Neue Geschäfte in Jordanien

Stadionneubau: Warum Ismaik plötzlich Druck macht

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Hasan Ismaik, Löwen-Investor und Geschäftsmann.

München - Hasan Ismaiks Besuch in München und sein offensives Auftreten in der Stadionfrage ("So schnell wie möglich") - was steckt eigentlich dahinter? Warum drückt der Investor plötzlich so aufs Gas?

Es scheinen drei Tage voller Harmonie gewesen zu sein: Von Freitag bis Montag weilte Hasan Ismaik in München bei seinen Löwen. Unter seinen Augen feierten die Profis einen Überraschungssieg gegen den FC St. Pauli, und auch die "kleinen" Sechzger hatten durch den Erfolg im Stadtderby gegen den FC Bayern Grund zur Freude. Bei beiden Spielen wurde Ismaik gut gelaunt auf den Tribünen gesichtet. Mal ein Feixen mit Geschäftsführer Markus Rejek hier, mal ein Abklatschen mit Präsident Peter Cassalette da. Das neue Oberhaupt des Vereins jedenfalls war angetan von der offenen und herzlichen Art, die Ismaik an den Tag legte. "

Er war sehr nett und überhaupt nicht muffig

, was ihm ja oft nachgesagt wurde", sagte Cassalette hinterher.

Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter, mit dem Ismaik am Montag ein 45-minütiges Gespräch zum Thema Stadionneubau führte, wusste nur Positives zu berichten. Zumindest über die Form des Gespräches. Auch hier sei der Rahmen der Unterhaltung sehr nett und höflich gewesen, berichtete der OB hinterher. Bei den Fakten allerdings gingen die Meinungen dann doch etwas auseinander. Während Ismaik wohl am liebsten in Giesing oder im Olympiapark einen neuen Löwen-Käfig errichten lassen würde, zieht Reiter das Modell einer Erweiterung des Grünwalder Stadions auf 20.000 Plätze vor.

Neues Löwenstadion: Diese Standorte kommen in Frage

Wie dem auch sei: Auffällig an Ismaiks Besuch in der Stadt war neben seiner offensichtlichen guten Laune die Tatsache, mit welcher Vehemenz er das Thema Stadionneubau forcierte. Ob dies nur an seiner wiederentdeckten Zuneigung für die Löwen liegt? Oder steckt mehr dahinter? Schließlich ist Ismaik noch mehr knallharter Geschäftsmann denn fanatischer Fußballanhänger - das darf ihm sicher ohne Vorwurf unterstellt werden. 

Die "Süddeutsche Zeitung" will erfahren haben, dass Ismaiks Wandel rein business-taktische Gründe haben könnte. Der Investor habe im Sommer diesen Jahres 37 Prozent einer jordanischen Immobilien- und Grundstücksfirma im Wert von 7,06 Millionen Euro erworben und den Vorsitz dieses Unternehmens übernommen. Im kommenden Jahr habe Ismaik zudem einen weiteren Börsengang zur Kapitalerhöhung seiner neuen Firma angekündigt. Klar, dass man die Anleger daher mit spannenden Projekten ködern möchte. Eines dieser Projekte könnte ein geplantes Stadionprojekt hier in München sein, berichtet die "SZ".

So oder so: Dass frischer Wind in die Stadionfrage gekommen ist und der Investor gute Laune zeigt, sollte den Sechzgern nicht ungelegen kommen. Die Basis für eine gute Zusammenarbeit der neuen 1860-Handlungsakteure Cassalette und Kreuzer mit dem Investor ist zumindest vorhanden.

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