1860-Investor zu Gesprächen in München

Ismaik: "Es geht um einen neuen Plan für den ganzen Klub"

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Hasan Ismaik bei einem früheren Besuch.

München - Hoher Besuch beim TSV 1860, Investor Hasan Ismaik ist in München! Beim Smalltalk soll wohl nicht bleiben. Aktuell drängen sich vor allem zwei Themen auf.

Kommt er oder kommt er nicht? Ist er vielleicht schon da? Nein, es geht nicht um Lauterns Ersatzstürmer Stefan Mugoša (23, Montenegro), den die Löwen angeblich gerne haben wollen. Die Rede ist von Hasan Ismaik (38, Jordanien), den die Löwen bekanntlich so gerne durch einen neuen Investor ersetzt sähen. Mittwoch Früh machte das Gerücht die Runde, dass Ismaik in diesen Tagen nach München kommen soll. Sogar von einer anstehenden Entscheidung war die Rede. Mehr als eine Spekulation? Interimspräsident Siegfried Schneider dementierte die Gerüchte jedenfalls nicht. Noch habe er keinen Anruf bekommen, meinte der 59-Jährige am späten Vormittag auf Nachfrage. „Wenn es so ist, dann läutet bestimmt mein Telefon.“

Nun, Schneiders Handy dürfte schon wenig später geklingelt haben. Denn wie Abdelrahman Ismaik, der Bruder des 1860-Gesellschafters, der tz bestätigte, sollte Hasan Ismaik noch am Mittwoch in München landen. Was es zu besprechen gibt? Beim Smalltalk wird es sicher nicht bleiben. Aktuell drängen sich vor allem zwei Themen auf: Die Neubesetzung des Sportdirektoren-Postens nach Gerhard Poschners Demission (Felix Magath, Oliver Kreuzer, Benno Möhlmann, Christian Ziege, doch weiter mit Necat Aygün?) sowie der nach wie vor im Raum stehende Anteilsverkauf, der Ende Juni (vorerst) für gescheitert erklärt werden musste.

Ismaik habe das Übernahme-Angebot eines Investoren-Konsortiums „in der Größenordnung nicht attraktiv“ gefunden, hatte Verwaltungsrats-Chef Karl-Christian Bay vor einem Monat bei der 1860-Mitgliederversammlung verkündet. Zuvor war berichtet worden, dass Ismaik in den Verhandlungen plötzlich auf ein verbindliches Angebot gedrängt hatte. Eine solche „Binding-Offer“ wollten ihm die Interessenten allerdings erst nach einer eingehenden Risikoprüfung (Due-Diligence) unterbreiten, die für gewöhnlich mehrere Wochen in Anspruch nimmt. Gerhard Mayrhofer und Erik Altmann waren nach den abgebrochenen Verhandlungen aus dem 1860-Präsidium zurückgetreten, seitdem herrschte Funkstille – zumindest öffentlich.

Ismaik selbst meldete sich am Mittwoch Abend zu Wort. "Ich bin für ein Treffen am Donnerstagnachmittag hier. Es geht um einen neuen Plan für den ganzen Klub. Das Management braucht Unterstützung", erklärte der Jordanier. Schneider hielt sich mit konkreten Aussagen zurück.

Von München.tv zum Dauer­thema Felix Magath befragt, sagte der Übergangspräsident: „Ob Magath der richtige Mann für 1860 ist, muss man diskutieren. Ich habe mit Hasan Ismaik darüber noch nicht gesprochen. Derzeit ist Magath kein Thema bei uns.“

lk

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