Knipser Okotie trifft - und hadert

"Jeder muss sich hinterfragen"

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Rubin Okotie - mit vier Treffern in vier Spielen stimmt seine Torbilanz.

München - Wo stünden die Löwen ohne seine Treffer? Rubin Okotie rettete den Blauen gegen Darmstadt mit seinem Treffer immerhin einen Zähler. Doch der Torjäger ist nicht zufrieden - weder mit sich noch mit der Mannschaft.

Während die Löwen auch nach dem Heimspiel gegen Darmstadt weiter auf den ersten Sieg warten, liest sich die bisherige Bilanz von Sechzig-Stürmer Rubin Okotie so richtig gut: Viermal traf der 27-Jährige in den vier absolvierten Liga­spielen. Am Sonntag war es die 54. Minute, als Okotie mit einem Volleyschuss in die rechte untere Ecke zielte und seinem Verein zumindest einen Punkt rettete. Sein Kollege Bobby Wood dagegen, der Sonntag von US-Coach Jürgen Klinsmann beobachtet wurde, blieb wieder ohne Treffer.

"Jeder Einzelne muss sich hinterfragen"

Wirkliche Freude wollte sich auch bei Okotie nicht einstellen. Mit hängenden Schultern und gesenktem Blick kam er in der Mixed Zone auf die wartenden Journalisten zu – und das nicht wegen des Schlags, den er bekommen hatte (16. Minute). „Ich musste danach auf dem Platz gleich eine Tablette nehmen. Aber es ist nichts Schlimmes“, so Okotie. Das Auftreten der Mannschaft machte ihm weit mehr zu schaffen. Okotie selbstkritisch: „Die erste Halbzeit war ganz schlecht von uns. Und auch die zweite Halbzeit war nicht berauschend. Jeder Einzelne muss sich hinterfragen, auch von mir war das insgesamt keine gute Leistung. Wir wollten drei Punkte holen. Das heute war zu wenig.“

Nun steht man mit zwei Punkten aus vier Spielen da. Okotie: „Für unsere Ansprüche ist das eindeutig zu wenig.“ Findet auch der Kapitän. Christopher Schindler: „Es war sehr positiv, wie die Mannschaft nach dem Rückstand reagiert hat. Nichtsdestotrotz müssen wir nach vorne schauen. In der Länderspielpause haben wir jetzt Zeit, die ganzen Partien zu analysieren“

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Und zwar mit Yannick Stark an Bord. Der in Richtung Darmstadt abwanderungswillige Stark, der Sonntag von Beginn an spielte und sich ein Sonderlob von Löwen-Coach Moniz abholte („Yannick tut uns gut“), wird in München bleiben. Sechzig hätte einem Wechsel den Riegel vorgeschoben, so Darmstadts Trainer Dirk Schuster.

so, tz

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