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1860 München: Köllner hat ein Luxusproblem – Heißer Konkurrenzkampf vorm Osnabrück-Spiel

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Von: Ludwig Krammer

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TSV 1860 München
Löwen-Trainer Köllner kann auf einen breiten Kader zurückgreifen. © Angelika Warmuth / dpa

Löwen-Trainer Köllner kann für das Spiel gegen Osnabrück auf einen breiten Kader zurückgreifen. Wahrlich ein Luxusproblem nach personellen Engpässen in der Vorsaison.

München - Never change a winning team” – mit diesem Vorsatz führte Trainer Alf Ramsey die englische Nationalmannschaft 1966 zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Ein paar Hausnummern kleiner steht auch Michael Köllner nach dem 6:0-Sieg seiner Löwen gegen Freiburg II vor einigen Personalentscheidungen für das Auswärtsspiel am Samstag beim Tabellen-Zweiten Osnabrück. Die vielleicht schwierigste: Wie schnell kann und soll Spielmacher Richy Neudecker nach seiner Corona-Quarantäne wieder in die Startelf eingebaut werden?

Drei Pflichtspiele musste der 25-jährige Techniker sausen lassen, seit vergangenem Donnerstag ist Neudecker wieder in „Freiheit“, wie er es bei Instagram formulierte. Gestern trainierte er voll mit. Als Ersatz für Neudecker machte zuletzt Marcel Bär auf der Position der hängenden Spitze hinter Abrissbirne Sascha Mölders eine gute Figur, überzeugte mit Lauf- und Zweikampfstärke. Qualitäten, die auch bei den formstarken Osnabrückern gefragt sein werden.

1860 mit nötiger Kaderbreite: die Qual der Wahl für Trainer Köllner

Neudecker/Bär – die Qual der Wahl wird Köllner nach den personellen Engpässen der Vorsaison wohl eher als Luxusproblem einstufen. Endlich verfügt er als Trainer über die nötige Kaderbreite, um auf Ausfälle und Formtiefs adäquat reagieren zu können.

Beispiele gab’s in dieser Saison bereits einige. Das jüngste: Fabian Greilinger ersetzte den verletzten (und laut Köllner eigentlich unverzichtbaren) Phillipp Steinhart gegen Freiburg II mit einem mutigen Auftritt, schob über die linke Seite immer wieder an und erzielte nach einem beherzten Vorstoß das 3:0. Auch in Osnabrück dürfte Greilinger wieder gefragt sein. Um nach der Länderspielpause und Steinharts Rückkehr den Konkurrenzkampf auf der linken Offensivseite anzuheizen.

1860 München: Konkurrenzkampf vor dem Osnabrück-Spiel

Auf der anderen Seite hat sich Offensiv-Zugang Yannick Deichmann zu einem zuverlässigen Rechtsverteidiger entwickelt. Nun, da Marius Willsch nach langer Ausfallzeit wegen einer Schambeinentzündung wieder für längere Einsatzzeiten infrage kommt, wird Deichmann über kurz oder lang ein Kandidat fürs offensive Mittelfeld werden, wo sich Dennis Dressel und Merv Biankadi festgespielt haben. Ordentlich was los im Angriff der Löwen.

Nicht zu vergessen die lauernden Kräfte im hinteren Teil der Achse. Aktuell hat Niklas Lang als zweiter Innenverteidiger neben Stephan Salger die Nase vor Semi Belkahia, der zurück in die Startelf drängt. Gleiches gilt für Daniel Wein, der als alleiniger Sechser mit Umsicht und Passsicherheit überzeugte und damit Quirin Moll einstweilen auf die Bank verwiesen hat.
Konkurrenzkämpfe, wohin man blickt im Kader. Was kann sich ein Trainer Besseres wünschen? (lk)

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