"Ich bin nicht mehr wichtig"

Vallori geht - zu einem anderen deutschen Klub

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Gui Vallori verlässt die Löwen am Saisonende.

München - Die Entscheidung ist gefallen: Guillermo Vallori wird den TSV 1860 am Saisonende verlassen. Der spanische Abwehrspieler, der Anfang 2012 zu den Löwen gewechselt war, macht sich keine Hoffnungen mehr auf eine Vertragsverlängerung.

Dabei hatte das vor ein paar Wochen noch ganz anders ausgesehen. Als nämlich Torsten Fröhling nach seinem ersten Spiel als Cheftrainer, dem 2:1-Sieg gegen den FC St. Pauli, in Sachen Vallori förmlich ins Schwärmen geriet. „Er ist unverzichtbar“, erklärte der 48-Jährige, „was Gui abräumt, das ist der absolute Wahnsinn. Ich halte sehr viel von ihm.“

Damals, so weiß die tz, wurde von den Vereinsverantwortlichen sogar eine Vertragsverlängerung mit dem 32-jährigen Spanier in Erwägung gezogen. Was insofern eine absolute Überraschung gewesen wäre, weil Sportchef Gerhard Poschner vor einem knappen Jahr Vallori eine vorzeitige Vertragsauflösung nahegelegt hatte. Vallori aber blieb, allerdings in dem Wissen, dass er in Sachen Stammelf keine Rolle mehr spielen sollte. „Das war natürlich keine einfache Zeit“, sagt er, aber zum Saisonstart in Kaiserslautern stand er dann doch in der Anfangsformation – „weil der damalige Trainer Ricardo Moniz auf mich nicht verzichten wollte“.

Eine Verletzung zwang Vallori danach zu einer längeren Pause, der inzwischen anstelle von Moniz installierte neue Cheftrainer Markus von Ahlen ließ ihn aber auch dann links liegen, als er wieder fit war. Erst als die Löwen in große Abstiegsgefahr gerieten, griff er am elften Spieltag wieder auf ihn zurück. Danach verpasste Vallori kein Spiel, erst nach dem 2:3 gegen Sandhausen vor drei Wochen, als er ein Tor verschuldete, musste er wieder auf die Bank. Es war wohl auch der Anlass für das Umdenken in Sachen Vertragsverlängerung.

Die ganze Saison ist für Vallori also eine Spielzeit voller Ups und Downs. Von „unverzichtbar“ bis nicht mehr zu gebrauchen. „Ich weiß jetzt, dass ich nicht mehr wichtig bin für 1860“, sagt er, „mein Anspruch als Fußballer ist es aber, wichtig zu sein.“ In Zukunft eben für einen anderen Verein. „Ans Aufhören denke ich nämlich noch lange nicht“, erklärte Vallori, der im Lande bleiben will. „Ich werde weiterspielen. Und zwar für einen deutschen Klub.“

Starke Löwen mit Remis gegen Kasan - Bilder vom Testspiel

tz

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