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Löwen frohlocken

Kowarz: Sieg dient Möhlmanns Genesung

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Erfolgreicher Aushilfscoach: Kurt Kowarz.

München - Null Siege in Liga zwei, zwei Coups im Pokal: Für 1860 München läuft es bislang in dieser Saison nur in K.o.-Spielen gegen Bundesligisten. Nach dem 2:1 in Mainz hoffen die Sechziger endlich auch auf die Trendwende in der Meisterschaft - und die Rückkehr des Chefcoachs.

Gleich nach dem zweiten Pokal-Coup der Münchner „Löwen“ galt einer der ersten Gedanken von Kurt Kowarz seinem Chef Benno Möhlmann. Der Trainer hatte nach seiner Gallenblasen-OP das 2:1 (0:1) in der zweiten Pokal-Runde beim Bundesligisten FSV Mainz 05 nur aus der Ferne verfolgt - und wurde nach Ansicht des Stellvertreters schmerzlich vermisst. „Das dient zu seiner Genesung“, hoffte Kowarz im Anschluss an die nervenaufreibende Partie des TSV 1860 München beim favorisierten Fußball-Bundesligisten am Dienstagabend. Und tatsächlich: Am Donnerstag soll Möhlmann wieder auf dem Platz stehen.

Wie die Münchner am Mittwoch bekanntgaben, werde der Routinier dann am Nachmittag um 15.00 Uhr wieder das Training leiten. Der 61-Jährige sei „wieder gallig“, wortwitzelte der TSV bei Twitter. Mit ihrem wieder einsatzfähigen Coach und dank des psychologisch wichtigen Comeback-Erfolgs im DFB-Pokal hoffen die Sechziger, endlich ein Rezept gefunden zu haben gegen die Harmlosigkeit in der 2. Liga.

„Ein wahnsinnig wichtiger Sieg für die Löwen-Seele“ sei das gewesen, meinte Kapitän Christopher Schindler. Durch dessen Eigentor schon in der 6. Minute schien die Pleiteserie der Münchner in diesem Herbst eine Fortsetzung zu finden. In der zweiten Halbzeit gelang den Gästen dank Stefan Mugosa (70.) und Rubin Okotie (77.) die Wende, begünstigt auch durch die Rote Karte gegen Mainz-Profi Pierre Bengtsson (44.).

„Es war nicht alles perfekt, aber solch dreckige Siege brauchen wir jetzt auch mal wieder in der Liga“, betonte Schindler und erinnerte dabei an die schlampige Anfangsphase. „Die ersten 20 bis 30 Minuten waren voll daneben“, bemerkte auch Torwart Stefan Ortega.

Dass es für die bis dahin in der Saison erst einmal siegreichen Löwen - in der ersten Pokal-Runde war gegen 1899 Hoffenheim die erste Überraschung gegen einen Bundesligisten gelungen - nicht die nächste Schlappe gab, stimmt optimistisch. „Es war Wahnsinn, wie sich alle reingeworfen haben“, sagte Ortega. „Wir haben heute gezeigt, dass wir ein Team sind. Das müssen wir nun mit in die Liga nehmen.“ Gegen Zweitliga-Schlusslicht MSV Duisburg soll dem Tabellenvorletzten am Sonntag (13.30 Uhr) mit dieser Einstellung der erste Sieg gelingen.

„Wir müssen diesen Glauben an uns mit ins Spiel gegen Duisburg nehmen“, forderte Okotie nach seinem erst zweiten Pflichtspieltreffer in dieser Saison. Dass ihm und Mugosa zwei Stürmertore gelangen, ist ein zusätzlicher Hoffnungsschimmer der bislang so harmlosen „Löwen“ für die anstehenden Partien. Und außerdem: Durch das Erreichen des Achtelfinales sind dem Krisenclub weitere 527 000 Euro an Prämie sicher. Zudem kann der TSV auf ein Derby gegen den großen FC Bayern oder die kleine - aber feine - SpVgg Unterhaching hoffen.

dpa

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