"Manchmal hasst man das Geschäft"

Löwen-Kapitän Schindler lobt seinen Ex-Trainer

München - Torsten Fröhling ist nicht mehr Chefcoach bei den Löwen. Neuer Vorturner auf dem 1860-Trainerstuhl ist Benno Möhlmann. Kapitän Christopher Schindler tut die Entlassung Fröhlings leid.

Torsten Fröhling konnte seine Enttäuschung schwer verbergen. „Tja, so ist das Leben“, verabschiedete sich der Trainer Dienstag bei einem Fotografen, der tagtäglich auf professionelle Motivjagd an der Grünwalder Straße geht. Von der Mannschaft soll es sogar Standing Ovations gegeben haben, als Fröhling am Vormittag in der Kabine „Tschüss“ sagte. Von den Reportern zu seinem Nachfolger Benno Möhlmann befragt, meinte Fröhling: „Benno war so etwas wie mein Förderer beim HSV, ich kenne ihn sehr gut. Ich wünsche ihm das Quäntchen Glück, das uns gefehlt hat.“

Das war’s. Um 10.40 fuhr Fröhling mit seinem Dienstwagen vom Parkplatz an der Grünwalder Straße 114a. Erst mal Abstand gewinnen, heißt die Devise. Zu Hause bei der Familie in Hamburg wird sich Fröhling auch Gedanken darüber machen, ob der das Angebot von 1860-Geschäftsführer Markus Rejek annehmen soll, dem Verein in der Nachwuchsarbeit erhalten zu bleiben.

Möhlmann übernimmt bei den Löwen - Bilder vom ersten Training

Christopher Schindler und Torsten Fröhling.

Wie groß die Enttäuschung über die Fröhling-Beurlaubung in weiten Teilen der Mannschaft ist, drückte Teamkapitän Christopher Schindler aus: „Der Mannschaftsrat hat am Montagabend von Necat (Aygün) Bescheid bekommen. Ich find’s unglaublich schade. Es gibt immer wieder Tage, da hasst man das Geschäft. Heute ist so einer. Wir verlieren fachlich und menschlich einen richtig guten Trainer, mit dem wir in der letzten Saison durch die Hölle gegangen sind. Deshalb tut’s unglaublich weh. Der Verein, jeder einzelne Mitarbeiter hat Torsten Fröhling viel zu verdanken.“

Fakt sei freilich auch, so Schindler, dass es sich beim Fußball um einen „Ergebnissport“ handele. Und dass „solche Mechanismen dann greifen“. Laut Geschäftsführer Rejek war Fröhling „an einem Punkt angekommen, wo die Ergebnisse einfach fehlten. Deswegen mussten wir an dieser Stelle eine Entscheidung im Sinne des Vereins treffen. Auch, um der Mannschaft neue Impulse zu geben, damit das Glück zurückkommt.“

Alles nur eine Frage des Glücks also? Zumindest im Vereinfachen sind die Löwen immer noch erstklassig.

lk

Rubriklistenbild: © MIS

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