Neu-Löwe Ilie Sanchez

"1860 kenne ich noch von der Playstation!"

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Soll für neuen Schwung im 1860-Mittelfeld sorgen: Ilie Sanchez.

München - Der neue Tikitaka-Löwe Ilie Sanchez (23) spricht im exklusiven tz-Interview - seinem ersten als Neuzugang beim TSV 1860 München.

Demnächst gibt’s auch beim Löwen Tikitaka! Barça-­Juwel Ilie Sanchez (23) ist der erste Neuzugang und damit auch die neue Hauptattraktion an der Grünwalder Straße. Geschäftsführer Markus Rejek: „Wir müssen den verdammten Ehrgeiz haben, an die 40 000 Zuschauer heranzukommen!“ Klar, dass auch Ilie seinen Beitrag dazu leisten wird. Der zweite Neuzugang wurde am Freitag vermeldet: Torhüter Stefan Ortega (21, ablösefrei, Dreijahresvertrag) kommt aus Bielefeld. Sanchez nahm sich gestern noch Zeit für die tz und gab sein erstes exklusives Interview als Löwe.

Hola Señor Sanchez, wie war Ihr erster Tag in München?

Sanchez: Es war ein runder Tag. Ich war ja schon mal hier, um mit Herrn Poschner zu sprechen und das Gelände zu sehen. Barça zu verlassen, ist ein wichtiger Schritt – da wollte ich den Klub natürlich von Grund auf kennen, um mir auch zu hundert Prozent sicher zu sein. Ich bin glücklich.

Das Gelände an der Grünwalder Straße dürfte etwas kleiner sein als in Barcelona, oder?

Sanchez: (lacht) Dort ist alles etwas größer, ja. Aber hier findet sich auch alles, was zu einem großen Klub gehört. Sowohl die Menschen als auch der Klub an sich haben auf mich den Eindruck gemacht, dass der Aufstieg das große Ziel ist und der Verein auch die nötige Organisation dafür mitbringt.

Haben Sie schon ein wenig die Stadt erkunden können?

Sanchez: Bislang kenne ich nur den Weg vom Flughafen zum Gelände. Die Universität habe ich auch gesehen, recht viel mehr noch nicht.

Auf dem Weg vom Flughafen in die Innenstadt dürften Sie an der Allianz Arena vorbeigekommen sein...

Sanchez: Ja, ich kenne sie aber schon länger.

So?

Sanchez: Ich war vergangenen Sommer dabei, als wir mit der ersten Mannschaft den Audi Cup in München gespielt haben. Damals durfte ich sogar in der zweiten Hälfte ran, mein Debüt in der Allianz Arena habe ich also schon gefeiert.

Kannten Sie 1860 schon davor?

Sanchez: Klar doch! Ich bin ein großer Fußballfan und mit meinem ein Jahr älteren Bruder habe ich auf dem PC öfters Fußballspiele gespielt – da war 1860 immer in Liga eins. Von daher war mir der Klub schon immer ein Begriff, genauso wie Bayern, Leverkusen oder Dortmund auch. Als mir das Angebot unterbreitet wurde, habe ich schon aufgehorcht, immerhin ist es ein echter Traditionsverein.

Herr Poschner dürfte auch eine wichtige Rolle gespielt haben...

Sanchez: Durchaus. Sowohl er als auch der gesamte Klub haben mir von Anfang an den Eindruck vermittelt, dass ich ein fester Bestandteil ihrer Planungen bin. Ich komme auch nach München, um zu wachsen – und hierbei wird er auch eine wichtige Rolle spielen.

Wieso haben Sie sich eigentlich die Rückennummer 13 gekrallt – Ihre Glücksnummer? 

Sanchez: Im Fußball schon. Ich wollte sie schon bei Barcelona haben, aber dort sind die 1, die 13 und die 25 für die Keeper reserviert. Und als mich Herr Poschner gefragt hat, habe ich gleich bei der 13 zugelangt.

Ist Ihnen das Oktoberfestein Begriff?

Sanchez: Oh ja, davon habe ich auch schon gehört. Davor hatte ich ja keine Ahnung, aber als ich Pep in Lederhosen sah, habe ich mich auch näher damit befasst. Ich finde das toll, vor allem wenn man geschlossen als Mannschaft dorthin geht. Mein Vater hat mir auch schon eine Deutsch-CD geschenkt, um schon mal die Sprache zu lernen. Die lege ich jetzt immer im Auto auf, wenn ich durch die Gegend fahre.

Apropos Guardiola: haben Sie bei Barcelona unter ihm gespielt?

Sanchez: Ja, er hat mich bei der ersten Mannschaft debütieren lassen.

Steht denn der Kontakt zu ihm noch?

Sanchez: Da ich ja nur kurz bei der ersten Mannschaft war, hatte ich auch abseits des Platzes wenig Kontakt zu ihm. Aber ich kenne viele Menschen bei Barça, die ihn sehr schätzen und nur Gutes über ihn erzählen – auch ich habe nur positive Erfahrungen mit ihm gemacht, als Trainer wie als Mensch. Daher werde ich ihm selbstverständlich eine SMS senden oder mal anrufen. Einfach um ihm zu sagen, dass ich nun auch in München bin. Hinzu kommt, dass wir auch im selben Stadion spielen, früher oder später werden wir uns also bestimmt über den Weg laufen.

Neuer Löwen-Star Ilie Sánchez: Die ersten Bilder

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Interview: J. Carlos Menzel Lopez

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