Vertreter für kranken Möhlmann

Kowarz statt Kmetsch: "Benno hat sich was dabei gedacht"

+
Torwart-Trainer Kurt Kowarz von 1860 München mit Co-Trainer Sven Kmetsch.

München - 1860 München hat einen Ersatz-Trainer: Kurt Kowarz übernimmt die Leitung, solange der Chef Benno Möhlmann im Krankenstand ist. Aber warum macht das nicht Co-Trainer Kmetsch?

Klar, dass sich Pressesprecherin Lil Zercher diesen Gag gestern Mittag nicht entgehen ließ, bevor sie Interimstrainer Kowarz das Wort in der Medienrunde erteilte. „Hier kommt Kurt, ohne Helm und ohne Gurt“, zitierte sie lächelnd aus dem 26 Jahre alten Klamauksong von Frank Zander.

Damit musste er leben am Donnerstag, der Kowarz Kurt, der heute Abend in Fürth den an der Gallenblase operierten Benno Möhlmann als Cheftrainer vertreten muss. „Benno geht’s den Umständen entsprechend gut“, berichtete Kowarz von seinem Telefonat mit dem Patienten im Rotkreuzklinikum. So gut, dass der 61-Jährige vom Krankenhaus aus auch das Spiel vorbereitet. „Die Aufstellung, mit der wir in Fürth beginnen werden, ist von Benno“, sagte Kowarz, schüttelte aber den Kopf bei der Nachfrage, ob es während des Spiels im Ronhof ebenfalls telefonischen Kontakt ins Krankenhaus im Stadtteil Neuhausen geben werde: „Das wird nicht der Fall sein. Zumal Co-Trainer Sven Kmetsch den Benno seit Jahren kennt und weiß wie er denkt.“

1860 München: Kowarz statt Kmetsch

Dass nicht etwa sein langjähriger Wegbegleiter Kmetsch von Möhlmann die Chefrolle übertragen bekam, sondern mit Kowarz der Torwarttrainer, verwunderte aber doch ein bisschen. „Vielleicht weil ich die größte Erfahrung habe“, sagte der 57-Jährige. „Benno wird sich schon was dabei gedacht haben. Aber letztendlich ist es egal, wer es macht. Weil wir ohnehin ein Team sind, das immer sehr eng zusammen-arbeitet.“

Und das endlich den ersten Saisonsieg im zwölften Anlauf holen soll. Wäre irgendwie originell, wenn das ausgerechnet ohne Cheftrainer an der Außenlinie geschehen würde.

Apropos: Kowarz kündigte an, dass er keine Sekunde auf der Bank sitzen, sondern alles „im Stehen“ erledigen würde: „Ich will damit den Löwen in mir zum Ausdruck bringen.“ Und wie böse kann er werden? „Ich bin ruhig und gelassen, solange die Dinge so laufen, wie sie vorgegeben sind“, sagte er. „Ist das nicht der Fall, dann kann ich aber auch ex-trem fuchtig werden.“

Das soll heute Abend nicht der Fall sein. Lieber soll es so laufen, wie es eine andere Textzeile im Zander-Song beschreibt: „Und wo Kurt ist, tobt das Leben, Kurt ist da, wo alle sind. Und bei Kurt gibt’s keine Flaute, Kurt hat immer Rückenwind.“

tz

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Rekord-Löwe Ribamar feiert Debüt - „Er hat’s gut gemacht“
Rekord-Löwe Ribamar feiert Debüt - „Er hat’s gut gemacht“
Lacazette: „Mein Ziel heißt Stabilität“
Lacazette: „Mein Ziel heißt Stabilität“
Taktikexperte erklärt: Darum ist das Pereira-System gut für 1860
Taktikexperte erklärt: Darum ist das Pereira-System gut für 1860
Auf diesen Positionen müssen die Löwen nachbessern
Auf diesen Positionen müssen die Löwen nachbessern

Kommentare