnenreizung. „Es ist noch nicht ganz klar, ob er spielen kann“, sagte Möhlmann.

Für Cassalette war es übrigens der erste Auswärtssieg in seiner Amtszeit. Den „Glücksbringer“, wie der 62-Jährige meinte, würde er gerne nochmal spielen: „Damit die Serie bestehen bleibt, habe ich mir gleich ein Flugticket nach Leipzig gebucht.“ Beim Tabellenführer spielen die Löwen am übernächsten Sonntag (13. März).

Grundsätzlich meinte Cassalette zu den zuletzt ergatterten sieben Punkten, mit denen sich 1860 ein bisschen Luft verschaffte im Abstiegskampf: „Daran kann man sich gewöhnen.“ Wohl wahr.

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