1860 fahndet nach potenziellen Präsidenten

Bay erklärt: Darum dauert die Kandidatensuche so lang

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Verwaltungsrats-Chef Karl-Christian Bay.

München - Der Verwaltungsrat des TSV 1860 lässt sich bei der Suche nach einem Präsidentschaftskandidaten weiter Zeit. Karl-Christian Bay nennt die Gründe.

Sie zieht sich noch ein wenig hin, die Suche nach einem Kandidaten für das Amt des Präsidenten des TSV 1860. Eigentlich - so zumindest der ursprüngliche Plan - wollte der Verwaltungsrat in dieser Woche seinen Aspiranten vorstellen. Doch daraus wird nichts. Dessen Chef Karl-Christian Bay hat um etwas Aufschub gebeten - weil es doch einiges an Klärungsbedarf gebe.

"Da war ich etwas optimistisch, die Gespräche ziehen sich noch länger hin", erklärt Bay im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung: "Wir wollen das mit Sorgfalt klären und werden den Kandidaten Ende Oktober der Öffentlichkeit vorstellen." Bei der Findung des geeigneten Mannes für den Posten des Ober-Löwen gibt es nämlich eine Schwierigkeit: Die meisten sind sich offenbar nicht bewusst, dass nicht nur die Fußball-Profis zu ihrem Aufgabengebiet zählen, sondern etwa auch eine neue Turnhalle und die vielen Abteilungen des Klubs. "Wir suchen einen Präsidenten für den eingetragenen Verein, das kann man gar nicht deutlich genug machen", erklärt der Chef des Verwaltungsrats: "In der Wahrnehmung ist das anders, auch bei den Kandidaten."

Kandidaten wollen "richtig draufhauen"

Das sei aber noch nicht alles. Denn auch in Bezug auf das Verhältnis der Profi-Fußball-KGaA zu Investor Hasan Ismaik gibt es scheinbar verschiedene Auffassungen - solche, mit denen der Verwaltungsrat nicht konform geht. "Es gibt Kandidaten, die sagen, da muss man mal richtig draufhauen. Das könnte schwierig werden", so Bay. Dennoch sei es das Ziel, zumindest ein "kraftvoller Mitgesellschafter" zu werden. Dazu müsse der Rückhalt des gesamten Vereins gegeben sein. "Das vorherige Präsidium", meint Bay, "hatte vielleicht nicht das stärkste Mandat, mit dem man unterwegs sein kann."

Eine weitere Bedingung stellt Bay auch noch. Der neue mächtige Mann beim TSV 1860 soll niemand sein, der mit zu hohem Eigeninteresse in das Amt gehe. Da habe er "eine grundsätzliche Skepsis". Rund zwei Wochen bleiben Bay und Co. also noch, bis sie ihren Kandidaten vorstellen wollen, der sich am 15. November zur Wahl stellen soll. Und die Löwen wieder in die Spur führen.

1860-Präsident: Mischt noch ein dritter Favorit mit?

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