Konkurrenz trifft es noch schwerer

Restprogramm: Das ist der Vorteil für 1860

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Daniel Adlung (Mitte) und die Löwen haben ein anspruchsvolle Restprogramm im Abstiegskampf vor sich.

München - Das Restprogramm des TSV 1860 in der 2. Liga erscheint auf den ersten Blick äußerst schwierig. Doch es gibt durchaus Aspekte, die für den Klassenerhalt der Löwen sprechen.

Sechs Spiele sind es noch in dieser Spielzeit. Sechs Spiele, in denen es für die Löwen um nichts anderes geht als ums Überleben. Der Absturz in die Drittklassigkeit soll und muss verhindert werden. 18 Punkte sind noch zu vergeben. Und wie eng es im Tabellenkeller zugeht, zeigt ein Blick auf die aktuelle Tabelle nach dem 28. Spieltag.

Platz Team Sp. S U N Tore Dif. Pkt.
13. 1. FC Heidenheim 28 9 7 12 35:36 -1 34
14. Greuther Fürth 28 6 12 10 27:33 -6 30
15. TSV 1860 28 6 8 14 35:43 -8 26
16. FC St. Pauli 28 6 7 15 30:47 -17 25
17. Erzgebirge Aue 28 6 7 15 22:39 -17 25
18. VfR Aalen* 28 5 11 12 24:34 -10 24

* Aalen wurden zwei Punkte abgezogen. Grund ist ein wiederholter Verstoß gegen eine Lizenzierungsauflage. 

Das Restprogramm im Abstiegskampf der 2. Liga

Wir werfen einen Blick auf die restlichen Partien der abstiegsgefährdeten Vereine.

Das Restprogramm des TSV 1860 sieht auf den ersten Blick äußerst anspruchsvoll aus. Kein direkter Kontrahent bittet mehr zum Duell, dafür sind noch namhafte Teams auf der Liste. Aber: Nur für zwei Mannschaften geht es noch um etwas: Düsseldorf (7.) und Karlsruhe (4.) kämpfen noch um den Aufstieg. Für den VfL Bochum (10.), Union Berlin (9.), den FSV Frankfurt (11.) und den 1. FC Nürnberg (12.) geht es in dieser Spielzeit eigentlich um Nichts mehr. Das könnte für die Löwen ein Vorteil sein. Vor allem, wenn man auf die restlichen Spiele der direkten Konkurrenz blickt (siehe unten).

Das wohl leichteste Programm hat der 1. FC Heidenheim vor der Brust. Gegen vier der sechs direkten Kontrahenten tritt der FCH noch an, hat also alles in der eigenen Hand. Zudem hat der Aufsteiger neun Punkte Vorsprung auf Relegationsrang 16. Alles spricht für den Klassenerhalt des FCH.

Das wohl schwerste Programm hat dagegen die SpVgg Greuther Fürth vor sich. Mit Karlsruhe (4.), Düsseldorf (7.), Darmstadt (2.) und Leipzig (6.) haben die Franken noch Spiele gegen vier Aufstiegskandidaten vor sich. Der Trumpf der SpVgg: Die fünf Punkte Vorsprung auf Platz 16. Ähnlich schwer wie Fürth trifft es St. Pauli und Aue. Hier sind es jeweils drei Aufstiegsaspiranten, die auf die Kellerkinder warten.

Heidenheim
Platz 13
Fürth
Platz 14
1860
Platz 15
St. Pauli
Platz 16
Aue
Platz 17
Aalen
Platz 18
29. Darmstadt (A) Union (H) Bochum (H) Nürnberg (H) Frankfurt (H) Braunschweig (H)
30. St. Pauli (H) Karlsruhe (A) Düsseldorf (A) Heidenheim (A) Braunschweig (A) Frankfurt (A)
31. Sandhausen (A) Düsseldorf (H) Union (H) Leipzig (H) Karlsruhe (H) Bochum (H)
32. Fürth (H) Heidenheim (A) Frankfurt (A) Kaiserslautern (A) Union (A) Düsseldorf (A)
33. Aalen (A) Darmstadt (H) Nürnberg (H) Bochum (H) Kaiserslautern (H) Heidenheim (H)
34. Aue (H) Leipzig (A) Karlsruhe (A) Darmstadt (A) Heidenheim (A) Nürnberg (A)

Die magische 40-Punkte-Marke wird in diesem Jahr wohl nicht nötig sein, um in der 2. Bundesliga zu bleiben. Blickt man auf die Statistik der letzten zehn Spielzeiten im Unterhaus, so benötigten die Vereine mindestens 32 Punkte (2011) und maximal 42 Punkte (2006) für den Klassenerhalt. Im Schnitt waren dafür 37 Zähler notwendig. Sechzig müsste demnach also noch rund elf Punkte holen, um sicher das rettende Ufer zu erreichen.

Auch das spricht für 1860

  • In der Fremde holten die Löwen bislang deutlich mehr Punkte als zu Hause, belegen in der Auswärtstabelle den 9. Rang. Die vermeintlich schwereren Gegner mit Düsseldorf und Karlsruhe Sechzig jetzt auswärts.
  • Aus den bisher fünf bayerischen Derbys gegen Ingolstadt, Fürth und Nürnberg holten Sechzig acht Punkte. Die einzige Pleite gab's in Nürnberg (1:2) - da ist also noch eine Rechnung offen.
  • In Bochum (3:0) und Berlin (4:1) siegte 1860 in der Hinrunde deutlich. Da sollte doch auch ein Heimerfolg möglich sein!
  • Sechzig hat den Klassenerhalt in der eigenen Hand. Platz 15 reicht dafür, dieser muss einfach "nur" gehalten werden!

Also, liebe Löwen, aufstehen und kämpfen!

fw

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